F.E.A.R. 3 Test - 1, 2, 3 und F3AR - Alma steht vor eurer Tür

Jonas Wekenborg
10

Was ein moderner Horror-Shooter heutzutage leisten sollte, zeigt die Dead-Space-Serie exemplarisch und exquisit. Auch F.E.A.R. stand einmal (2005) für furchterregende Action-Erlebnisse, die in Kombination mit tollen KI-Gegnern für Begeisterung sorgten. Anno 2011 schwächelt die dritte Ausgabe zwar in einer Reihe von Disziplinen – trotzdem macht das Ding Spaß. Und wir sagen euch, weshalb.

F.E.A.R. 3 Test - 1, 2, 3 und F3AR - Alma steht vor eurer Tür

Viele der “Schockeffekte”, die Entwickler Day 1 Studios einsetzt, sind abgegriffen, wiederholen sich viel zu häufig und bleiben ohne Nachhaltigkeit. Wenn uns ein Dutzend Mal eine Horrorfratze entgegen springt, die wir weder attackieren können, noch uns irgendwie gefährlich wird, nutzt sich das schnell ab. Ähnlich verhält es sich mit den Geister-Auftritten Almas, die mal hier, mal dort aufpoppt, aber eigentlich ohne Wirkung auf Geschehen oder Spielablauf bleibt. Klar gibt es auch Momente, in denen es ein wenig gruselig wird – wenn wir uns etwa nur im Licht einer Taschenlampe durch völlige Finsternis tasten und schreckliche Gurgel- Kreisch- und Kratz-Geräusche ein Prickeln auf der Haut verursachen. Leider sorgen diese Situationen viel zu selten für Angstgefühle, wegen derer man vor Schreck etwa das Gewehr verreißt. Also: viel Dunkelheit, wenig Horror.

Geistige Verwirrung kommt höchstens auf, wenn wir über die verworrene, undurchsichtige Handlung nachdenken, die unvermittelt Protagonisten aus Teil eins wieder ans schummrige Tageslicht zerrt und munter mit allen anderen Episoden mixt. So schlüpft ihr erneut in die Haut des gentechnisch veränderten Supersoldaten Point Man, der scheinbar (?) die Niederkunft der schwangeren Alma verhindern soll. Aber auch sein mit unglaublichen Psi-Kräften ausgestatteter untoter Bruder Paxton Fettel ist abermals mit von der blutigen Partie, und treibt als marodierender Geist sein Unwesen. Daneben veranstalten die Soldaten von Armachan ihr eigenes Spiel, taucht die Koreanerin Jin Sun-Kwon wieder aus der Versenkung auf und … – seid ihr noch dabei? Wer als Neuling einsteigt, dürfte jedenfalls kaum etwas kapieren.

Okay, auch “F.E.A.R.” war zu seiner Zeit nicht gerade das optische Non-Plus-Ultra. Teil drei ist aber von der grafischen Pracht aktueller Shooter teils meilenweit entfernt. Es ist sicher kein Zufall, dass etliche Bereiche weitestgehend geradezu in Finsternis ertrinken, insbesondere Innenräumen mangelt es an dem notwendigen Feinschliff, viele Texturen sind im Allgemeinen total vermatscht, mehr als Pixelbrei kommt bei den Bemühungen oft nicht heraus.

Was das Ambiente aber häufig rettet, sind atmosphärisch schön ausgeleuchtete Szenarien und halbwegs abwechslungsreiche Umgebungen. Point Man kämpft sich beispielsweise durch ein Gefängnis, eine Kanalisation, Slums oder einen Flughafen. Insbesondere hübsche Effekte lassen das Design insgesamt passabel erscheinen.

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