Fe in der Vorschau: Nur gemeinsam seid ihr stark

Lisa Fleischer
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Fe in der gamescom-Vorschau: So außergewöhnlich ist das Gameplay
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Vor einem Jahr kündigte EA nicht nur EA Originals an, mit Fe stellten sie auch das erste Spiel vor, das unter dem Dach der hauseigenen Indie-Initiative veröffentlicht werden soll. Auf der diesjährigen gamescom bekamen wir nun endlich mehr Einblick in das märchenhafte Spiel.

EA Originals: Die neue Indie-Initiative von EA

Fe ist nicht nur der Name des Protagonisten vom niedlichen Indie-Spiel, sondern auch das schwedische Wort für Fee. Ein wahrhaft magisches Spiel also. „Fe ist eine Art Beschützer des Waldes“, beschreibt Creative Director Andreas Beijer das fuchsartige Wesen, als wir ihn auf der gamescom 2017 treffen. Allerdings weiß Fe das zu Anfang des Spiels noch nicht, es scheint, als hätte er alle Erinnerungen an sich und die magische Welt, in der er gelandet ist, verloren. Die gilt es nun, wiederzufinden.

Beijers größte Inspiration: Die eigene Kindheit

Inspiriert wurde das Spiel von der eigenen Kindheit der Entwickler. „Wir sind alle in Schweden aufgewachsen und dort durften wir nahezu zu jeder Zeit in den Wald, um zu spielen. Das war manchmal auch ziemlich gefährlich, aber da war auch so eine große Freiheit, vor allem für ein so junges Kind“, erklärt Beijer.

Weil sie damals nicht komplett verstanden haben, wie der Wald funktioniert, haben sie diese Wissenslücken mit ihrere eigenen Imagination geschlossen. Das hat den Wald zu einem magischen Ort gemacht. Genau dieses Gefühl wollen sie nun mit Fe an alle weitergeben, die nicht in Schweden aufgewachsen sind und so wahrscheinlich auch nicht die Freiheit des Waldes genießen konnten.

Kommunikation ist das A und O

In Fe begegnest du fremden Tieren und Pflanzen. Auf Knopfdruck kannst du Laute ausstoßen, die Ähnlichkeit mit denen aus Journey haben. Allerdings ist es in dem Spiel von Zoink Games möglich, den Ton zu variieren, leiser oder lauter, kurz oder lang zu jaulen. Du musst lernen, auf jedes Lebewesen richtig zu reagieren. Beijer vergleicht diese Mechanik mit dem echten Leben: „Wenn du einen Hund triffst, den du nicht kennst, musst du auch erst einmal vorsichtig austesten, ob er aggressiv, lieb oder fröhlich ist.“ Genau so solltest du auch im Spiel vorgehen, um weiterzukommen.

Durch das Kommunizieren mit anderen Wesen lernst du nach und nach mehr Sprachen, die du zum Lösen von Rätseln einsetzen kannst. Durch das Sammeln von Kristallen werden außerdem neue Fähigkeiten freigeschaltet. So kannst du später auf Bäume klettern und sogar durch die Luft gleiten. Natürlich wird es aber auch bösartige Kreaturen geben, die sogenannten Silent Ones. Sie drohen die Harmonie des Waldes zu zerstören.„Du versuchst zu verstehen, warum sie hier sind, warum du hier bist und was das für ein Ort ist, den du da erforscht.“

Ein Kampfsystem wird es zwar nicht geben, trotzdem kannst du entscheiden, ob du eher schleichend vorgehst oder aggressiv. Anstatt die Gegner selbst anzugreifen, ist es denkbar, gefährliche Tiere anzulocken und auf deine Gegner, die Silent Ones, zu hetzen.

(Fast) jeder Weg führt nach Rom

Ein Tutorial gibt es nicht, was du zu tun hast, musst du selbst herausfinden. Andreas Beijers Inspiration dafür waren alte, schwere Spieleklassiker, deren Charme er mit Fe zurückbringen will. Angst, dass dich dieser abrupte Einstieg ohne Erklärungen abschreckt, hat Beijer nicht. „Wir trauen den Spieler zu, dass sie genug Interesse an dem Spiel haben, um alles selbst herauszufinden“, erklärt er in unserem Interview. Außerdem geben dir die Entwickler nur Grundfesten einer Story an die Hand, was du daraus machst, ist dir selbst überlassen.

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Mit diesen verschiedenen Möglichkeiten wird dir im Spiel die größtmögliche Freiheit gegeben. Allerdings kann ich mir auch vorstellen, dass du als Spieler so auch, kommst du mal nicht weiter, relativ verloren bist. Zu hoffen bleibt, dass sich die Entwickler ein System ausdenken, wie sie dir in solchen Situationen zur Seite stehen können, ohne das Spiel dadurch zu sehr zu vereinfachen.

Fe erscheint Anfang 2018 für PC, PS4, Xbox One und Nintendo Switch. Nach ihm werden hoffentlich noch zahlreiche andere Indie-Titel unter dem Label EA Originals veröffentlicht.

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