Schnetzelspaß mit schneller Schneide: Heavenly Sword

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(Pat) Top oder Flop: Sonys exklusives Klingenepos soll den derzeit schleppenden Hardware-Verkäufen der PS3 den entscheidenden Kick verpassen. Wir klopfen die wieselflinke Fantasy-Fechterei ein weiteres Mal auf ihre System-Seller-Qualitäten ab.

Schnetzelspaß mit schneller Schneide: Heavenly Sword

Das PlayStation3-Pendant zu “God of War” steht kurz vor dem Release und ist bin voller Länge endlich auch unseren überidischen Zockerhänden gelandet. Der Spieler findet sich in der Rolle der Amazone Nariko wieder, die nichts als Rachegelüste im Rotschopf hat. Denn der tyrannische Herrscher Botan hat auf der Suche nach einem mächtigen Kriegswerkzeug, dem himmlischen Schwert, Narikos Vater mitsamt Gefolgschaft ins Jenseits befördert. Von Todeswut getrieben, greift die Kriegerin zum himmlischen Schwert, um dem blutrünstigen König ein Ende zu bereiten.

Ninja Theory hat mit Heavenly Sword eine großartige Vision gehabt: die Goddess of War zu erschaffen. Rein optisch ist ihnen das zweifelsohne gelungen, denn nicht nur die Protagonistin ist von knackig-runder Statur, sondern auch die Umgebung ist mit viel Liebe zum Detail, frischen Ideen und vorallem grafisch glanzvoll dargestellt. Besonderer Lob gebührt in dieser Hinsicht den Zwischensequenzen, die sehr häufig wiederkehren und die himmlische Atmosphäre aufrechterhalten. Dazu leisten auch passende asiatische Klänge und eine ordentliche Synchro ihren Beitrag.

Wie schon der Titel verrät, geht es in Heavenly Sword um eine mörderisch scharfe Klinge, die es gegen zahlreiche Fieslinge zu schwingen gilt. Spielmechanisch dreht sich dabei alles um elegante Kombos, zu denen man Nariko durch ausdauerndes Bearbeiten der Viereck- und Rautetaste animieren kann. Beweist man dabei Ausdauer, wird nicht nur der Gesundheitsbalken stetig gefüllt, sondern noch tödlichere Moves möglich gemacht. Durch drücken der X-Taste im richtigen Augenblick kann man schließlich eine Special-Kombo aktivieren. Dabei lassen es die Entwickler an reichlich (Kunst-)Blut nicht mangeln. Sogar die gegnerischen Körper selbst können aufgehoben und zur Beseitigung der Feinde geworfen werden. Dabei beweist die junge Dame eine außerordentliche Kraft, denn per Sixaxis Steuerung können nicht nur Leiber, sondern allerlei andere Gegenstände hunderte Meter weit fliegen. Die Sixaxis Steuerung ist dabei nach ein bisschen Training relativ gut anzuwenden und ein wesentlicher Bestandteil des Gameplays. So müssen oftmals Geschosse auf bestimmte Zielpunkte gelenkt werden, um Sachen zu zerstören, Tore zu öffnen oder einfach nur Gegnerhordern zur Strecke zu bringen.

Die beeindruckenden Grafikkulissen und epische erzählte Story können jedoch leider nicht über Schwächen im Gameplay hinwegtäuschen. So verliert man sich immer wieder in stupides Knöpfe-Dreschen und fühlt sich wenig animiert göttliche Kampfkombos auf den Bildschirm zu zaubern. Grund ist nicht nur das unausgegorene Kampfsystem, sondern auch die oftmals viel zu zähen Widersacher, die selbst nach dem siebten Hieb mit der göttlichen Doppelschneide nicht zu Boden gehen. Sehr gut und in seiner Art einzigartig machen “Heavenly Sword” hingegen die Nahaufnahmen bei richtig ausgeführten Attacken und Blocks, für die sich Hollywood-Größen wie Andy Serkis verantwortlich zeichnen. Dank der bereits erwähnten Zwischensequenzen wird die Geschichte filmreif erzählt und gibt im Großen und Ganzen das bisher glanzvollste Action-Werk für die PS3 ab.

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