Game Trips – Die besten Drogen aus Videospielen

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Letze Woche war Weltdrogentag. Da wir hier bei GIGA verantwortungsvoll mit unserer Gesundheit umgehen, wollen auch wir einen kleinen Aufklärungsbeitrag zum Thema Drogen beisteuern. Schließlich darf man im virtuellen Nirwana so ziemlich alles ausleben, was im Real Life den Führerschein oder das Leben kostet. Ein Vorteil, der unser Lieblingsmedium im Laufe seiner Geschichte zu einem sehr sorglosen und kreativen Umgang mit Drogen verleitete.  Uns interessieren dabei aber weniger die koksenden, kiffenden oder spritzenden Figuren, die uns mittlerweile regelmäßig unterkommen, sondern alles, was es im echten Leben nicht gibt. Hier sind die besten fiktiven Drogen, die jemals in einem Videospiel vorkamen. Zu Risiken und Nebenwirkungen befragen sie ihren Games-Redakteur oder Retailer.

Game Trips – Die besten Drogen aus Videospielen

 Punga Samen (Die „Fallout“-Serie)

 

»Ich hasse die Realität, doch sie ist der einzige Ort, an dem es ein gutes Steak gibt«. Wo Woody Allen Recht hat, hat er Recht – doch in der postapokalyptischen Welt der „Fallout“-Reihe gibt es nicht mal mehr ein gutes Steak. Höchstens mal ein paar verstrahlte Brahmin-Hoden. Kein Wunder also, dass der Großteil der Bevölkerung mit zahlreichen psychotropen Substanzen dieser Realität entflieht. Jet, Buffout, Rocket oder Slasher – das Fallout-Universum hat einiges zum Thema Spiele-Drogen beigetragen. Am besten haben uns aber die Punga Samen gefallen. Deren Wirkung hätte nämlich auch einen Hunter S. Thompson beindruckt.

Cardamine („Freelancer“)

Ok, dieses Zeug ist einfach nur furchtbar. Entdeckt haben es ein paar Weltraum-Kolonisten, die auf dem abgelegen Planeten Malta einen kurzen Zwischenstopp einlegten. Das überall wuchernde orangene Gras wurde von ihnen zwar zur Kenntnis genommen, leider aber für unbedeutend befunden. Die Kolonisten zogen weiter. Dann setzten die Entzugserscheinungen ein.

Cardamine verändert das genetische Erbgut und macht jeden, der diesem Zeug einmal ausgesetzt war für immer abhängig. Mit Hilfe einer improvisierten Synthetisierung des pflanzlichen Stoffes, konnte man den armen Teufeln zwar helfen, leider tauchte Cardamine wenig später auch auf dem Schwarzmarkt auf und wurde schnell zur wichtigsten Droge im „Freelancer“ Universum. Kein Wunder, freuen sich die Cardamine-Junkies doch nicht nur über eine verbesserte Leistungsfähigkeit, sondern auch über eine gesteigerte Lebenserwartung. Bis zu 150 Jahre kann man durch die Einnahme von Cardamine werden. Besonders beliebt unter Piloten.

 

Pilze („Super Mario Bros.“-Serie)

Ökologisch abbaubar, frei von Chemikalien und für alle, die wissen, wo man suchen muss auch noch kostenlos. Es gibt viele gute Argumente für Pilze. Wahrscheinlich tauchen sie deshalb auch so früh in der Videospiel-Geschichte auf. Mario höchstpersönlich zeichnet sich für die Ersteinnahme dieser naturnahen Droge verantwortlich. Ob das Pilzkönigreich, in dem Mario unterwegs ist, auch ohne Fungi im Blut so durchgeknallt wäre, bleibt bis heute unbeantwortet. Fest steht aber, dass Nintendos psychoaktives Power-Up Mario ganz neue Perspektiven eröffnet. Ein Klassiker.


Sumpfkraut (“Gothic“-Serie)

Wenn es um Drogen geht, wird ein Aspekt von uns gerne mal übersehen: die Beschaffungskriminalität. Laut renommierten Drogenexperten stellen Straftaten, die von Drogenabhängigen und organsierten Kriminellen begangen werden, um an illegale Substanzen zu kommen, ein gewaltiges gesellschaftliches Problem dar. Auch in der virtuellen Welt tritt dieses Begleitphänomen des Drogenkonsums immer wieder auf. Wir haben in illegalen Beschaffungsforen recherchiert, um euch dieses erschreckende Dokument präsentieren zu können:

 

