FIFA 17 vs. PES 17: Sieg in der Verlängerung

Lukas Flad
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In unseren Tests zu FIFA 17 und PES 17 konnten beide Spiele dieselbe Wertung einfahren. Das heißt aber nicht, dass beide gleich gut sind. Sie machen ihre Sache nur in unterschiedlichen Kategorien besser, aber vernachlässigen dafür eine andere. Wie das im Detail aussieht, kannst Du hier in unserem ausführlichen Vergleich nachlesen.

FIFA 17 vs. PES 17: Sieg in der Verlängerung

Die Frage, ob denn nun Pro Evolution Soccer oder FIFA besser ist, sorgt jedes Jahr auf‘s Neue für heftige Debatten unter der Spielerschaft. Und das ist auch verständlich, immerhin handelt es sich bei den beiden Spielen um zwei tolle Fußballsimulationen, die beide gleichermaßen eine Daseinsberichtigung sowie große Fangemeinden haben.

Da beide Titel dieses Jahr aber dieselbe Wertung von uns bekommen haben, werden wir die zwei Spiele in elf Kategorien gegeneinander antreten lassen und Dir am Ende unsere Top-Aufstellung präsentieren. So siehst Du genau, in welchem Bereich welches Spiel besser ist und entscheidest letztendlich selbst, ob Du nun FIFA 17 oder PES 17 kaufen willst.

1. Atmosphäre

Eine Fußballsimulation ohne die richtige Atmosphäre kann zwar immer noch ein tolles Spiel sein, lässt aber trotzdem einen Kernpunkt außen vor: Das Gefühl, mitten drin zu sein. Wenn die Fangesänge von den Tribünen schallen und die großen Fahnen im Wind wehen, dann kann man schon mal Gänsehaut bekommen. Die Frage, ob nun FIFA oder PES die Stadionatmosphäre besser wiedergibt, liefert eine erstaunlich leichte Antwort: Der Sieger heißt klar FIFA 17.

Das fängt bei den Kommentatoren an, die zwar noch lange nicht perfekt sind, aber ihren Job in FIFA besser machen als beim Konkurrenten PES. Bei Letzterem fehlt leider zu oft ein wenig der Elan in der Stimme des Kommentatoren-Duos und ihre Sätze wiederholen sich auch zu oft. Das kann einen schon mal aus dem Spielerlebnis reißen, wenn ein Tor in letzter Sekunde beispielsweise als eine Nichtigkeit abgestempelt wird. Natürlich gibt es solche Aussetzer bei FIFA auch, allerdings kommen sie hier seltener vor und wirken allgemein nicht so extrem wie bei PES.

Abseits des Rasen punktet PES dafür mit den schöneren Fan-Modellen – allerdings ist das gegen die Pixelarmee von FIFA auch keine allzu große Überraschung. Dennoch schafft es EA den Fans durch Audioaufnahmen richtiges Leben einzuhauchen. Wenn die Fans die Vereinshymne zum Besten geben, dann sorgt das einfach für gute Stimmung. Hinzukommen noch die Trainermodelle, welche dieses Jahr in FIFA die Seitenlinien in der Premier League schmücken. Ob Jürgen Klopp oder José Mourinho, die Gesichter der Strategen verdichten die Atmosphäre noch mehr.

Sieger: FIFA 17

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2. Grafik

Hier kommen wir gleich zu Beginn des Vergleichs zu der vermutlich schwersten Kategorie. In PES 17 werkelt die Fox Engine, in FIFA 17 rüttelt die Frostbite Engine und beide erzeugen tolle Bilder.

Das beginnt bei den Spielermodellen, welche die bekannten Fußballer sehr gut in die fertige Fußballsimulation bringen. Einzig und allein die Farben sind hier in FIFA deutlich satter. Bei PES wirkt es so, als sei die Sättigung etwas zurückgedreht und so dem Bild Farbe entzogen worden. Das ist nicht schlimm, sieht aber eben nicht ganz so hübsch aus wie beim Kontrahenten.

Abseits des Rasens können beide Spiele nicht überzeugen. Auch wenn Kameramänner, Balljungen und Fans in FIFA noch matschiger sind als bei PES, kann auch Konami nicht verhindern, dass die Tribünen nicht unbedingt den Höhepunkt des Spiels ausmachen.

Also, wer ist besser? Ich muss sagen, dass EA einen besseren Job macht, die erstmals bei FIFA zum Einsatz kommende Engine zu verwenden. Natürlich ist da noch Luft nach oben (besonders im Bereich des Kantenflimmerns, wenn Du Dir die Spieler in der Wiederholung genauer ansiehst), aber dennoch wirkt PES 17 hier ein klitzekleines Stück weiter hinten.

Sieger: FIFA 17

3. Steuerung

Dribbeln, Pässe, Grätschen, Sprinten. In keinem Spiel musst Du Angst haben, dass sich Deine Finger in das Gamepad verkrampfen oder Du es wütend gegen die Wand wirfst.

Die Steuerung von Pro Evolution Soccer ist dabei schnell zu lernen, aber gleichzeitig auch schwerer zu meistern. Das kann motivieren, aber auch dafür sorgen, dass du nach ein paar Partien auf einem hohen Schwierigkeitsgrad dann doch lieber auf einen niedrigeren wechselst. Im Gegensatz dazu bietet FIFA eine „arcardigere“ Herangehensweise: Du lernst es schnell und komplexere Tricks gehen etwas leichter von der Hand.

Da beide Fußballspiele eine gute Steuerung bieten, bleibt es letztendlich Dir überlassen, welche Du präferierst. Falls Dir dieser Punkt wirklich wichtig ist, dann teste die Spiele am besten vor dem finalen Kauf etwas an und schaue selbst, mit welchem der beiden Titeln Du besser über den Platz dribbeln kannst.

Sieger: Beide

Weitere Themen: PES 2017, FIFA, EA Sports

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