Es ist eine Krux: Nintendo ist auf der einen Seite bekannt für innovative Ansätze, auf der anderen hingegen für das Aussaugen ihrer Franchises. Mario Kart ist da keine Ausnahme, wenn man allein den etwas sterilen Titel des neusten Teils nimmt.
Froh sind wir hingegen, dass wir da im Abstand einiger Jahre für die unterschiedlichen Konsolen einen neuen Flitzer angedreht bekommen. Mit bisher sieben Teilen auf den namhaften Plattformen der Japaner dürfte so zumindest jeder Gamer mindestens eines der Kart-Spiele mitgenommen haben. Ist Mario Kart 7 also nur ein Ableger oder hat es auch eigene Ideen?

Die Frage lässt sich ganz klar mit “Jein!” beantworten. “Mario Kart 7″ besitzt im eigentlichen Sinne keine innovativen Neuerungen zum bekannten Spielprinzip: Wir sitzen mit einem der typischen Verdächtigen aus Marios illustrer Welt in einem kleinen Flitzer und rasen auf teils neuen, teils bereits mehrfach bekannten Rennbahnen drei Runden um die Wette, sammeln Fragezeichen-Blöcke ein und schießen wild mit Panzern um uns.
Die Stages
Im beliebten Grand-Prix-Modus haben wir in den drei Kubik-Klassen insgesamt 32 Strecken, von denen immerhin 16 brandneu sind. Schön sind die ohne Frage: Durch die üblich herzerfrischende Comicgrafik, das Heranziehen von Mario-spezifischen Icons wie riesigen Pilzen, grünen Röhren oder lachenden Wolken und natürlich wandelnden Hindernissen wie dem Kettenhund, Piranha-Blumen oder Pinguinen, entsteht schnell das gute alte “Mario Kart”-Gefühl.
Dabei ist eine der tollsten Neuerungen in Bezug auf die Strecken, dass wir nun auch auf einigen Bahnen unterwegs sind, die keine Endlosschleife darstellen. So bietet sich einmal nicht die Gelegenheit, in der nächsten Runde die verpasste Abkürzung zu nehmen, vielmehr muss das gesamte Rennen durch Können glänzen. Das Rubberbanding zählt ja mittlerweile sowieso als Feature der Reihe und kommt auch in “Mario Kart 7″ zur vollen Anwendung: Das Leben auf dem ersten Platz ist nicht leicht – hat auch Niemand behauptet.

Währenddessen wurden altbekannte Stages überarbeitet, so dass beispielsweise im Koopa Troopa Beach (Nintendo 64) einige berüchtigte Abkürzungen abgewandelt wurden, einfach um die neuen Features Gleiter und Unterwasserpropeller zur Anwendung zu bringen.
Aber auch in den Versus-Kategorien “Ballon Battle” und “Coin Battle” gibt es einige neue Stadien. Neben “Battle Course 1″ vom GameBoy Advance, “Big Donut” vom N64 und der “Palm Shore” vom Nintendo DS, erwarten euch im “Honeybee House” missmutige Bienen, die euch die Ballons oder Münzen streitig machen wollen, im “Sherbet Rink” watschelnde Pinguine und in “Wuhu Town” sind die BuuHuus los.
