L.A. Noire - Einige Ex-Mitarbeiter wollen Team Bondi zerstört sehen

Maurice Urban
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In der Vergangenheit tauchten zahlreiche Berichte über die Arbeitsverhältnisse beim L.A. Noire Entwickler Team Bondi auf. Seien es Überstunden oder die grundsätzliche Atmosphäre im Team – das australische Studio kam nicht gut weg. Jetzt äußert sich einer der Mitarbeiter zu den Vorwürfen.

L.A. Noire - Einige Ex-Mitarbeiter wollen Team Bondi zerstört sehen

Dave Hieronymus gehört zu den ersten, die bei Team Bondi angestellt waren. Derzeit hat er dort die Rolle des Lead Gameplay Programmers inne und arbeitet nun schon seit mehr als 7 Jahren beim Studio aus Sydney. In einem Blogpost bei Gamasutra schildert er seine Sicht auf die Vorwürfe und enthüllt dabei auch einen Brief, den er an die International Game Developers Association geschickt hat.

“Alle Führungskräfte und Mitarbeiter bei Team Bondi wollen unsere Arbeitsvorgänge verbessern, sodass wir noch bessere Spiele in einem vernünftigen Zeitrahmen machen können. Einige Ex-Mitarbeiter, welche das Unternehmen vor Jahren verlassen haben, wollen Team Bondi zerstört sehen. Sie wollen 35 Spieleentwickler ohne eine Job dastehen sehen. Das scheint mir eine eher weniger lobenswerte Motivation zu sein.”

Im Brief an die IDGA spricht Hieronymus unter anderem die Überstunden an, welche seiner Aussage nach überspitzt dargestellt wurden.


Während der ersten Jahre von L.A. Noire haben wir grunsätzlich von 9 bis 6 gearbeitet. Gelegentlich haben wir einige lange Nächte gemacht, wenn wir kurz vor einem Meilenstein standen, aber im Großen und Ganzen war es recht ruhig. Gegen Ende des Projekts arbeitete ich (durchschnittlich) knapp 65 Stunden in der Woche. Ich arbeitete zu keinem Zeitpunkt 100 Stunden in der Woche. Wenn man darüber nachdenkt, dass sind 14 Stunden pro Tag, 7 Tage in der Woche, was sehr viel ist. Ich kann nicht behaupten, dass niemand jemals 100 Stunden in der Woche gearbeitet hat, aber diese Arbeitszeiten wurden nicht gefördert. Hätte jemand in meinem Team so hart gearbeitet, hätte ich tatsächlich mein Bestes getan um ihn zu stoppen.

Ich (und meiner Erfahrung nach auch keiner der anderen Manager) habe niemals etwas von meinem Team erwartet, dass ich nicht vom mir selbst erwartet habe.”

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