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User-Review - Mass Effect 2

casi
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(Vossil06) Das Weltraum-Epos Mass Effect startet seit dem 28. Januar in die zweite Runde. Doch ist es überhaupt ein würdiger Nachfolger, oder ist Mass Effect 2 einfach nur ein lieblos dahin geklatschter 08/15-Titel?
Eines vorweg, da ich selber großer Mass Effect Fan bin, werde ich wahrscheinlich sehr kritisch an die Sache rangehen. Subjektivität also mit eingeschlossen.

User-Review - Mass Effect 2

Außerdem sollte erwähnt werden, dass ich Mass Effect 2 sowie den ersten Teil auf Englisch gespielt habe und mir die deutsche Lokalisierung nur kurz angeschaut habe. Die von mir getestete Version ist die deutsche PC-Version des Spiels.

Da ich mir schon im Dezember Mass Effect 2 vorbestellt hatte, war die Vorfreude natürlich groß. Der erste Teil hatte mir so gut gefallen, dass ich unbedingt wissen musste, wie es weitergeht. Damit komme ich schon zu einem sehr großen Pluspunkt. Denn Mass Effect 2 erlaubt es, seinen alten Mass-Effect-1-Charakter zu importieren, sofern man denn den ersten Teil auch beendet hat. Dadurch erlangt der Spieler mehrere Boni und hat einen leichteren Start in das Spiel. So erhält er z.B. mehr Ressourcen und falls man sich für einen Paragon- oder Renegade-Character im ersten Teil entschieden hatte, auch dort einen Bonus. Ich empfehle jedem, vorher wirklich Mass Effect 1 gespielt zu haben, denn storytechnisch hat man so eine größere Freiheit und versteht auch ein wenig mehr von der Materie.

Der Start von Mass Effect 2 ist bombastisch. Der Spieler erlebt die cineastische Vernichtung der Normandy mit und muss mit ansehen, wie Teile seiner Crew getötet werden, Shepard ebenso. Es folgt eine gerenderte Sequenz, in der dargestellt wird, wie ein toter und offenbar verwester Körper wieder reaktiviert wird. Man erwacht in der Ich-Perspektive Shepards, hört Shepard schwer atmen und sieht zwei Personen miteinander reden, Shepard scheint wieder den Löffel abzugeben, doch kann gerettet werden und verliert das Bewusstsein. In der nächsten Einstellung erwacht Shepard wieder und der Spieler wird aufgefordert, sich eine Pistole und seine Rüstung zu holen, denn die Station, in der Shepard reanimiert wurde, wird angegriffen. Hier komme ich zu meinem ersten Kritikpunkt, denn zwei Jahre, nachdem die Normandy vernichtet wurde, erwacht Shepard und plötzlich schießen auf einmal alle Waffen nur noch mit Munition. Als Grund wurde hier genannt, das diese Munition verhindert, dass die Waffen überhitzen.

Zu Beginn stört es auch nicht. Nur im späteren Verlauf des Spiels kann es passieren, dass Munition rar wird und das führt schnell dazu, dass man gezwungen wird, völlig auf seine Teamkollegen zu setzen und seine Spezialfähigkeiten zu benutzen. Dazu sei noch gesagt, das Shepard mit einigen Waffen anscheinend überhaupt nicht zielen kann, sodass die Schüsse in alle Richtungen verlaufen. An der Stelle nur etwas blöd, wenn man sich für den Soldier entschieden hat und die einzigen Fähigkeiten daraus bestehen, die Munitionsart zu wechseln. Da bringt es dann relativ wenig, diese Fähigkeiten zu benutzen, denn ohne Munition sind diese nutzlos.

Das bringt mich auch schon zum nächsten Punkt, der RPG-Teil in Mass Effect 2. Der Skillbaum aus dem ersten Teil wurde hier arg reduziert. So kann der Spieler nur noch aus einer kleinen Anzahl an Fähigkeiten wählen. Genauso geht es den Gefolgsleuten. Zu Beginn kann hier aus drei verschieden Fähigkeiten gewählt werden, erreicht man die Loyalität eines NPCs, so schaltet sich eine neue frei. Dazu später mehr.

Das Kampfsystem in Mass Effect 2 erinnert sehr stark an das indizierte Spiel Gears of War von Epic Games. Das Deckungssystem ähnelt dem Titel stark, genauso das Waffenverhalten. Es kam mir deshalb teilweise so vor, als würde ich nicht Mass Effect 2, sondern Gears of War zocken. Dennoch muss ich sagen, dass das Kampfsystem in ME2 eine Menge Spaß bereitet und das Deckungssystem von Mass Effect 1 gut ersetzt. Der Spieler ist nämlich dazu gezwungen, das Deckungssystem auch zu benutzen. Es entsteht dadurch ein viel größeres Kampfgefühl als im ersten Teil.
Die Waffenauswahl ist gut gelungen, von Pistolen über MGs bis zu einer Art Miniaturatombombenwerfer. Aufgeteilt sind diese Waffen in Pistolen, Maschinenpistolen, Sturmgewehren/Maschinengewehren (die nur der Soldier tragen kann), Schrotflinten, Scharfschützengewehre sowie schwere Waffen. Bei den schweren Waffen sollte man allerdings auf die Munition achten. Davon gibt es in Mass Effect 2 relativ wenig, ergo sollte man sich diese Waffen für schwere Gegner aufheben.

Kommen wir von den Waffen zur Rüstung und den Upgrades. Die Rüstungen und Upgrades in Mass Effect 2 sind eher mau. Ohne DLC steht dem Spieler (sofern ich das beurteilen kann) nur eine Rüstung im Spiel zur Verfügung. Diese kann man zwar durch verschiedene Helm-, Brustpanzer-, Schulter-,Arm- und Beinupgrades verändern. Aber dort ist die Auswahl ziemlich gering gehalten. Um dem ein wenig entgegen zu wirken, ist es dem Spieler möglich, die Rüstung individuell zu färben. Im Laufe des Spiels wird der Spieler verschiedene Upgrades und Waffen finden. Es lohnt sich also, jeden Computer zu hacken und immer Ausschau nach neuen Upgrades zu halten. Das alte Upgradesystem von Mass Effect 1 wurde komplett ersetzt. Wo es noch möglich war, die einzelnen Waffen mit verschiedensten Upgrades zu verbessern, schaltet der Spieler mit jedem Upgrade dieses auch für jede Pistole, Scharfschützengewehr, Maschinenpistole usw. frei. Auch für die Normandy stehen Verbesserungen zur Auswahl. Diese sind aber nur für das Finale von Mass Effect 2 relevant.

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