Lord of Ultima: Strategie und Gefechte im Browser

Tizian Nemeth

Nicht immer benötigt man eine leistungsfähige Grafikkarte, viel Arbeits- und Festplattenspeicher um ein Spiel mit ansprechender Grafik auf dem Mac zu betreiben: Lord of Ultima bietet sehenswerte Grafik, setzt aber lediglich einen Browser voraus.macmagazin.de hat das Kettenhemd angelegt, das Schwert gegürtet und ist in die Welt von Ultima gezogen.

LordTeaser

In eine Welt voll Dunkelheit und Angst kann nur ein Held Frieden bringen, der gleichermaßen über Stärke und Weisheit verfügt. Führt er sein Königreich weise und besitzt er die nötige Stärke um es zu verteidigen, dann winken ihm ungeahnter Ruhm und endlose Reichtümer.

LordStadt
Lord of Ultima basiert auf dem Rollenspielklassiker Ultima, das bereits 1980 von Richard Garriott entwickelt und zum Markstein für spätere Generation wurde. Derzeit können Spieler in einer offenen Betaphase das Spiel des deutschen Entwicklers EA Phenomic testen. Das Hauptziel in diesem Aufbau- und Strategie-Spiel ist es, der oberste Lord von Ultima zu werden – der alleinige Herrscher über die Länder Caledonias. Ob man dieses Ziel durch das Schmieden von Bündnissen mit anderen Mitspielern erreicht oder durch die Einnahme der gegnerischen Burgen, muss jeder „Ritter“ selbst entscheiden.

LordKarte
Auf der regionalen Karte kann man die Festungen seiner Freunde und Feinde sehen und die letzteren gegebenenfalls auch angreifen. Der Marsch zu den Festungen kann allerdings, je nach Entfernung, mehrere Stunden oder sogar Tage dauern. Die Grafik ist für ein, in weiten Teilen, kostenloses Browsergame sehr gut und vielfältig, was Landschaftsformen und Gebäude betrifft. Im großen Browser-Fenster entgehen einem zudem auch kleine Details nicht.

Zu Beginn des Spiels steht der Aufbau der eigenen Stadt im Vordergrund und vor allem auch den Aufbau der Festung sollte der Feldherr im Auge behalten, da sie für die Verteidigung essentiell ist. Aber keine Angst, in der ersten Spielwoche braucht man noch keinen Angriff zu befürchten, erst nach dieser Zeit endet der Waffenstillstand. Bis dahin hat der Stadtherr ausreichend Zeit, unter anderem zahlreiche Verteidigungsanlagen zu errichten und später auch weiterzuentwickeln.

LordBau
Ein Gebäude aufzubauen, dauert meist nicht lange, doch die Weiterentwicklung nimmt von Mal zu Mal mehr Zeit in Anspruch und benötigt irgendwann einfach zu viel Zeit. Welche Bauwerke in Lord of Ultima zur Verfügung stehen, kann der Burgherr in der Gebäudeauswahl sehen. Allerdings stehen zunächst nur die Gebäude zur Verfügung, die farbig gekennzeichnet sind. Ausgegraut bleibt, was derzeit noch nicht freigeschalten ist oder was man Mangels genügender Rohstoffe nicht bauen kann. Neue Gebäude schaltet man frei, indem man das eigene Rathaus
aufrüstet.

LordRessources
Zu diesem Zweck benötigt man reichlich Rohstoffe und so ist man eigentlich immer auf der Suche nach neuen Rohstoffquellen. Wichtige Vorraussetzung für den Sieg ist nämlich neben strategischem Geschick auch wirtschaftliches Können, dass sich vor allem in einer fortschrittlichen und beinahe uneinnehmbaren Festung widerspiegelt, welche den Burgherren und seine Armee vor einem Angriff schützt.

Rohstoffe beherrschen, wie bei Aufbaustrategiespielen üblich, im Grunde das gesamte Spiel. Ohne sie kann der Spieler keine Gebäude bauen und auch keine Weiterentwicklungen an Gebäuden vornehmen. Um so wichtiger ist es
also, dass man so früh wie möglich genügend Rohstoff-Sammelanlagen baut. Dabei handelt es sich um kleine Werkstätten, die der Spieler in der Nähe von Eisenfeldern, Steinen oder Wäldern platzieren sollte. Leider produzieren diese nicht besonders viel in kurzer Zeit. Deshalb gibt es einige erweiterbare Funktionen: Zum Beispiel wirtschaftliche Artefakte, mit denen der Spieler seinen Rohstoffvorrat aufbessern kann.

LordShop
Diese kann man unter anderem im Online-Shop für reales Geld erwerben – an dieser Stelle fordern die Betreiber dann doch den schnöden Mammon. Allerdings kann man das Spiel auch ohne Geldaufwendungen durchspielen: Wer nämlich kein Geld dafür ausgeben möchte, kann auch Quests erfüllen, an deren Ende man ebenfalls solche Artefakte erhält.

LordHaus
Die Benutzeroberfläche im Spiel ist sehr übersichtlich und enthält alles was man während des Spielens benötigen könnte. Ein Schatten wirft allerdings der Sound auf das Spiel – er existiert schlichtweg nicht. Da es sich aber um eine Betaphase handelt, bessern die Entwickler an dieser Stelle hoffentlich noch nach.

Da es sich bekanntlich gemeinsam besser spielt als einsam, kann der Spieler einer bestehenden Allianz beitreten oder selbst eine gründen. Während des Spielens kann man zudem die Rangliste der erfolgreichsten Feldherren ansehen und mit seinen Freunden über das integrierte Chat-System Nachrichten austauschen.
Nach der Anmeldung kann man sofort los spielen, in unserem Test brauchten wir nicht einmal auf die Aktivierungs E-Mail warten. Wer weitere Fragen zum Spielablauf hat, der erhält im Wiki zahlreiche Antworten. Wie lange die Beta-Phase noch währt, ist derzeit nicht bekannt. Ebenso wenig, ob es nach dieser Test-Phase kostenlos bleibt.

Das Spiel sollte man sich auf jeden Fall einmal angesehen haben und wer auf Strategie-Spiele abfährt sollte sich auch unbedingt anmelden, es lohnt sich!


+ Grafik
+ Beta-Phase (größtenteils) kostenlos
+ große Gebäudeauswahl
+ übersichtliche Benutzeroberfläche
+ Chat-Funktion

- Wartezeiten zu lang
- Rohstoffproduktion in kurzer Zeit zu gering
- kein Ton

Autor: Maximilian Bauer

Weitere Themen: browser, Electronic Arts

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