LEGO Batman 2 Kurzcheck: Heiliger Wahnsinn, Batman, dieses Spiel ist toll

Ist jetzt ja nicht so, als wäre ich voreingenommen, wenn es um LEGO-Spiele geht, aber “LEGO Batman 2 – DC Superheroes” ist das beste Spiel der Welt und kriegt einen Preis und den Oscar und wird Präsident – Ende, nächstes Spiel. Gut, so einfach ist es dann doch nicht (sagen die Chefs), von daher ein wenig ausführlicher: Wer gern spielt, gern seine Neugierde zum Spaziergang ausführt, gern bastelt oder schadenfroh ist, findet bis zum Release von “LEGO Herr der Ringe” keinen besseren Zeitvertreib!

An dieser Stelle jetzt noch einmal die Mechanismen der LEGO-Titel herunter zu rattern, würde auf dieser und eurer Seite des Bildschirms kostbare Zeit kosten, die wir alle nicht haben, dementsprechend sei nur kurz erwähnt: „LEGO Batman 2“ macht exakt das, was die Reihe seit gefühlten 20 Spielen abnudelt: Steinchen bauen, sammeln, prügeln, knobeln und am Ende noch einmal von vorn beginnen, um die vielen versteckten Goodies freizuspielen.

LEGO Batman” hatte als kleine Neuerung gegenüber den Star-Wars-Titeln die Kostüme eingeführt, die Robin und der dunkle Ritter immer wieder wechseln konnten. Der Magnet-Anzug lässt Robin Fassaden erklimmen, der Elektrosuit lädt Batman mit Strom auf. Drei Varianten gibt es für beide Charaktere, die Wechsel-Pads sind überall in den Levels verstreut. Nervig ist, dass man auch im freien Spiel auf die Anzüge angewiesen ist und daher stets nach ihnen suchen muss.

Drei kleine Neuerungen gibt's obendrein. Erstens: Superman ist auch dabei. Nein, eigentlich sogar der komplette DC-Cast. Jeder Held und Bösewicht von Rang und Namen ist an Bord und kann freigespielt werden. Zweitens: Erstmals bezieht sich die Handlung nicht auf eine Filmvorlage, sondern ist selbst erdacht. Spannend ist die nicht wirklich, aber das erwartet auch niemand. Endlich zieht aber wieder auch der Humor etwas an, was vorrangig daran liegt, dass die LEGO-Charaktere endlich auch sprechen können statt lediglich unverständlichen Kram zu nuscheln.

Vor allem profitiert von der befreiten Erzählweise endlich auch das Spiel selbst. Wo in den Vorgängern sämtliche Levels in den Rahmen der Vorlage gezwängt wurden, tobt sich Travellers Tales nun sichtlich aus. Wie aus einer luftigen Verfolgungssequenz plötzlich eine Jagd durch die Innereien eines gigantischen Joker-Roboters wird, muss man erlebt haben. Das Leveldesign gehört in allen 15 Missionen zum Besten, was die Legotitel zu bieten haben.

Bildergalerie LEGO Batman 2: DC Superheroes Screenshots

Drittens: Ganz Gotham City dient dieses Mal als Hub und kann wie in Arkham City nahezu frei erkundet werden. Das Areal ist riesig, überall warten Geheimnisse und Boni. Das motiviert mal wieder wie geschätzte drei „Call of Dutys“ hintereinander und macht trotz des – sagen wir es freundlich – hinlänglich bekannten Prinzips immer noch Spaß. Für Frust sorgen natürlich ebenfalls alte Bekannte.

Die zickige Kamera und absurd-schlechte Kollisionsabfrage nerven besonders bei Kletterpassagen oder Flugeinsätzen mit Superman, der sich im freien Gotham City-Rundflug wie ein Panzer steuert. Wer sämtliche goldenen und roten Spezialsteine, Geheimcharaktere und in Not geratene Zivilisten finden will, ist mindestens 15 Stunden beschäftigt, sieht sich neben der Befriedigung des Entdeckerdrangs aber auch mit einigen Ärgernissen konfrontiert.

Fazit

Es ist wie immer eine einzige Freude. Dieses Klimpern, sobald ich einen blauen LEGO-Stein eingesammelt habe, die Freude, einen neuen Charakter freigespielt zu haben, mit dem ich nun NOCH MEHR Geheimnisse finden kann. Die Faszination der LEGO-Titel hat für mich immer diese unbändige Freude am Spiel ausgemacht. Hier geht es nicht um Kills, nicht um Blut, nicht um Grafik, nicht um Skill – sondern puren, ungezwungenen Spaß.

„LEGO Batman 2“ macht nicht viel mehr als alle Titel davor: Es raffiniert diese Formel, fügt ein bis zwei Ideen hinzu, die im Falle der eigenen Story und der OpenWorld richtig gut zünden, verlässt sich – zum Unmut einiger Kritiker – ansonsten aber auf Bewährtes. Stimmt, das muss man schlucken, gerade auch hinsichtlich der immer gleichen Macken (Kamera und Kollisionsabfrage). Abseits dessen gibt es aber nicht viel, was ich an diesem Spiel zu bemängeln hätte. Bitte Travellers Tales – hört nie auf, Legospiele zu machen!

Wertung: 86%

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Weitere Themen: LEGO Batman 2: DC Super Heroes Demo, Warner Interactive

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