Preview - Homefront - Home Is Where The War Is

Leserbeitrag
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Wir schreiben das Jahr 2027. Ganz Amerika ist durch die Nordkoreaner besetzt worden. Ganz Amerika? Nein! Eine von unbeugsamen Patrioten bevölkerte Siedlung hört nicht auf den Besatzern Widerstand zu leisten. Doch, wie kam es dazu?

Kim Jong-Un übernimmt nach dem Tod seines Vaters 2012 das Zepter in Nordkorea. Gleich zu Beginn äußert er seinen Wunsch, die beiden koreanischen Länder zu vereinen. Dies gelingt ihm auch ein Jahr später. Von nun an bricht Chaos aus: Die Benzinpreise steigen drastisch, das Finanzsystem der USA bricht zusammen und außerdem weitet sich das Imperium von Kim Jong-Un weiter aus. Japan schließt sich 2018 an und bald ist ganz Ost-Asien Teil der Koreanischen Republik. Letztendlich beginnt die Invasion gegen die USA, welche mit einem EMP Schlag eingeleitet wird.

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Doch da gibt es ja noch die eingangs erwähnten Widerstandskämpfer.  Ihr tritt in die Rolle von Marine-Pilot Jacobs und als Teil der Truppe müsst auch ihr ordentlich mit anpacken. Die Siedlung lebt nämlich in vollkommener Selbständigkeit –

Windräder sorgen für Strom, die Wasserversorgung wird selbst geregelt und natürlich gibt es auch eine provisorische Schule(muss ja immer sein). Euer Ziel im Spiel wird es sein, einen Öl-Konvoi von Colorado nach San Francisco zu Begleiten, um den dortigen Widerstand beim großen Gegenschlag zu Unterstützen.

Die Entwickler tun einiges, um ein realistisches Spiel zu schaffen. So findet man bei Homefront zahlreiche bekannte Marken wie Hooters auf Werbeschildern wieder, was den Eindruck des ”Krieges im Vorgarten” verstärken soll.

Mit der hilflosen Zivilbevölkerung geht die Besatzungsmacht nicht gerade zimperlich um, doch auch innerhalb des Camps gibt es einige Probleme. Anführer Boone hat sich so den Grundsätzen der Polizei verschrieben und duldet keine zivilen Opfer, Armee-Kumpane Conner hingegen würde alles tun um ein paar der Invasoren in Bedrängnis zu bringen.

Unterstützung bei der Story bekommen die Kaos Studios übrigens von John Millius, Drehbuchautor von Apocalypse Now. Dementsprechend darf man sich wohl  auf eine filmreife Geschichte freuen.  Das Spiel soll sich übrigens nicht lediglich auf das Kämpfen beschränken, vielmehr wird das Leben als Teil der Para-militärischen Kommune in den Mittelpunkt gestellt. Die Kamera soll dabei sehr selten vom Charakter getrennt werden, so wie man es von z.B. Half-Life nennt. Den Valve-Titel geben die Entwickler übrigens unverblümt als Inspiration an.

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Nordkorea in den USA?

Sicherlich scheint das Szenario für uns ein wenig merkwürdig und realitätsfern, doch die jüngsten Ereignisse sollten diesen Eindruck ein wenig korrigieren. Zudem äußerte sich auch ein ehemaliger Mitarbeiter der Central Intelligence Agency zur Story des Shooters. ”Nordkorea hat die fünftgrößte Armee der Welt”, so Tae. Durch eine Übernahme des Nachbarstaates im Süden könne Nordkorea zu neuer wirtschaftlicher Stärke finden. Außerdem: ”Wer hätte 1933 gedacht, dass Adolf Hitler neun Jahre später fast ganz Europa beherrscht?”.

Der Multiplayer Modus

Zwei Jahre vor der endgültigen Okkupation ist der Multiplayer-Modus angesiedelt, ihr kämpft hier also nicht als Untergrundkämpfer mit eher mickrigem Waffenarsenal, sondern könnt euch auf ein gut ausgestattetes Waffenlager verlassen.  Im Mehrspieler Modus können sich bis zu 32 Spieler auf dem Schlachtfeld tummeln. Ähnlich wie beim vorigen Titel der Kaos Studios, Frontlines: Fuel of War, kommen dabei verschiedene Fahrzeuge zum Einsatz, neben gepanzerten Autos können so z.B. auch Drohnen gesteuert werden.

Je nachdem wie ihr auf dem Schlachtfeld abschneidet bekommt ihr Erfahrungspunkte, welche neue Vehikel für euch freischalten. Die sogennanten Battlepoints dienen wiederum dazu während eines Spiels weitere Einsatzfahrzeuge wie Hubschrauber zu verlangen.  Erin Daly, Lead Mutliplayer Designer erhofft sich

dadurch neue strategische Optionen.

”Wenn du einen feindlichen Helikopter siehst, kannst du dich entscheiden:  Möchte ich einen Raketenwerfer kaufen und versuchen, ihn auszuschalten und dadurch neue Battlepoints zu gewinnen oder kaufe ich eine Drohne und versuche Infanterie zu bekämpfen.”

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Homefront hat das Potential, uns ein wenig Abwechslung im Ego-Shooter Genre zu bieten. Man spielt kein Mitglied einer Elitekampfeinheit, man wird nicht einfach auf irgendeine Mission geschickt sondern weiß, wofür man kämpft. Und letztenendes leidet man auch nicht an einer Gehirnwäsche und muss am Ende in einer Unterwasserbasis seinen ärgsten Widersacher ertränken. Wenn die Ideen der Entwickler beim Multiplayer Modus aufgehen, erwartet uns am 11.März einer der Toptitel des kommenden Jahres.

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