Unterschwellige Werbung - Viral-Marketing für Games

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(Pille) Wenn der Hersteller eines beliebigen Produktes, selbiges möglichst gewinnbringend unter das Volk bringen möchte, stellt sich am Ende des Produktionsprozesses zwangsläufig die Frage, mit welcher Werbestrategie er das am Besten bewerkstelligt. Ob große Kampagnen in Print-Magazinen und im Fernsehen oder riesige Plakate, die auf Häuserfassaden geklebt werden, es gibt zahlreiche Möglichkeiten potenzielle Käufer auf eine neue Getränkemarke, Autos oder eben Videospiele aufmerksam zu machen.

Unterschwellige Werbung - Viral-Marketing für Games

Eine Marketingmethode, die sich vor allem in der Kreativbranche rund um Film, Fernsehen und Games großer Beliebtheit erfreut, ist die Werbeform des “Viral-Marketings”. Virales Marketing ist eine Form der Werbung, die in erster Linie über Mundpropaganda funktioniert. Zuerst wird unter Zuhilfenahme von sozialen Netzwerken, Internetseiten oder dem Fernsehen auf eine bestimmte Marke oder Kampagne aufmerksam gemacht. Im Unterschied zur üblichen Werbung geschieht dies allerdings sehr subtil. Oft wird nicht einmal der Name des beworbenen Produktes benannt. Dies hat zur Folge, dass bei dem potenziellen Kunden die Neugier geweckt wird, zu erfahren, was hinter der beworbenen Kampagne steckt. Dann wird darauf vertraut, dass beim Zuschauer oder Leser ein so starker Eindruck hinterlassen wird, dass er sich mit möglichst vielen Personen aus seinem Umfeld darüber austauscht.

Ein Beispiel für virales Marketing waren die “Fahndungsplakate” von “Nico Bellic” aus “Grand Theft Auto 4″, die vor dem Release des Spieles in der US-amerikanischen Ostküstenmetropole New York City aufgehängt wurden. Die “Wanted: Dead or Alive”-Poster sorgten bei den meisten Nichtspielern wahrscheinlich eher für Verwirrung, gleichzeitig aber auch für reichlich Gesprächsstoff.

Auch die Produzenten der Fernsehserie “Lost” lieferten zum Ende der zweiten Staffel ein Paradebeispiel von viralem Marketing. Mit “The Lost Experience” starteten die Macher der Top-Serie ein sogenanntes “Alternate Reality Game”, in dem die Mitspieler mithilfe versteckter Botschaften in Werbespots und dem Quelltext von Internetseiten mehr über die Hintergrundgeschichte der Serie erfahren konnten.

In den verganenen Jahren scheint Viral-Marketing nach und nach immer beliebter geworden zu sein. Immer mehr Spielepublisher setzten auf die Werbeform, die aufgrund ihres Verbreitungsweges auch liebevoll “Virus-Marketing” genannt wird. Wie sinnvoll diese Art der Werbung tatsächlich ist und auf welche abstrusen Ideen einige Publisher zum Zwecke der Bekanntmachung ihrer Games schon gekommen sind, darüber sprechen wir heute abend in “GIGA – The Show”.

Als Experten dazu haben wir um 20:00 Uhr Bernhard Longin, Präsident und Gründer der dot-gruppe, einer Werbefirma, die sich auf Viral-Marketing spezialisiert hat.

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