Halo 5 - Guardians Preview: Der Spartaner ist zurück

Cliff Amador
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Wir waren für euch in London unterwegs und hatten endlich die Gelegenheit, Microsofts Halo 5 – Guardians genauer unter die Lupe zu nehmen. Ob uns gefallen hat, was wir vom 343 Industrie-Shooter für die Xbox One gesehen haben, erfahrt ihr in unserer Vorschau.

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Halo 5 - Guardians - Team Blue

Schaut man sich im Genre der kompetetiven Shooter um, so kommt man an bestimmte Namen einfach nicht vorbei. Zu diesen Videospielen zählen unter anderem Battlefield, Counter Strike und Call of Duty. Abseits vom gewohnten Kriegsszenario gibt es da aber eine Reihe, die neue Maßstäbe in Sachen Präsentation und spielerischer Vielfalt bieten konnte und uns weg vom klassischen Apocalypse Now-Setting hin zu interstellaren Schlachten beförderte.

Die fieberhafte Suche nach dem Master Chief

Selbstverständlich ist hier die Rede von Halo, Microsofts Vorzeige-Shooter Nummer 1, dicht gefolgt vom Bromance-Abenteuer Gears of War. Nun will ich ehrlich zu euch sein: Ich habe noch kein einziges Spiel der Halo-Serie durchgezockt und habe mich deshalb ohne große Erwartungshaltung an den neuen Ableger herangewagt.

Trotz meiner gigantischen Wissenslücke ist mir der Hype um Story und Charaktere nicht entgangen. Ich weiß, wer der Master Chief ist und auch, dass die hübsche Cortana ein Fan-Liebling ist. Und genau hier knüpft Halo 5 – Guardians an. Der allseits beliebte Spartaner konnte im letzten Ableger zwar die Galaxie retten, ringt jetzt jedoch mit den Dämonen dieser stürmischen Zeit.

Ich darf an dieser Stelle nicht zu sehr ins Detail gehen, aber die Entwickler spielen in Halo 5 – Guardians eindeutig mit der Erwartung der Spieler, denn neben der geistigen Verfassung unseres Helden, steht in Frage, ob dieser überhaupt noch zu den Guten gehört. Ihm wird nämlich mehrfacher Mord vorgeworfen, weshalb man Jameson Locke (auch bekannt aus der Live-Action-Serie Halo – Nightfall) mit seinem Fireteam Osiris auf die Suche nach John-117 schickt.

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Halo 5 – Guardians Preview: Schneller, härter und treffsicherer

Aus dieser Prämisse heraus dürfen wir die Handlung sowohl aus der Sicht von Jameson Locke als auch die des Master Chiefs erleben. In der Kampagne von Halo 5 – Guardians verschlägt es mich in meiner Anspiel-Session zunächst in eine Weltraum-Station, wo ich mich als Master Chief mit drei weiteren Kameraden (Kelly, Frederic und Linda) durch feindlich gesinnte Aliens baller.

Dabei fällt sofort das von Fans kritisch beäugelte Smart-Scope-System auf, mit dem ihr nahezu jede Waffe mit einer Art Holo-Visier versehen könnt. Das hilft einem Anfänger wie mir natürlich ungemein beim Zielen, bedeutet aber nicht automatisch, dass jeder Schuss ins Schwarze trifft. Zwar profitiert man von der neuen Funktion vor allem bei automatischen Waffen, weil die Projektile eine dezent größere Sträuung als in den Vorgängern aufweisen, wer aber agil spielen möchte, kann noch immer aus der Hüfte heraus schießen.

Schwieriger wird es da schon beim Ausweichen mit den neuen Schubdüsen. Es hat schon etwas unfassbar Befriedigendes, wenn man im richtigen Moment mit einem Ruck seitlich ausweicht, ebenso frustrierend kann es jedoch sein, wenn man seinen Boost zu früh einsetzt und mehrere Sekunden warten muss, bis der nächste Schub einsatzbereit ist. Gemeinsam mit den anderen kleinen Neuerungen, wie der Möglichkeit Abhänge hinaufzuklettern oder während eines Sprints, Gegner zu tacklen, wird Halo 5 – Guardians zu einem sehr dynamischen Shooter. Einzig das Treffer-Feedback konnte mich noch nicht so richtig überzeugen. Melee-Angriffe wirken zwar hart, bei heftigen Shoot-Outs war ich mir aber nie genau sicher, ob meine Kugeln ihr Ziel erreichen konnten, weil Treffer nie wirklich saftig aussehen.

Stress im Alleingang, Spaß mit Freunden - Solo- VS. Koop-Kampagne: Halo 5 – Guardian in der Vorschau

Nachdem ich die Weltraum-Station mit dem Master Chief erfolgreich in die Luft jagen konnte, ging es auch schon zur nächsten Mission, die mich dieses Mal als Jameson Locke in ein wüstenartiges Gebiet ausgesetzt hat. Hier zeigt sich der Shooter von seiner schönsten Seite. Ich war hinsichtlich der Optik erstmals wirklich baff und nahm mir kurz Zeit einen Blick auf die atemberaubenden Felsschluchten zu werfen, bevor es wieder an den Abzug ging.

An dieser Stelle sei gesagt, dass ich beide Missionen zunächst mit Kollegen im Koop gespielt habe, später dann alleine, weil ich wissen wollte, ob sich dieser Unterschied im Schwierigkeitsgrad bemerkbar macht. Anders als in Destiny, wo ich alleine bestens zurechtkomme und sich das Spiel erst mit Freunden von seiner Arschloch-Seite zeigt, geht Halo 5 – Guardians den umgekehrten Weg. Zumindest in dieser Session gelang es mir nicht einmal auch nur eine Mission im Alleingang zu meistern. Man wird hier wirklich gefordert und muss all seine Fähigkeiten gekonnt einsetzen. Ein wenig Hilfe verschafft hier die neue Kommando-Funktion, mit der ihr per Steuerkreuz simple Befehle an eure KI-Begleitschaft übermitteln könnt.

Bock auf mehr

Auf den ersten Blick, scheint sich Halo 5 – Guardians mit seinen vielen kleinen Änderungen vor allem an alteingesessene Zocker zu richten. Ob das letzten Endes reicht, um aus Halo 5 – Guardians den nächsten Shooter-Hit zu machen, wird sich spätestens bei der Vollversion zeigen. Sicher ist jedenfalls, dass mir die Kampagne mit Freunden überraschend gut gefallen hat und ich in Sachen Halo auf jeden Fall Blut geleckt habe. Weil wir uns an ein strenges Embargo halten müssen, folgt erst in den nächsten Tagen ein ausführlicher Bericht über diverse Online-Modi.

Halo 5 – Guardians erscheint am 27. Oktober exklusiv für die Xbox One.

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