Benommen: Haze

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(Felix) Schon sehr lange warten viele Zocker auf den Ego-Shooter Haze aus dem Hause UbiSoft. Vielleicht etwas zu lange, denn so ist es nur verständlich das die Erwartungen immer höher steigen. Wird das Spiel der Timesplitters-Macher diesen Erwartungen gerecht? Heute erfahrt Ihr es.

Benommen: Haze

Krieg ist doof. Da fließt immer so viel Blut und das Geschrei nervt auch. Doch all das ist jetzt vorbei! Kaufen Sie noch heute Ihre Probepackung Nektar und -schwupps- schon nehmen Sie Urlaub von der Realität! Partöööö!

So oder so ähnlich könnte die Mantel Corporation für neue Söldner werben. Denn mit dem regelmäßig zugespritzten Drogencocktail, wird das Schlimme nicht ganz so schlimm und der Soldat noch effektiver. Gegner leuchten im Dickicht des Dschungels auf und man bewegt und heilt sich schneller. Außerdem schlägt man zu als wäre man Bud Spencer persönlich: Romantisches Lichtausknippsen leicht gemacht. Aber Vorsicht! Wer per Knopfdruck zu viel Nektar spritzt, muss sich mit einem leichten Koller rumschlagen und vor allem damit rechnen, unkontrolliert auf alles und jeden zu ballern. Kollegen inbegriffen.

Diesen Hightechsoldaten stehen natürlich die Rebellen gegenüber. Die kommen auch ohne Drogen ganz gut klar. Und als Held des Spieles werden auch wir beide Seiten kennenlernen, schließlich ist dies dass große Feature in “Haze”.

Grafisch ist das Spiel aber schon mal eine Enttäuschung. Und das schmerzt umso mehr bei einem PS3 Exklusiv-Titel. Die Texturen sind matschig und die Level kommen einem vor als wären sie zum großen Teil einfach schnell zusammengeschustert worden. Lichteffekte sind ebenfalls nichts besonderes. Schade, so sieht das Spiel nicht mal so gut aus wie der Launchtitel “Resistance”.

Die deutsche Synchro ist von der Wahl der Sprecher ganz gut. Leider wirken viele Sätze und Dialoge viel zu hölzern und deshalb auch nicht authentisch. Und leider wurde ordentlich bei der Übersetzung geschludert. Manche Sprüche wurden einfach eins zu eins übersetzt ohne sich dabei Gedanken zu machen, ob sie so in der deutschen Sprache überhaupt funktionieren. Es ist zwar cool wenn in der US-Version ein Soldat “Hell yeah!” schreit weil das einfach eine normale Phrase im englischen darstellt, allerdings kommt ein “Hölle ja!” schon recht deplatziert rüber.

Spielerisch zeigt sich “Haze” auch recht unspektakulär. Die Action ist Standardkost ebenso wie die Inszenierung. Gerade bei dem coolen Ansatz hätte man doch ruhig etwas mehr erwarten können.

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