Mount & Blade - Die große Freiheit im Mittelalter

Leserbeitrag
4

(Phil) Hand aufs Herz, wer war im Mittelalter schon frei? Leibeigenschaft, hohe Steuern, herumstreunernde Räuberbanden machten das Leben im finsteren Zeitalter nicht gerade zum Wunschkonzert. Doch Mount & Blade bringt die totale Freiheit ins Mittelalter. Das Action-Rollenspiel überlässt uns die Wahl, ob wir Rauben, Plündern oder ganz einfach handeln wollen.

Mount & Blade - Die große Freiheit im Mittelalter

Die freie Auswahl ist dabei gar nicht vorgegaukelt, auf einer riesigen 2D-Landkarte voll mit Burgen und Dörfern steuern wir unseren Recken nebst Heer über die Karte. In den Dörfern können wir wählen was als Nächstes zu tun ist: Quests annehmen, handeln oder gleich das ganze Dorf niederreißen. Sogar Burgen können später im Spiel belagert werden. Zwischen den Ortschaften wuseln Räuber und feindliche Heere umher. Treffen wir auf eins und stellen uns dem Kampf, schaltet das Spiel in eine 3D-Umgebung, in der wir und unser angeheuertes Heer den Gegnern den Garaus machen. Ob wir gewinnen oder doch ins Gras beißen, hängt von der Stärke und Qualität unserer Truppen, sowie den Fertigkeiten unseres Helden ab. Von Zweihandwaffen über Pharmazie bis hin zur Fähigkeit Gefangene zu machen, stehen uns beim Fähigkeiten-Aufwerten alle Möglichkeiten offen.

Eine Story sucht man in “Mount & Blade” vergeblich. Wir questen, kämpfen und reisen, wo und wohin wir wollen. An sich eine nette Idee, doch auf der Habenseite sind nicht nur Sahnehäubchen zu finden. Eine leblose und detailarme Grafik, die ebenfalls aus dem Mittelalter stammen könnte, lässt sich noch verschmerzen. Das simple Drumherum leider nicht. Truppen-Management gibt es quasi nicht. Kämpfen beschränkt sich auf schlagen und blocken und auch die Aufträge wiederholen sich schon bald. Wer sich davon nicht abschrecken lässt, bekommt ein leicht zugängliches, spaßiges Action-Rollenspiel im Mittelalter, mehr aber auch nicht.

Neue Artikel von GIGA GAMES

GIGA Marktplatz