Unlimited Details – Die nächste Generation von Rendering?

von

Dieser Tage sorgt ein Studio mit einem Video für gewaltige Furore. Es handelt sich allerdings nicht um ein renommiertes Unternehmen und einen Trailer zu einem Spiel; es geht hier um Euclideons Video zur Unlimited Detail-Rendering-Technik.

Unlimited Details – Die nächste Generation von Rendering?

Nach der Veröffentlichung des Videos sagten die australischen Entwickler, dass ihre Unlimited Detail-Engine für eine nie dagewesene, theoretisch unbegrenzte Fülle an Details sorgen würde. Unterdessen kritisierte Minecraft-Schöpfer “Notch” Persson, dass es sich bei dem gezeigten Video um einen Betrug handele.

Man würde lediglich einen Voxel-Renderer präsentieren, von denen es mittlerweile schon etliche auf dem Markt gäbe. Persson setzt noch einen oben drauf und bezeichnet Euclideon als “Quacksalber-Verkäufer”. Das Unternehmen hat in einem Intervie nun kurzfristig Stellung zu diesen Vorwürfen genommen.

“Man stelle sich einmal vor, man gehe in eine Bücherei und würde nach einem Buch suchen, sagen wir mal Schneewittchen. Bei der aktuellen Technik zur Berechnung von Point-Cloud/ Voxel-Grafik würden alle Bücher am Boden liegen, was bedeutet, dass alle Punkte auf dem Bildschirm dargestellt werden würden.

Nun stellt euch mal vor, ihr geht in die Bücherei und alle Bücher stehen geordnet in den Regalen. Ihr geht zum Buchstaben S, sucht nach Schnee und braucht nicht lange, ehe ihr euer Buch gefunden habt. Das eine System sieht tausende Bücher, das andere zehn Karteikarten. Das ist die Grundlage von Such-Algorithmen, wie sie Google oder Yahoo einsetzen.”

Und genau dieser Such-Algorithmus ist das Geheimnis der neuen Technologie und deren Effizienz. Alle Punkte im Bild zu berechnen, würde eine enorme Zeit in Anspruch nehmen, nimmt man hingegen einen Punkt pro Pixel wäre der Rechenaufwand viel geringer. So sollen laut den Entwicklern selbst bei enormen Details noch sehr flüssige Bildraten zustande kommen.

Im Video waren bislang noch keine Animationen der sauber gerenderten Figuren zu sehen, ein weiterer Kritikpunkt Perssons. Auch hierfür gibt es eine einfache, aber durchaus plausible Erklärung. Die Technologie habe noch keinen Stand erreicht, an dem man Animationen sauber präsentieren könne, auch wenn die Engine dies ermöglichen würde.

Man stecke noch mitten in der Entwicklung und wollte nur ein Lebenszeichen abgeben. Das Video sollte die Fortschritte präsentieren. “Wenn wir fertig sind kommen wir wieder und zeigen euch eine Echtzeit-Demonstration.”

Wenn News immer und überall, dann GIGA auf Twitter!

Folge uns auf Facebook, Twitter oder Youtube. So bist du immer auf dem neuesten Stand.

Weitere Themen: Mojang


Kommentare zu diesem Artikel

Neue Artikel von GIGA GAMES

Anzeige
GIGA Marktplatz