Geilomat: Gears of War

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(Felix) Lange musste man als XBox 360 Besitzer auf Gears of War warten. Und in Deutschland wird man wohl ewig auf das Spiel hoffen, denn offiziell wird es hierzulande von Microsoft nicht vertrieben. Nur über Importhändler kommt man an das Stück Software. Wer sich noch nicht ganz sicher ist, ob das Spiel taugt sollte bei uns reinschauen.

Geilomat: Gears of War

Es gibt böse Zungen die behaupten die 360 habe keine richtigen Systemseller. Doch all jene werden wohl oder übel verstummen sobald sie Gears of War gesehen haben.

In dem Actionkracher aus dem Hause Epic schlüpft Ihr in die Rolle von Marcus Fenix. Einem Gefangenen der plötzlich wieder der Freiheit gegenübersteht. Aber das nur aus einem Grund: Die Menschen sind gerade dabei den Krieg gegen die Alienrasse der Locusts zu verlieren und so ist jeder Mann gefragt. Die Erde liegt in Schutt und Asche, was gibts also noch zu verlieren?

Kaum seid Ihr im Spiel könnt Ihr Euch entscheiden ob Ihr ein Tutorial mitmacht oder Euch gleich ins Geschehen stürzt. Gleich nach kurzer Zeit merkt Ihr was der wichtigste Bestandteil des Spiels ist: Deckung! Wenn Ihr Euch nicht in dieser befindet, werdet Ihr nicht den Hauch einer Chance haben. Denn nicht nur das Gegner ganz schön einstecken können, sie teilen auch gut aus.

Um Euch hinter einer Mauer oder herumliegenden Autos zu verschanzen, geht Ihr einfach auf diese zu und drückt A. Fenix geht automatisch in Deckung. Wollt Ihr aus Eurem Versteck herausballern, gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder Ihr zielt richtig, indem Ihr den linken Trigger drückt und feuert dann los, oder Ihr ballert einfach ohne zu zielen. Natürlich ist die Chance etwas zu treffen erheblich schlechter, dafür könnt Ihr aber nicht getroffen werden. Stehen weitere Mauern oder nutzbare Umgebungsbrocken in der Nähe, könnt Ihr Euch mit dem A-Knopf per Rolle oder einem Sprint hinter diese manövrieren. Überhaupt werden im Endeffekt alle Manöver mit A ausgelöst. So kämpft man sich von Deckung zu Deckung durch.

Vier Waffen könnt Ihr mit Euch tragen wovon ein Slot für Granaten reserviert ist. Um schneller nachzuladen gibt es das Active Reload Feature. Sobald die Munition verbraucht ist, lädt Fenix nach. Wenn Ihr aber beim Nachladen den rechten Button drückt, lädt unser Held schneller nach und kann sogar einen kleinen Kurzzeiten Schadensboost erhalten. Allerdings nur wenn Ihr eben im richtigen Moment nochmal drückt.

Auch wenn die Level sehr linear gestaltet sind kommt Ihr hin und wieder an eine Gabelung und könnt dann entscheiden welchen Weg Ihr nehmen wollt. Im späteren Verlauf des Spiels könnt Ihr auch rudimentäre Befehle an Eure Teammitglieder weiterleiten. Außerdem dürft Ihr auch später mal mit einem Fahrzeug durch die Gegend schippern.

Neben den “normalen” Gegnern mit MG gibt es noch Screecher. Diese kleinen flinken Bastarde wollen so nah wie möglich an Euch ran, um Euch den Kopf abzureißen. Dann gibt es noch dickere Feinde mit Raketenwerfern. Aber auch Endbosse dürfen nicht fehlen. Diese kann man teils nur mit der Hammer of Dawn Waffe bezwingen. Eine Art Satelliten gesteuerter “Uber”-Laser der mächtig reinhaut.

Wer auf Multiplayer steht wird bei Gears of War bestens bedient. Es gibt Coop Splitscreen und online- als auch diverse Versus-Modi.

Optisch ist das Spiel über alles erhaben was man bis dato auf der 360 gesehen hat. Das Spiel sieht dank Unreal Engine 3 einfach brilliant aus. Leider kann der Sound da nicht ganz mithalten. Auch wenn die Musik und die Sprachausgabe nahezu perfekt sind, so sind die Effekte der Wummen oder auch des Fahrzeugs etwas lasch.

Nach der Zeit die ich mit Gears of War verbracht habe kann ich nur sagen: Zugreifen! Allerdings sollte man spielerisch nicht allzuviel Innovation erwarten. Die Spielmechanik des Verschanzens und Ballerns zieht sich durchs gesamte Spiel. Macht aber nichts, denn es ist einfach eine Tour de Force der Actiongefühle.

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