Im Kino: Freedom Writers

Leserbeitrag
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(Daniel) In Freedom Writers spielt Hilary Swank, bekannt aus dem Oscar-prämierten Boxer-Epos Million Dollar Baby, eine idealistische Highschool-Lehrerin, die rivalisierende Ghetto-Kids reformiert. Das tönt bekannt? Ist es auch.

Im Kino: Freedom Writers

Lehrer im Ghetto ist auf der Leinwand nichts Neues. Egal ob in “Dangerous Minds” oder “The Principal” mit James Belushi von 1987 – überall latscht der Lehrkörper durch soziale Brennpunkte und versucht zu retten, was von der Gesellschaft zu retten ist.

Das tut auch die perlenkettenbehangene Erscheinung von Erin Gruwell (Hilary Swank), die voller Weltverbesserungsdrang in Long Beach südlich von Los Angeles auf ihre High School-Klasse wartet. Als sich die desillusionierte Truppe im Klassenzimmer eingefunden hat, macht diese unmissverständlich klar, dass sie keine Sekunde auf die propere Lehrerin gewartet hat: “Ich gebe dieser Schlampe eine Woche” ist ziemlich eindeutig.

Da haben die Kids allerdings die Rechnung ohne ihre Lehrerin gemacht: Mit atypischen Lehrmethoden, a la “Dead Poets Society”, erwirbt sie sich nach und nach das Vertrauen der Klasse. Sie zertrümmert das vorherrschende Clan-Denken, baut Rassenvorurteile ab und gibt den Schülern Zuversicht und Selbstvertrauen: Nicht zuletzt dank einem Tagebuch, in dem die ihre Probleme wälzen können.

Das klingt irgendwie alles bekannt – ist es auch. Der Film kommt trotz toller Besetzung und Kamera nicht über die Latte “Bewährtes Mainstream-Kino” und reiht sich somit – mit einem ziemlich coolen Soundtrack – in die Reihe der oben beschriebenen “Lehrer im Ghetto”-Streifen.

Vielleicht sollten sich deutsche Filmemacher einmal aufraffen und samt Kamera in die Rütli-Schule nach Neukölln fahren…

Was haltet Ihr vom Trailer? Seht Ihr Euch den Streifen dennoch an? Schreibt’s in die Comments!

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