Half-Life 2: Hacker Gembe entschuldigt sich bei Valve

Tino Neumann

Monate vor dem Release stahl der deutsche Hacker Axel Gembe im Jahre 2003 den Sourcecode zum Spiel Half-Life 2.

Kurz darauf fand sich das Game in diversen Tauschbörsen wieder und der Entwickler Valve musste den geplanten Release-Termin um zwölf Monate verschieben. Darüber hinaus entstand ein Schaden von 250 Millionen US-Dollar.

Acht Jahre später entschuldigt sich der Hacker in einem Interview mit eurogamer.net bei Valve. Er war damals erst 20 Jahre alt und habe sich so auf das Spiel gefreut, dass es zur Besessenheit wurde. Mit einem extra für diesen Zweck angefertigten Trojaner hackte Gembe damals Valve‘s Netzwerk und drang bis zum Allerheiligsten vor –  dem fertigen Half-Life 2.

Gembe sprach in dem Interview auch Valve-Chef Gabe Newell an und erklärte, dass er den Vorfall rückgängig machen würde und in Zukunft alle Spiele von seinem „Lieblingsentwickler“ Valve legal kaufen wird.

Der Hacker gestand seine Tat damals in einer E-Mail an Newell. Dieser lockte ihn daraufhin in eine Falle und die deutsche Polizei konnte Gembe festnehmen. Da er sich kooperativ zeigte und sonst unbescholten war, kam er mit zwei Jahren Bewährung davon.

Falls auch Valve-Boss Gabe Newell vom Interview hört, dürfte dieser wohl übel aufstoßen, denn momentan arbeitet das Entwicklerstudio an Half-Life 2: Episode 3 und ist sicher nicht an einem Déjà-vu-Erlebnis interessiert.

Quelle: eurogamer.net

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