NostalGIGA - Folge 6: Half Life

Tobias Heidemann
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Nachdem David zuletzt in den tiefsten Tiefen der 80er Jahre den Ultimate Warrior auf die Bretter geschickt hat, verbringen wir in der 6. Folge von NostalGIGA einen ganz normalen Arbeitstag mit einem wortkargen Nachwuchswissenschaftler namens Dr. Gordon Freeman. Lukas Kirsch, der glückliche Gewinner unseres Facebook-Gewinnspiels, hat sich nämlich kein geringes Spiel als "Half Life" für seinen persönlichen Trip in die Spiele-Vergangenheit gewünscht.

NostalGIGA - Folge 6: Half Life

Wie ging es los?

Mit dem Weg zur Arbeit. Klingt erst einmal nicht so spannend – gehört aber zu den wohl bekanntesten Szenen in der Videospielgeschichte. Entwickler Valve leitete im Oktober 1998 mit der berühmten Mono-Rail-Tour eine kleine Revolution im Shooter-Genre ein. Wer “Half Life” heute spielt, der wird bei der anfänglichen Fahrt durch den Black Mesa Forschungskomplex vor allem an die vielen großen Momente, die Gefahren und Schicksalsschläge denken müssen, die dem ahnungslosen Physik-Hiwi noch bevorstehen. Mit dem Fehlschlagen eines Experimentes beginnt für Dr. Gordon Freeman eine wahrhaft epische Reise, die den wehrhaften MIT-Absolventen zu einer echten Ikone der digitalen Spielekultur werden ließ.

Gewinnspiel-Gewinner Lukas muss zunächst einmal gestehen, “dass ich Half-Life 1 erst nach Half-Life 2 durchgespielt habe. Ich habe mir damals kurz nach der Veröffentlichung Half-Life 2 gekauft und dieses dann auch relativ zügig durchgespielt. Danach ging es dann mit dem ersten Teil weiter.” Auch wenn Lukas beide Teile nicht wirklich miteinander vergleichen möchte, sind beide Spiele für ihn “einfach das Beste, das jemals auf Videospiel-Ebene entwickelt wurde – Meilensteine.”

Was ich geliebt habe

“Half Life” machte seinerzeit gleich mit einer ganzen Reihe von Genre-Innovationen auf sich aufmerksam. Für Lukas war der Shooter ein ganz besonderes Erlebnis, weil “ich es einfach faszinierend finde, dass dieses Spiel seiner Zeit damals so weit voraus war und ein ganz neues Gefühl für Spiele und Ego-Shooter insbesondere geschaffen hat. Es hatte eine richtig gute und durchdachte Story und eingebaute Sequenzen, die diese vorangetrieben, aber niemals das Spiel irgendwie wirklich abgebremst haben.”


Auch die dichte Atmosphäre und das wegweisende Sound-Design haben es Lukas angetan: “Die Half-Life-Atmosphäre ist einfach einzigartig” und “Half Life war für mich eines der ersten Spiel, bei dem man sich durch den Sound und die Soundeffekte so gefühlt hat, als wäre man tatsächlich in einem Raum.”

Was ich gehasst habe

Lukas findet einfach kein Haar in der Suppe von “Half Life”. Für ihn ist Valves Klassiker fehlerfrei. GIGA mäkelt dann doch noch ein bisschen und stellt mal folgende Unart zur Disposition: Gleichzeitig springen und ducken, um in einen Lüftungsschaft zu gelangen – das ist nicht fordernd, sondern einfach nur nervig. Und dann gab es da noch den Planeten Xen, der nicht ohne Grund keinen Platz im Nachfolger fand.


FunFact

Lukas hat “Half-Life” so gut wie immer nur am späten Abend oder nachts gespielt. “Nur der Monitor und ansonsten ein komplett dunkles Zimmer und dann das Headset auf volle Lautstärke – DAS ist für mich das Half-Life-Feeling pur und der reinste Gaming-Genuss! Und manchmal hat das einen schon ziemlich mitgenommen… ich denke da jetzt beispielsweise nur mal an Ravenholm aus Half-Life 2. Man, das war richtig übel.”

Das Erbe

Den Nachfolger hat Lukas ja schon genannt und auch der ist über jeden Zweifel erhaben. Abgesehen davon hat “Half-Life” aber auch der gesammelten Konkurrenz gezeigt, wie Story in einem Shooter geht – ohne Zwischensequenzen nämlich. Die Tricks, die damals von Valve zum ersten Mal eingesetzt wurden, um das packende “Half-Life” zu ermöglichen, gehören heute zum Standard-Repertoire eines jeden Shooter-Entwicklers.

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