Legend of Zelda - "The Shame of Zelda" oder die Geschichte der vergessenen Spiele

Leserbeitrag
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Im Jahr 1988, einige Zeit vor der Einführung des SNES, begann Nintendo gemeinsam mit Sony eine CD-Erweiterung für die kommende Spielkonsole zu entwickeln. Kurz vor der Fertigstellung brach Nintendo die Zusammenarbeit mit Sony jedoch ab. Diese entwickelten das so genannte Project Playstation weiter und brachten es 1994 als Sony Playstation auf den Markt und stürzten Nintendo vom Konsolen-Thron. Doch zurück zu Nintendo.

Diese engagierten Philips als Entwickler des Philips Compact Disk Interactive System – kurz CDi. Dadurch erhielt Philips die Rechte, selbst an Spielen unter Nintendo-Lizenz zu arbeiten. Dabei entstanden 3 (zu Recht) fast vergessene Zelda-Spiele. Zelda-The Wand of Gamelon wurde von Animation Magic & Philips Interactive Media of America entwickelt und erschien 1993.

Dieses Zelda-Spiele enthielt erstmals Zwischensequenzen. Schon die Opening-Sequenz lässt nichts Gutes erahnen. Die Charaktere sind schlecht gezeichnet und noch schlechter animiert, die Handlung ist mehr als dämlich und Prinzessin Zelda wirkt mit ihrem überzogen-dramatischem Verhalten eher lächerlich. Aus diesem Grund wurden dieses Intro sowie die Zwischensequenzen de Nachfolgers Opfer zahlreicher Parodien auf YouTube.

Eine weitere Änderung war der Wechsel der Hauptfigur, der Spieler musste von nun an mit Zelda durch Gamelon streifen, um Link zu retten. Die Levelauswahl erfolgt auf einer Oberwelt-Karte, das Geschehen spielte sich aus der seitlichen Perspektive, etwa wie in The Adventure of Link, ab. Qualitativ erreicht dieses Spiel, wie zu erwarten, nicht den gewohnten Nintendo-Standard. Die Soundeffekte sind zum Teil grauenhaft, die Grafik ist wenig detailliert und lieblos gestaltet, und der eher Zelda-untypische Hack´n´Slay Ansatz funktioniert nicht wirklich. Und habe ich schon erwähnt, dass Zelda´s Schwert schießen kann?

Gemeinsam mit The Wand of Gamelon erschien auch Link-The Faces of Evil. Das Intro ist ähnlich katastrophal gestaltet, der Protagonist ist jedoch wieder Link. Serientypisch hat Ganon Prinzessin Zelda entführt, in ein fernes Land namens Koridai, und Link muss das Buch von Koridai finden, um Ganon wieder einmal zu besiegen. Das Gameplay ähnelt dem von The Wand of Gamelon sehr.

Der dritte Teil der Zelda-CDi-Reihe unterscheidet sich stark von seinen Vorgängern. Die Spielperspektive orientiert sich an den Original-Spielen, denn wie gewohnt betrachtet man Zelda, die wieder als Hauptfigur auftritt, aus der Vogelperspektive. Der Grafikstil hat sich sehr verändert. Das Spiel soll realistischer wirken und ist deshalb sogar mit einem Live-Action-Intro ausgestattet.
Spielziel ist es, sich durch 7 unterirdische Schreine zu kämpfen. Die Oberwelt ist frei begehbar, die Soundeffekte sind nicht mehr Ohrenkrebs erregend und die Steuerung ist im Gegensatz zu den Vorgängern recht passabel. Trotzdem wurde auch dieses Spiel kein Verkaufserfolg, es soll sogar das seltenste aller Zelda-Spiele sein, angeblich existieren nur einige Tausend Kopien.

 

 

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