The Dark Knight Rises Comic Special: Unser Warm Up zum Filmstart

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The Dark Knight Rises Comic Special: Unser Warm Up zum Filmstart

Holy Hype, Batman! Es ist soweit – der „The Dark Knight Rises“ Kinostart steht schon in einer Woche an. Erste US-Kritiken sind positiv bis euphorisch ausgefallen. Offenbar können Christopher Nolan und seine Cast die hohen Erwartungen ein weiteres Mal erfüllen. Für alle, die sich darüber genauso freuen wie ich, gibt es hier das beste Mittel gegen die Wartezeit: Der „Dark Knight Rises“-Comic-Buch Lehrgang. Drückt die beste Schulbank der Welt und bekommt Antworten auf die wirklich wichtigen Fragen im Leben: Auf welchen Comic-Runs basieren Nolans Filme, welche Rolle spielt Bösewicht Bane und was ist eigentlich mit Robin?  GIGA POW! steht dieses Mal also ganz im Zeichen der Fledermaus.

Christopher Nolan stehen Unmengen an Material zu Verfügung. Seit die Fledermaus im Jahr 1939 von Bob Kane und Bill Finger zum ersten Mal auf die Unterwelt losgelassen wurde, hat der dunkle Ritter zahlreiche Neuinterpretationen erfahren. Bei der Auswahl aus diesem gewaltigen Fundus bewies Nolan dabei ein goldenes Händchen.

 

Batman Beginns – Frank Miller und das erste Jahr

Die Vision des Ausnahmeregisseurs ist düsterer, menschlicher, ganz fokussiert auf den Schrecken, den Bruce Wayne mit seiner furchteinflößenden Schöpfung unter Verbrechern verbreitet. Was Nolan in der Comicwelt für seine Auslegung der Figur suchte, das fand er vor allem bei Frank Miller. „Batman Beginns“ war in weiten Teilen von Millers „“ und „“ informiert. Miller ließ den moralisch integeren Helden Batman abdanken und erweckte den getriebenen, psychisch labilen Selbstjustiz-Fanatiker Bruce Wayne zum Leben.

Geschrieben vor dem Hintergrund des wirtschaftlich zerrissenen Reagan-Amerikas, entwarf Miller das Bild einer Stadt am Abgrund. Gotham war Sündenpfuhl, durchsetzt von Korruption und Gewalt, getränkt im Blut der Unschuldigen. Während Nolans Filmsprache nach eigener Aussage von Klassikern wie „Lawrence von Arabien“, „Der Mann, der König sein wollte“ oder „Heat“ beeinflusst wurde, liegt der Schlüssel zur inhaltlichen Ausrichtung der Figuren ganz klar in Millers Werk. So könnte Nolans Darstellung des Commissioner Gordon zum Beispiel kaum näher an der Comicvorlage sein.

The Dark Knight – Alan Moore und sein tödlicher Witz

Nachdem „Batman Begins“ den finsteren Grundton für die Trilogie gelegt hatte, wandten sich Nolan und sein Drehbuchautor David S. Goyer  für „The Dark Knight“ einem weiteren Meister des Comicgenres zu: Alan Moore, seines Zeichens Schöpfer von „Watchmen“, „V for Vendetta“, „From Hell“ und vielen weiteren Meilensteinen der sequenziellen Kunst, muss als eine weitere, wichtige Inspirationsquelle für Nolans Batman genannt werden.

Auch Moore hatte sich Ende der 80er mit „“ auf die denkbar radikalste Weise an der Fledermaus vergriffen. Er stellte Batman seine wahre Nemesis vor: den Joker. Als krimineller Clown trieb sich dieser in Gotham ja schon lange herum. Moore machte aus ihm aber sehr viel mehr.

