Preview - Medal of Honor Multiplayer Beta

Leserbeitrag
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Am 17.06.2010 begann die Multiplayer-Beta zu dem Shooter Medal of Honor. Der Multiplayer wurde von dem schwedischen Entwicklungsstudio Dice entwickelt, die u.a. durch die Battlefield-Serie eine Menge Erfahrung mit Multiplayer- und Team-Shootern gesammelt haben. Ich habe mir die Beta schon angeschaut und werde euch berichten, wie das kommende Spiel bereits jetzt gefällt. Dabei ist zu beachten, dass sich das Spiel noch im Beta-Stadium befindet und sich noch einiges ändern kann.

 

Bei dem ersten Start der Beta fällt auf, dass die sonst im 2. Weltkrieg angesiedelte Reihe nun auch den Sprung in die nahe Zukunft geschafft hat, wie Call of Duty oder Battlefield zuvor. Das wirkt sich auf die neuen Waffen, das Interface, sowie das Setting aus, in welchem sie in die Schlacht ziehen. Dieses spielt nämlich jetzt im Nahen Osten. In dem, von Electronics Arts veröffentlichte, E3 Trailer kann man dies besonders gut erkennen:

Grafik

Der Multiplayer-Part von Medal of Honor basiert auf der, bereits in Battlefield: Bad Company 2 verwendete Frostbite-Engine. Diese ist auch heute noch schön anzuschauen. Sie besteht durch den Nebel und vermittelt so eine sehr gute Atmosphäre. Doch obwohl die Engine von Bad Company genutzt wird, ist die Umgebung nicht zerstörbar. Das Destructionsystem aus dem Battlefield-Spiel kommt leider nicht wieder zum Tragen. Lediglich ein paar Holzkisten und Bretter kann der Spieler in seine Bestandteile zerlegen.

Gameplay

Das Gameplay des Multiplayer-Parts von Medal of Honor erinnert sehr stark an eine Mischung zwischen Bad Company 2 und Call of Duty: Modern Warfare 2. Die Spielmodi zielen auf eine taktische Spielweise ab, aber der Rest ist eher auf Aktion getrimmt. Das aus Call of Duty bekannte Killstreaks-System gibt es auch in Medal of Honor. Hier kann man nur nicht auswählen, wann man welchen zu Verfügung haben möchte, denn die Reihenfolge ist vorgegeben. So können wir die klassische Drohne rufen oder auch verschiedene Luftschläge auf die Gegner beordern.

Im Vergleich zwischen Medal of Honor und Battlefield: Bad Company 2 fällt noch eines sehr stark auf: Die Spielgeschwindigkeit ist sehr hoch. Die Gegner liegen sehr schnell im Gras, genauso wie der Spieler selbst. So gibt es keine Chance auf Gegner zu reagieren. Hier gilt meistens: Wer zuerst sieht der siegt. Das läuft darauf hinaus, dass sehr viele Spieler sich in den Karten verstecken und den anderen auflauern, welches wiederrum einen erhöhten Frustfaktor nach sich zieht. Doch diese Spieler haben es auch nicht ganz leicht. Denn das Hinlegen funktioniert nicht. Der Soldat kann sich höchstens hinknien. Dies ist in einem Feuergefecht sehr fatal, da man sich nicht kurz hinter einem Objekt verstecken kann.

Sobald ein Spieler gestorben ist, kann er entscheiden, ob er an den Front, also an der Ansammlung der meisten freundlichen Spieler oder in seiner eigenen Basis respawnen möchte. So kann man wählen, ob man sofort ins Gefecht möchte und dabei ein erneutes Ableben zu riskieren oder sich und länger von der Basis angelaufen zu kommen.

 

Klassen und Ränge

In Medal of Honor stehen euch 3 Klassen zur Auswahl: Rifleman, Special Ops und Sniper. Diese muss der Spieler einzeln ?hochleveln?. Gesamt-Ränge gibt es nämlich in Medal of Honor nicht. So kann es sein, dass ihr bei euer Lieblingsklasse den höchsten Rang habt und bei den anderen noch den ersten. Eine Klasse besteht aus einer Waffe und einem weiteren Ausrüstungsgegenstand. Weitere Individualisierungen zwischen den Klassen gibt es nicht. Dabei trägt der Rifleman das klassische Sturmgewehr mit einem Granatenwerfer. Der Special Ops trägt nur leichte Maschinengewehre oder Schrottgewehre. Dazu hat er noch eine Panzerfaust bereit. Wie der Name es schon sagt, trägt der Sniper ein Scharfschützengewehr. Hinzu kommen noch C4-Sprengsätze.

Wer sich nun wundert, wo der Medic oder Munitions-Versorger geblieben ist, dem sei gesagt, dass diese nicht mehr benötigt werden. Denn die Gesundheit eines Soldaten regeneriert sich relativ schnell und es ist überall auf der Karte Munition versteckt. Diese Klassenaufteilung hat den erheblichen Nachteil, dass kein Teamplay von Nöten ist. Das wirkt sich auch sehr negativ auf die Spielmodi aus, aber dazu später mehr.

Um bessere Gegenstände im Spiel zu erreichen muss der Spieler seinen Charakter auf einen möglichst hohen Rang spielen. Von welchen in der Beta aktuell 7 Ränge verfügbar sind. D.h. jede Klasse kann sich noch eine Waffe dazu verdienen. Um Ränge aufzusteigen, benötigt man Erfahrung. Diese erhält man durch das erledigen von Gegnern oder durch das Ausführen wichtiger taktischer Aktionen. Die Punkteausbeute des ersteren variiert aber je noch Tötung. Wenn bei dem Kill ein taktischer Punkt verteidigt wurde, ein Erzfeind, der den Spieler vorher öfters auf dem Gewissen hatte, getötet hat oder seinen Gegner durch einen Kopfschuss erlegt hat, fällt diese deutlich höher aus.

Außer den Rängen kann man auch Abzeichen, welche das Leveln noch einmal vereinfachen, hinzugewinnen.

Spielmodi

Die Beta beinhaltet zurzeit 2 Spielmodi mit je einer Karte. Zum einen Team-Aussault, einem Team-Deathmatch und dem Combat Mission Modus, der sehr an dem, aus Bad Company 2 kommenden, Rush-Modus erinnert. Hierbei muss das eine Team taktisch wichtige Punkte einnehmen oder sprengen, wobei das andere Team sogleich diese Punkte verteidigen müssen. Leider funktionieren diese beiden Spielmodi nicht richtig, da kein Teamplay zustande kommt. Es gibt keinen Squad-Support und keine Bonus-Punkte, wenn man in einem Team agiert. Dadurch werden die beiden Spielmodi eher zu einem Deathmatch, wo man nicht alle Gegner töten kann.

 

Fazit

Insgesamt muss ich sagen, dass ich sehr enttäuscht bin vom Multiplayer-Teil. Medal of Honor versucht eine Mischung zwischen Modern Warfare 2 und Battlefield zu sein. Doch dies funktioniert nicht ganz. In dem Action-lästigen Gameplay ist kaum Taktik möglich. Der Multiplayer ist zwar keineswegs ein Reinfall, aber leider werden die Spieler sich eher zwischen den Konkurrenten entscheiden, anstatt zu Medal of Honor zu greifen, da es leider nur sehr wenig Neues beinhaltet.

 

 

Weitere Themen: Huawei Honor, multiplayer, Electronic Arts

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