Lego Harry Potter: Die Jahre 5-7 Test - Ein Spiel des Jahres - für David

David Hain
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Ich erwähnte bereits, dass ich die Lego-Spiele liebe, oder? Falls nicht, hier ein kurzer Gefühlsausbruch: “Jahanuahjuajjnähg!!” So oder so ähnlich klingt das, wenn eines der genialen Klötzchengames in der Redaktion ankommt und das Hyperventilieren beginnt: Neue Achievements, neue Levels, neue Figuren zum Freischalten, neue Steinchenrekorde, die es zu brechen gilt – kurz: pure Freude.

Lego Harry Potter: Die Jahre 5-7 Test - Ein Spiel des Jahres - für David

Lego Harry Potter: Die Jahre 1-4 war vor zwei Jahren die Krönung dieser Reihe, die sich – so fair muss man bei aller Fanboy-Leidenschaft bleiben – nie wirklich weiterentwickelt hat. Im Detail gab es immer wieder kleine Vorstöße, die mal erfolgreich (das geniale Hub-System), mal unsinnig waren (der umständliche Editor), aber eigentlich galt bisher die Maxime: Wer ein Lego-Spiel besitzt, hat sie im Grunde alle gespielt.

Der Harry Potter-Ableger jedoch war anders. Nicht nur die Vorlage passte ganz hervorragend zum verspielten Lego-Prinzip. Diese magische Welt voller Zauber und skurriler Kreaturen ist wie geschaffen für das Lego-Universum. Und es gab die Zaubersprüche, die man erst im Laufe der vier Film-Kampagnen erlernte. Statt einfach nur zu bauen, Charaktere zu wechseln und Steine zu sammeln, hatte dieses Prinzip etwas von Rollenspiel, von Stufenaufstieg – ergo: noch mehr Suchtpotenzial.

In Verbindung mit den unzähligen Geheimnissen, verborgenen Steinen und Power-Ups ergibt das eine Spielerfahrung, die auch beim zweiten Durchlauf noch Spaß bereitet und damit mindestens 12 bis 15 Stunden an den Bildschirm fesselt. Also etwa drei Mal länger als der durchschnittliche Mega-Blockbuster. Ob sich daran etwas geändert hat? Natürlich nicht – das hier ist schließlich immer noch ein Lego-Game.

Gerade zum direkten Vorgänger ist im Grunde kaum Fortschritt zu erkennen, allerdings muss man sagen: “Zum Glück” – aus vorgenannten Gründen. Stattdessen gibt es ein paar neue Zaubersprüche, mit denen man jetzt Wasserbehälter füllt oder Gegenstände ausschneidet. Beide Zauber erfordern aktives Führen des Zauberstabs, machen daher besonders viel Spaß. Den Konzentrationszauber, mit dem man vernebelte Gedanken (in Form einer über dem Kopf schwebenden Wolke) wegbläst, hätte man sich allerdings sparen können.

Hinzu kommen ein paar neue Fähigkeiten, wie Rons Deluminator oder Hermines Säckchen, neue Zaubertrankrezepte und Verwandlungsformen. Wie immer werden alle Skills erst mit der Zeit freigespielt, wie immer benötigt man aber alle, um einen Level zu 100% abzuschließen. Die beste Neuerung ist übrigens das Duell. Hier steht Harry meist einem von Voldemorts Schergen gegenüber und muss in richtigen Momenten, den korrekten Zauberspruch wählen, um die Attacken des Gegners zu kontern.

Neue Orte erkunden wir auch – zum Hub gehören jetzt nicht mehr nur die Winkelgasse und Hogwarts, sondern auch eine Straßenzeile Londons, ein lauschiges Waldstück, der Bahnhof vor Hogwarts und das Gleis Neundreiviertel. Will heißen: Noch mehr Platz, um zu erkunden, zu sammeln, neugierig zu forschen. Lego Harry Potter: Die Jahre 5-7 ist hübscher geworden, zumindest was die Hintergründe betrifft. Der Echtwelt-Look will aber (schon wie in Lego Fluch der Karibik) nicht ganz zu den knuffigen Figuren passen.

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