Er gab ihm eine tragische Geschichte und dazu das Quäntchen Unberechenbarkeit, den unbedingten Willen zum Wahnsinn, der sich als die mächtigste Waffe gegen den dunklen Ritter erweisen sollte. Moore verwickelte die beiden Antagonisten in „The Killing Joke“ zudem  in einen epischen Konflikt, der jenem aus „The Dark Knight“ in gewisser Weise ähnelt. Der Joker will  Commissioner Gordon in den Wahnsinn treiben, Batman versucht dies mit aller Macht zu verhindern und droht dabei selbstgezogene Grenzen zu überschreiten. Wer den Geisteszustand von Commissioner Gordon jetzt durch die „Seele Gothams“ austauscht, ist schon beim Grundmotiv des Kinomeisterwerkes “The Dark Knight” angelangt.

Beim Dreh war „The Killing Joke“ die Bettlektüre von Heath Ledger und gilt neben „Batman: The Long Halloween“ (maßgeblich für das Verhältnis zwischen Gordon, Batman und Harvey Dent) als bedeutender Einfluss für den Kinofilm.

The Dark Knight Rises – Der Fall des schwarzen Ritters

Womit wir auch schon bei „The Dark Knight Rises“ wären. Die Geschichte von Bane, dem Mann, der Batman brach, hatte ich bereits im letzten Jahr beleuchtet. Sie stammt aus „“ (bzw. „Batman: Knightquest“ und „Knightsend“). Einem Comic-Run, der anlässlich des Films vom DC Verlag nun neuaufgelegt wurde.  Trailer und Interviews zu „The Dark Knight Rises“ legen nahe, dass sich die Nolan Crew erneut sehr stark von der Comic-Vorlage beeinflussen ließ.

Drei Motive aus dem Knightfall-Run könnten uns nächste Woche im Kino begegnen: Bane kennt Batmans wahre Identität. Er befreit alle Gefangenen des Arkham Asylums, um Batman in seiner Höhle eine Falle zu stellen, und ihn dort dann zum Krüppel zu schlagen. Sowie Drittens: (Achtung! Möglicher Major Spoiler) Batman, nun gefesselt an den Rollstuhl, gibt in seiner Not Cape und Erbe weiter. In „Knightfall“ streift sich nämlich ein gewisser Jean Paul Valley, genannt Azrael, den Fledermaus-Anzug über.

Wird John Blake, in “The Dark Knight Rises“ gespielt von Joseph Gordon-Levitt, diese Rolle übernehmen? Momentan tippt das Netz bei John Blake noch auf Nolans Version von Robin – ich traue Nolan und Goyer aber durchaus zu, dass sie aus ihm einen zweiten Batman machen, der entweder die Fackel weiterträgt oder sich daran verbrennt.

Neben dem Storybogen von „Knightfall“ dürfte auch „“ beim großen Finale geholfen haben. Hier wird Gotham City von einem schweren Erdbeben erschüttert und von Regierung im Folgenden komplett abgeriegelt. Die Bürger Gothams sind vom Rest der Welt abgeschnitten und sehen sich der Willkür der Kriminellen ausgeliefert. Das passt prima zu dem von Bane initiierten Massenausbruch und bietet Nolan die Art von Eskalation, die er schon in „The Dark Knight“ etablierte.

 

Der Rest ist hochspekulativ. Für Nolans Interpretation von Catwoman wird derzeit ““ als heißer Kandidat gehandelt. Hier legt sich die nachtaktive Anti-Heldin mit der Mafia an und wird als eiskalte Meisterdiebin portraitiert. Auch “” wird aufgrund der dort erzählten Verbindung zwischen Bane und Ra’s al Ghul (der Bösewicht „Batman Beginns“) als ein weiterer Kandidat für eine Adaption gehandelt. Gleiches gilt für Grant Morrisions „Batman, Incorporated season 2“, da Talia al Ghul möglicherweise im Kinofilm einen Auftritt bestreiten wird.

Das war´s auch schon. Wer sich die hier vorgestellten Comics bis zur Premiere am Donnerstag alle reinpfeipft, der darf sich danach zweifellos als Batman-Experte bezeichnen. Viel Spaß dabei!

 

 

 

 

 

Weitere Themen: The Dark Knight Rises , Batman Arkham City, Batman Arkham City Demo


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