GIGA Indie Game des Monats: Tiny & Big: Grandpa´s Leftovers

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Liest das hier überhaupt jemand? Wahrscheinlich nicht. Egal! Wir können es einfach nicht lassen, hin und wieder auch mal über die Nische zu berichten. Bei unserer Indie Jahresvorschau haben uns die Chefs schon mit der Versetzung zum benachbarten Reiseportal gedroht. „Noch so ein Ding und du schreibst über Kurzurlaub in Brandenburg“ hieß es damals. Aber wie die kleinen, cleveren Indie Games, um die es hier gehen soll, lassen wir uns so schnell nicht unterkriegen. Muss ja keiner wissen. Also verratet uns nicht! Hier unser GIGA Indie Game des Monats: Tiny & Big: Grandpa´s Leftovers. 

GIGA Indie Game des Monats: Tiny & Big: Grandpa´s Leftovers

Wer macht´s?  

Typisch Indie. Die Geschichte von „Tiny & Big“ beginnt an der Uni.  Was sich heute Black Pants Games Studios nennt, war früher ein loser Haufen von gamesverliebten Informatikstudenten. Die warfen ein paar gute Ideen zusammen, experimentierten ein bisschen und gaben der grandios überambitionierten Engine, die dabei herauskam einen coolen Namen: „Scape“ war damals kaum mehr als eine graue Physikmaus, die ihr Potential noch gut zu verbergen wusste.

Im Prinzip war die Sache ganz einfach: Mit Hilfe eines Lasers kann die Spielfigur Geometrien in einer zerstörbaren 3D-Umgebung zerschneiden. Klingt wenig beeindruckend, mauserte sich aber dank der künstlerischen Beteiligung der Kasseler Kunsthochschule schnell zu einer interessanten Demo.

Diese frühe Version (die ihr im Übrigen hier herunterladen könnt) bekam so viel positives Feedback, dass aus dem Studentenprojekt die Black Pants Games Studios und aus dem Prototyp „Tiny & Big: Grandpa´s Leftovers“ wurde.

Das Potential von „Tiny & Big“ hat sich in Indie-Kreisen mittlerweile herumgesprochen. Neben anerkennenden Erwähnungen auf RockPaperShotgun oder IndieGames, stehen aufsehenerregende Auftritte beim IGF Student Showcase und der Deutsche Computerspielpreis für das Beste Nachwuchs-Konzept auf der Liste erster Erfolge.

Worum geht´s?

Held Tiny ist auf der Suche nach dem verlorenen Nachlass seines Großvaters. Dabei handelt es sich zur Abwechslung mal nicht um ein magisches Schwert, einen dämonenbesessenen Ring oder eine alte Schatzkarte, sondern um ehhhhhhhh.... Opas alte Unterhose.

Die wurde einst von einem Kult verehrt und befindet sich nun im Besitz von Tinys Gegenspieler Big. So weit, so abwegig. Der Spieler jagt Big durch insgesamt sechs Abschnitte und muss dabei zahlreiche Umgebungsrätsel lösen. Neben einem als Sidekick fungierenden Rucksackradio, stehen dem technophilen Bastler Tiny dabei drei unterschiedliche Werkzeuge zur Verfügung. Der bereits erwähnte Laser erlaubt es Tiny, Felsformationen nach Belieben zu zerschneiden. Liegt das Geröll dann noch immer im Weg, helfen Tiny seine Haftraketen und ein Greifhacken auf seinem Weg zum Level-Ausgang.

Das Game Design erinnert damit entfernt an Portal. Wir erkunden, knobeln, probieren aus und werden dabei mit dem Charme des Absurden bei Laune gehalten.

Was geht´s mich an?  

„Tiny & Big: Grandpa´s Leftovers“ ist fordernder Denksport und kreative Zerstörung zugleich. Das Spielprinzip ist so selberklärend wie unterhaltsam und der spezielle Grafikstil hebt den kurzweiligen 3D-Puzzler von anderen Titeln ab.

Besonders interessant ist der Entstehungszusammenhang des Soundtracks. Die Black Pants Games Studios haben nämlich einfach ihre Lieblings-Indie-Musiker angeschrieben und ihnen einen kuscheligen Platz im Spiel angeboten. Im Verlauf von Tinys Abenteuer lassen sich deren Tracks nach und nach einsammeln. So erhält das Spiel seine Musik und die Musiker eine Plattform. Super, oder?

Wann kommt´s und was soll´s kosten?

Bald. Ein genauer Termin steht zwar noch nicht fest, aber „Tiny & Big: Grandpa´s Leftovers“ soll noch im Frühjahr via Steam erscheinen. Für knapp 15 Euro.

Und die Wertung?

Keine Ahnung! Entscheidet selbst, ob euch das Spiel gefällt oder nicht. Wir finden es jedenfalls gut. Aber wie gesagt – nicht weitersagen und am besten auch in Zukunft keine Indie-Artikel mehr lesen.

 

 

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