Krieg in Spielen - Warum wir Kriegsspiele spielen

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(Pille) Kriegsspiele zählen aktuell mit zu den beliebtesten Games auf dem Markt. Egal ob Taktik- oder Action-Shooter, RTS Games oder Simulationen, es gibt kaum ein Genre, das inzwischen nicht mit Spielen versorgt wäre, die sich mit dem Thema Krieg beschäftigen.

Krieg in Spielen - Warum wir Kriegsspiele spielen

Im Zuge einer aktuellen Präsentation in Amsterdam wurden erste Gameplay-Szenen von Codemasters neuer Militärsimulation “Operation Flashpoint 2″ veröffentlicht.
Das herausstechendste Merkmal des Titels ist der besonders hohe Grad an Realismus, den der Taktik-Shooter an den Tag legt. Und dies nicht nur in Bezug auf die beeindruckende Grafik-Engine. Schon der Vorgänger “Operation Flashpoint” aus dem Jahr 2001 hält den Ruf inne, die Kriegsthematik so realistisch abzubilden wie kein anderes Spiel. Der Spieler wurde in einen fiktiven Konflikt Mitte der 80er Jahre versetzt, in dem er auf Seiten der Westmächte gegen russische Separatisten kämpfen musste.

Koordiniertes Vorgehen war bei dem Titel oberstes Gebot, denn Einzelgängeraktionen àla Rambo führten unweigerlich zum virtuellen Ableben des Spielers.

Der offizielle zweite Teil der Serie, der nicht mehr vom ursprünglichen Entwickler-Team Bohemia Interactive, sondern vom aktuellen Inhaber der Namensrechte Codemasters entwickelt wird, scheint der Tradition der Serie treu zu bleiben.

Aber Codemasters sind nicht die Einzigen, die mit Kriegsszenarien um die Käufergunst buhlen. Das Genre der Kriegsspiele boomt seit Jahren. Ob “Medal of Honor”, “Sudden Strike” oder “Call of Duty” – die Shooter-Serien reiten seit der Jahrtausendwende auf einer Erfolgswelle, die “Kriegsspiele” schon fast zu einem eigenen Genre werden ließ.

Inzwischen verdrehen viele Zocker stöhnend die Augen, wenn sie von der Ankündigung des x-ten Zweiter-Weltkrieg-Games hören.

Dennoch scheint der Markt für dieses “Sub-Genre” zu existieren. Dies erkennt man bereits daran, dass “Call of Duty”-Publisher Activision erklärte, ab jetzt jährlich einen neuen Teil der Serie auf den Markt zu bringen.
Aber was ist es, dass die Menschen an Kriegsspielen so interessiert? Computerspiele sind in den seltensten Fällen die erste und oft auch nicht die einzige Berührung, die uns mit dem Thema Krieg konfrontiert.

Ob Kinder, die mit Holzwaffen Cowboy und Indianer spielen, Erwachsene Menschen, die Paintball spielen, oder Jugendliche, die mit Plastiksoldaten und Panzern militärische Gefechte nachbilden, Krieg scheint trotz aller Schrecken, die er verbreitet, eine eigenartige Faszination auf viele Menschen auszuüben. Diese Faszination lässt sich nicht zuletzt an der Menge an Kriegsspielen erkennen, die auf den Markt drängen. Am neunten Oktober erscheint mit “Brothers in Arms: Hell’s Highway” der dritte Teil der im Zweite Weltkrieg angesiedelten Taktik-Shooter-Reihe. Gegen Ende dieses Jahres können wir uns dann im inzwischen fünften Teil der “Call of Duty”-Serie als amerikanischer Soldat durch den Pazifikkrieg kämpfen.

Aber warum spielen wir Games, die ein realistisches Bild des Krieges darstellen? Diesem Thema widmen wir uns heute Abend in GIGA – The Show. Dazu live im Telefon- Interview haben wir Ond

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