» Hi! Ich bin jetzt ein Level 7 Miliz und muss einen Quest ausführen den ich von Andre bekommen hab. Jetzt bin ich schon soweit in diesem Quest das ich einen Händler finden soll der das Sumpfgrass verkauft…(das Packet mit dem Gras hab ich im Lagerhaus vorher gefunden) Ich habe daraufhin mit Mortis gesprochen und er meinte ich solle mich mal in der Hafenkneipe und im Bordell umschauen.Allerdings ohne mein Milizklamotten. So ich hab jetzt mit allen gesprochen auch mit diesem Kiffer der immer an der Hafenstraße steht und den ganzen Tag raucht. Die Bordellbesitzer sagt mir auch nix, vom Türsteher des Bordells lässt sich nur ein “verpiss dich” entlocken und damit hat sich es. Doch keiner sagt mir wer der Händler ist. Selbst der Wirt der Hafenkneipe kann mir keine Tipps mher geben…Sagt mit bitte einer was ich noch machen soll. Ich bekomme von Andre keine Quests mehr bevor ich diesen Händler net gefunden habe…. «

 

Triptokain („Heavy Rain“)

Der Fortschritt hat seinen Preis. Im Fall von „Heavy Rain“ heißt er Triptokain. FBI-Agent Norman Jayden muss ihn zahlen, um das ARI-System, ein experimentelles Virtual-Reality-System, effektiv nutzen zu können. Die Liste der „Tripto“-Nebeneffekte ist lang, sehr lang. Verschwommene Sicht, Nasenbluten, kalter Schweiß, Übelkeit, Kurzatmigkeit, zitternde Hände, blasse Haut Aggressionsschübe und Tod. Wer würde sich so etwas bitte überhaupt rein pfeifen? Aber egal, die Droge dient den Entwicklern von „Heavy Rain“ in erster Linie als narratives Alibi, um uns Spieler auf einen echten Horrortrip zu schicken.

Blauer Zaubertrank („Zelda“-Serie)

Der ultimative Zaubertrank. Das zuckersüße Prachtstück macht müde Helden wieder munter, ohne den Konsumenten mit körperlichen und psychischen Risiken zu belasten. Weder Missbrauch noch Abhängigkeit lassen Link an dieser Wunderdroge zweifeln. Einzig das aufwendige Herstellungsverfahren steht der Auszeichnung als beste Videospiel-Droge aller Zeiten im Weg. Um den blauen Zaubertrank herstellen zu können, muss nämlich zuerst ein schleimbeuteliger ChuChu umgehauen werden. Der hinterlässt dann eine zähe, klebrige Substanz. Aus dieser Monster-Gelatine destilliert Link sich dann den seltenen blauen Zaubertrank.

 

Nova-Keto-Thyrazine – auch Nectar genannt (“Haze“)

Der „Haze“-Held Shane Carpenter sagt NEIN zu Drogen. Besser is, denn die Kampfdroge Nova-Keto-Thyrazine ist ganz übles Zeug. Entwickelt und eingesetzt wird das „Nahrungsergänzungsmittel“ (yeah, right) von einem skrupellosen Konzern, der seine private Sicherheitsarmee damit zu optimieren gedenkt. Das starke Halluzinogen sorgt nicht nur für verbesserte Reflexe und eine längere Ausdauer, es verwandelt das Grauen des Krieges zudem in eine bunte Kuschelwelt, in der die Gefahren gemildert und Schmerzen abgestellt werden. Dass der narkotische Nektar auch in den Wahnsinn treiben kann, steht allerdings nicht auf dem Beipackzettel. Ein Skandal!

Moon Sugar (“The Elder Scrolls“-Reihe)

Diese hochgradig suchterregende Droge wird vornehmlich von den katzenartigen Khajiit vertrieben und stammt aus dem Tenmar Wald. Dass der Gebrauch dieser Droge zu euphorisierten Zuständen und Selbstüberschätzung führen kann, belegt dieses Video. An sich ist die „Elder Scrolls“-Droge aber nichts Besonderes und in dieser Liste nur vertreten, weil sie den mit Abstand besten Namen hat.

 

Valkyr (“Max Payne”)

Wenn selbst das Militär, das doch normalerweise mit brandgefährlichen Virenexperimenten nur so um sich wirft, die Produktion einer Droge einstellt, dann sollte man wohl die Finger davon lassen. Nicole Horne, Chef des Pharmaunternehmens Aesir, hatte jedoch andere Pläne und warf die Droge Valkyr auf den Schwarzmarkt. Das Ergebnis: Tausende, unter Hallizunationen leidende, Junkies, deren Opfer unter anderem Max Paynes Familie wird. Als Horne dem abgehalfterten Cop eine Dosis Valkyr injiziert, leidet der prompt unter Hallizunationen – und denkt, er wäre nur die Figur eines Computerspiels. Crazy!


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