Nach Belästigungen auf Twitter: BioWare verteidigt Entwicklerin

Richard Benzler
3

Der Zwist um die unausgereiften Animationen in Mass Effect: Andromeda macht erneut Negativschlagzeilen: Eine ehemalige Mitarbeiterin von EA erntet für ihre vermeintliche Involvierung im Entstehungsprozess der Animationen einen Shitstorm in sozialen Netzwerken. BioWare schreitet ein.

20.712
Mass Effect Andromeda: Der Launch-Trailer zum Rollenspiel

Infolge der zugänglich gemachten Trial-Version von Mass Effect: Andromeda spülte das Netz sehr zwiespältige Reaktionen an die Öffentlichkeit. Insbesondere die fehlerbehafteten Animationen überschatteten alsbald jede Diskussion zum Action-RPG. Manche Spieler nahmen den aktuellen Zustand des Titels mit Humor und nutzten die Animationen als Steilvorlage für cleverer Parodien. Andere wiederum suchten sich offenbar ein Ventil, um ihren Frust abzubauen.

Mass Effect - Andromeda im Test: Ein unfertiges Sci-Fi-Abenteuer

So sah sich die ehemalige EA-Mitarbeiterin Allie Rose-Marie Leost jüngst mit Anfeindungen und verbalen Entgleisungen in sozialen Netzwerken konfrontiert, nachdem der Blogger Ethan Ralph sie im Rahmen einer Mass-Effect-Kolumne als „Cosplayerin ohne Videospiel-Erfahrung“ bezeichnet hatte. Leost hatte auf ihrem Twitter und LinkedIn-Profil noch fälschlicherweise die Beschreibung „Facial Animator“ und „Lead Facial Animator for Mass Effect: Andromeda“ stehen. Der Eintrag wurde mittlerweile korrigiert.

 

Doch der Beitrag eines Bloggers und die veraltete Profil-Beschreibung der Angeschuldigten reichten dem Mob als Beweislage, um die virtuellen Heugabeln zu zücken. BioWare sahen sich indes gezwungen, zügig einzuschreiten und ein Statement via Twitter zu veröffentlichen, um Kritikern den Wind aus den Segeln zu nehmen. Demnach seien die Vorwürfe haltlos, da Leonst eine „ehemalige Angestellte von EA“ sei und somit kein Mitglied des Entwickler-Teams von Mass Effect: Andromeda.

Weitere Themen: E3 2016, Electronic Arts

Neue Artikel von GIGA GAMES