Final Fantasy XIV – A Realm Reborn Beta: MMO-Standard mit schöner Welt

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Nach dem furchtbar langsamen Einstieg in die Welt von „Final Fantasy XIV – A Realm Reborn“ fiel es mir schwer, mich erneut zum Einloggen zu motivieren. »Es wird besser!«, hieß es. Und tatsächlich: Nach fünf Stunden Hin- und Hergelatsche und dröger Spieleinführung kommt A Realm Reborn endlich in Fahrt, kann motivieren und mit seiner hübschen Welt sogar ein wenig verzaubern.

Um das gleich vorweg zu schicken: Neu macht „FF14“ immer noch nichts. In einem Genre, das meiner Meinung nach dringend frische Impulse braucht, verlässt sich SquareEnix mit A Realm Reborn auf Altbewährtes. Glücklicherweise scheinen sie dafür aber ein Händchen zu haben.

Spielerisch war mein zweiter Ausflug nach Eorzea trotzdem keine große Nummer. Die fixen Levelaufstiege und neue Ausrüstung motivieren zwar, das Kampfgeschehen an und für sich bleibt aber trotz voller Fähigkeitenleiste noch recht eintönig. Trotzdem wirkt der Kampf durchaus dynamisch, mir gefällt vor allem die Kampfmusik, die gerade mit ihren ersten paar Noten an die SNES-Klassiker erinnert. Außerdem fühlt es sich dank Gamepad-Steuerung auf der PlayStation 3 mehr nach einem Action-Spiel an, als es eigentlich ist.

Die Quests, die ich in den Ländern rund um Limsa Lominsa bisher erlebt habe, sind Standard-Ware von der Stange. Mal eine bestimmte Zahl an Monstern töten, mal Gegenstände sammeln – wer einmal ein Online-Rollenspiel gespielt hat, der weiß, was da auf ihn zukommt. Lediglich die Story-Quest sorgte für ein wenig Abwechslung, in dem sie mich in instanzierte Gebiete schickt, in denen ich zusammen mit NPCs größere Monster erlege.

Etwas enttäuschend sind bisher auch die FATE-Events in den frühen Gebieten. Die Public-Quest-ähnlichen Events beschränken sich auf Monsterwelle nach Monsterwelle, ab und zu auch mit einer Art Bossgegner. Cool inszeniert war da bisher nichts, es wirkte eher wie eine kurze Runde Horde-Mode zwischen dem Quest-Alltag.

Zwar funktioniert bei mir der Motivationszyklus aus neuer Ausrüstung, neuen Fähigkeiten, Level-Ups und Co. (im Vergleich zum Ur-FF14 ein großer Fortschritt), wirklich neu oder eigen ist daran aber noch nichts. Oder sagen wir fast nichts: Mir gefällt der Ansatz, durch den Wechsel der Hauptwaffe auch automatisch die Klasse zu wechseln und sie separat hochleveln zu können. Bin ich meinen Marodeur also irgendwann einmal leid, kann ich fix auf Druide oder Waldläufer wechseln.

Für mich ist der größte Pluspunkt von A Realm Reborn bisher die Spielwelt. Wenn ich auf der Insel Vylbrand meine Quests erledige und kurz innehalte, um am Horizont das Meer und die Hafenstadt samt Schlossturm zu betrachten, ist das einfach ein fast schon verzaubernder Anblick. In diesen Momenten lohnt es sich wahrscheinlich, auf die hochauflösende PC-Version zu setzen, denn die recht kantige PS3-Version wird dem Panorama einfach nicht gerecht. Auf beiden Plattformen kommt man allerdings in den Genuss des wundervollen Soundtracks, der mit bekannten Final Fantasy-Melodien (ja, sogar dem Sieges-Jingle!) und komplett neuen Stücken das Spiel untermalt.

Der zweite Versuch mit dem neuen Final Fantasy XIV war schon wesentlich erfüllender. Der grottig lahme Spieleinstieg gehört nach wie vor verboten und neu designt, wer trotzdem dran bleibt, wird mit einem scheinbar grundsoliden Online-Rollenspiel belohnt, das in einer wunderschönen Welt spielt und von einem wirklich guten Soundtrack begleitet wird. Ob mich eine derart bekannte Quest-Tretmühle aber noch einmal über Monate fesseln kann, wage ich zu bezweifeln. Noch bleibe ich dran.

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