Vier Dinge, die ihr über Halo 4 wissen solltet

Die “Halo“-Spiele sind ein zweischneidiges Schwert für mich. Einerseits würde das riesige “Halo”-Universum ohne sie nicht existieren, andererseits hat es Bungie in seinen Spielen nie geschafft, die immense Tragweite dieses Universums  rüberzubringen. Fans, die an den Charakteren, den Hintergründen und der Geschichte interessiert waren, mussten zwangsläufig zu den Büchern greifen. Das wollten die 343 Studios mit Halo 4 ändern – und sie haben es tatsächlich geschafft, wie auch Tobi in seinem Halo 4-Test bestätigt. Tatsächlich baut die Story jedoch größtenteils auf Charaktere und Geschichten aus Greg Bears und Karen Traviss‘ auf. Hier sind vier Dinge, die ihr über das “Halo”-Universum wissen solltet, bevor ihr “Halo 4″ startet.

Vier Dinge, die ihr über Halo 4 wissen solltet

1) „Wer sind denn nochmal die Blutsväter?“

Genau diese Frage habe ich mehr als einmal von den Kollegen gehört. Die Blutsväter spielten in der alten Trilogie nur eine kleine Rolle – sie waren es, die einst die Halos bauten und abfeuerten, um die Flood zu zerstören. Auch die Blutsväter selbst wurden dadurch ausgelöscht und nur ihre Technologie blieb übrig. Darauf basierend schlossen sich die verschiedensten Alien-Rassen zur Allianz zusammen und beteten die Blutsväter als Götter an. Sämtliche Blutsväter-Technologie war heilig für sie und der einzige Weg, die Blutsväter wieder zurückzubringen, sei, die Halos abzufeuern und damit „die große Reise“ zu starten.

Kaum etwas hätte weiter von der Wahrheit entfernt sein können. Die Blutsväter (oder wie sie im Original genannt werden: Forerunner) waren den Menschen sehr ähnlich und litten mit Bürgerkriegen und anderen Konflikten unter den gleichen Problemen, wie jede andere Spezies auch. Sie waren eingeteilt in verschiedene Kasten – die Wichtigsten waren die Erbauer, die Lebensforscher und schließlich die Krieger-Diener, die lange Zeit am Ende der Hackordnung standen. Mit dem Meister-Erbauer, der Bibliothekarin und dem Didaktiker hatte jede dieser Kasten einen Führer, der grundlegend verschiedene Vorstellungen davon hatte, wie sie mit der Flood umgehen sollten. Schlussendlich setzte sich die Bibliothekarin durch und erwirkte den Abschuss der Halos – nicht aber ohne die frühen Menschen in Sicherheit zu bringen und deren Überleben zu sichern.

2) Die Allianz ist Geschichte

Die Allianz, wie wir sie aus der Ursprungs-Trilogie kennen, gibt es nicht mehr. Einige Rassen arbeiten noch immer zusammen. Dies beschränkt sich jedoch meist auf den gegenseitigen Handel. Thel ‘Vadam, der Gebieter aus Teil zwei und drei, hat die Führung der Überreste der Allianz übernommen und will Frieden mit den Menschen schließen. Nicht jeder stimmt damit überein: Noch immer gibt es viele, die an die Göttlichkeit der Blutsväter glauben und die Menschheit deshalb ausgelöscht wissen wollen. Deshalb kommt es zwischen “Halo 3” und “Halo 4″ zu einem Bürgerkrieg, an dem der Menschheits-Geheimdienst ONI zudem nicht ganz unbeteiligt ist. Er möchte nämlich bewirken, dass sich beide Seiten gegenseitig aufreiben, damit sie die Aliens schlussendlich komplett ausradieren können – ungeachtet dessen, dass es eigentlich einen Friedensvertrag gibt.

Es entsteht schließlich eine mächtige Splitterfraktion der Allianz, die sich auf die Suche nach Blutsväter-Artefakten begibt, um mit deren Hilfe die Menschheit erneut angreifen zu können. Auf dieser Suche stoßen sie schließlich auf die Blutsväter-Schildwelt Requiem.

3. Der Master Chief ist nicht der letzte Spartan

Zwar gibt es mit Naomi, Linda, Kelly und Fred nur noch eine Handvoll Soldaten der Spartan II-Generation, zu denen auch der Master Chief gehört, jedoch ist die menschliche Militärorganisation UNSC in all den Jahren nicht untätig geblieben. Die Spartan III-Soldaten waren der zweiten Generation in allen Belangen unterlegen, kosteten der UNSC jedoch auch nicht so viel. Mit Tom und Lucy gibt es nur noch zwei Überlebende. Im Mehrspielermodus von “Halo 4″ spielt ihr nun einen Spartan IV. Im Gegensatz zu den vorherigen Programmen wurden nun keine Kinder mehr benutzt. Stattdessen wurden ausschließlich einwilligende Erwachsene operiert, genetisch verändert und trainiert. Der Multiplayer stellt genau dieses Training dar, sind doch alle Maps lediglich Teil eines Holo-Decks an Bord der UNSC Infinity. Durchaus möglich also, dass der Master Chief schon bald das erste Mal seit er auf dem Planeten Reach war, wieder auf seine Kameraden trifft.

4. Die Produzentin von Halo 4 heißt Kiki Wolfkill.

Kiki. Wolfkill. Damit ist alles gesagt.

Das ist noch lange nicht alles, jedoch möchte ich davon absehen, euch “Halo 4″ in irgendeiner Art und Weise zu spoilern. Tatsächlich sind viele Twists des Spiels den Lesern der Bücher schon lange bekannt – diese Überraschungen möchte ich euch hier jedoch nicht nehmen. Solltet ihr jedoch das Gefühl haben, dass hinter all dem Geballer der Spieler noch deutlich mehr zu stecken scheint, solltet ihr unbedingt zu den Büchern greifen. Insbesondere Greg Bears Blutsväter-Trilogie ist bisher hervorragender Lesestoff und wertet “Halo 4″ ungemein auf. Nun aber genug gelesen, packt euer Sturmgewehr ein und schlüpft erneut in die Schuhe von John-117. Es lohnt sich.

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