Spiele online Kaufen - Sind Downloadplattformen die Zukunft?

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(Pille) Gerade erst gestern ging das Gerücht um, dass Konzernriese Google Interesse daran hätte, den Spieleentwickler Valve zu kaufen. Auch wenn sich dieses Gerücht als Falschmeldung herausstellte, so wäre eine
Übernahme Valves, für einen anderen Konzern äußerst attraktiv.

Spiele online Kaufen - Sind Downloadplattformen die Zukunft?

Der Spieleentwickler, der unter anderem für die Half-Life-Reihe verantwortlich ist, hat auch die berühmte Online-Vertriebsplattform Steam entwickelt. Die Plattform wurde am 12. September 2003, wenige Monate vor dem Release von “Half Life 2″ veröffentlicht.

Der Vorteil, der sich daraus ergibt, besteht aus einer einheitlichen Plattform, über die der Vertrieb und der Support der Spiele geregelt wird. Auch die Bildung einer Spielergemeinschaft soll durch die einheitliche Plattform gefördert werden. Das Wort “einheitlich” ist allerdings mit Vorsicht zu genießen, denn längst nicht alle Hersteller bieten ihre Spiele über Steam an.

Generell scheint der Vertrieb über Onlineplattformen zu boomen. Inzwischen haben sich viele namenhafte ersteller wie Activision und Ubisoft dazu entschieden, ihre Spiele auch über Steam zu Vertreiben. Der Vertrieb funktioniert, indem der Käufer die Softwarelizenz des gewünschten Titels erwirbt und dann die Programmdaten des Games herunterlädt.

Die Vorteile für den Publisher liegen klar auf der Hand. Durch Onlineaktivierung der Titel minimiert man das Risiko von illegalen Kopien. Außerdem vermeidet man Kosten für Verpackungen und Transport.

Aber was hat der User von der neuen art des Spielevertriebs, außer, dass er sich den Weg zum Kaufhaus spart? Sicher ist das Thema Bequemlichkeit ein wichtiger Faktor beim Onlinekauf von Spielen. Sobald man Lust auf ein neues Game bekommt, reicht es aus den PC anzuwerfen und auf den Downloadbutton zu klicken. Zudem besteht bei vielen die Hoffnung, dass man langfristig weniger für die Spiele ausgeben müssen wird, da sich die Verringerung der Vertriebskosten auf den Endpreis auswirken könnte.

Viele Spieler stören sich allerdings auch an dem neuen Vertriebssystem. Valve musste sich aufgrund der zwingend notwendigen Onlineaktivierung von “Half Life 2″ viel Kritik gefallen lassen. Da der Spieleentwickler es versäumte den Kunden beim Kauf darauf aufmerksam zu machen, wurde er vom deutschen Verbraucherschutz abgemahnt und unterzeichnete eine Unterlassungserklärung. Seitdem müssen alle Spiele, die eine Onlineaktivierung erfordern, einen entsprechenden Hinweis auf der Verpackung haben.

Zudem stören sich viele Spieler an der fehlenden Verpackung, die ein Spieledownload mit sich bringt. Etliche Zocker legen Wert darauf, eine Verpackung zu ihrem Spiel in den Händen zu halten. Da der Trend zu minimalistischen” Packungen, die aus einer kleinen Plastikbox mit Epilepsiewarnung und einem Drei-Seiten-Handbuch bestehen weitervoranschreitet, wird dieser Faktor in Zukunft wohl an Bedeutung verlieren.

Dem Thema “Onlineplattformen – Vertrieb von Spielen über das Internet” widmen wir uns heute abend in GIGA The Show. Als Gast haben wir dazu Heiko Klinge, Leitender Redakteur Gamestar, im Telefoninterview.

Wie Sieht es bei euch aus? Nutzt ihr gerne Downloadplattformen um euch eure Spiele zu kaufen oder bevorzugt
ihr den traditionellen Weg über den Einzelhandel?

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