NBA 2K12 Test – Dunking Schön 2K Games

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Normalerweise steht ganz oben auf der Sportinteressensliste Fußball, ohne Wenn und Aber. Diesen Sommer jedoch konnte Dirk Nowitzki durch seinen historischen Sieg zumindest für einige Wochen Basketball mehr denn je in den Fokus rücken und euphorisierte ganz…naja, halb Deutschland. Eine durchschnittliche EM folgte und der offizielle Saisonstart der NBA steht noch in den Sternen. Einzig 2k Games bleibt seinem jährlichen Takt treu und liefert den nächsten Ableger der NBA 2K Serie. Wie kann man ein Spiel, das bereits auf höchstem Niveau agiert, noch besser machen? 2KGames macht es vor!

Autor: Matthias Raak

Der Vorgänger war schon top, konnte spielerisch und grafisch bereits überzeugen und hatte nur sehr wenige Kritikpunkte. Deshalb wurde dieses Jahr auch keine Generalüberholung veranstaltet und alles über den Haufen geworfen, sondern nur im Detail geschraubt. Das Gameplay ähnelt dem des Vorgängers stark, nach längerem spielen fällt einem aber besonders die Kollisionsabfrage auf, die sehr gut gelungen ist. Da kann es schon mal passieren, dass man seinen Gegner buchstäblich über den Haufen rennt, wenn man zu ungestüm vorgeht.

Generell machen die virtuellen Körper einen richtig stämmigen Eindruck. Blocks können da schon mal direkt in den Gegner gehen und haben ein Foul zur Folge, auch beim Rebound sollte man nicht blind in die Menge springen. Auch quer durch die Defense rennen fällt jetzt noch schwerer, da besonders ein Rookie im direkten Kräftemessen meistens den Kürzeren zieht und dadurch lieber einen längeren Weg zu seiner Position nehmen sollte. Es dauert seine Zeit bis man sich an jegliche Neuerungen gewöhnt hat und diese dann zu seinem Vorteil ausnutzen kann.

Grundsätzlich sei gesagt, dass sich die NBA2K-Serie immer weniger für Gelegenheitsspieler eignet. Es dauert seine Zeit bis man die Wurfsteuerung komplett verinnerlicht hat, bis man gelernt hat das Pässe quer durch die Defense einfach sinnlos sind und in regemäßigen Turnovers enden. Der Anspruch den NBA2K verfolgt ist so nah wie möglich an der Realität zu agieren. Und dieser Anspruch kommt in jeder Sekunde auf dem Court zu tragen.


Das neu eingeführte Trainingscamp, durchgeführt von His Airness himself, stellt dabei aber einen sehr guten Lernkurs dar. Die Wurfsteuerung ist sehr umfangreich und durch die einzelnen Abschnitte, lernt man wann man was wie und wo anzuwenden hat. Am Anfang ist es sehr viel Stoff auf einmal, dabei ist aber jede Wurfmöglichkeit aber genauestens durchdacht. So kann man jetzt noch in der Luft den Ball von der einen in die andere Hand legen. Wenn man die Kombo dazu im Kopf hat!

Become a Legend or play one!

Der Umfang hat sich ein wenig erweitert, war es 2010 möglich die Karriere des Michael Jordans nachzuempfinden, wurden nun noch mehr Legenden importiert. Da finden sich Larry Bird und Magic Johnson wieder, genauso wie die Legendären Wilt Chamberlain und Kareem Abdul-Jabbar. Spielt diverse Spiele nach und schaltet die legendären Teams frei, die anschließend in den restlichen Spielmodi frei eingesetzt werden können. Klingt erst einmal nicht weiter spektakulär, allerdings ist hier die Präsentation das ganz besondere I-Tüpfelchen.


Man spielt nicht mit Wilt Chamberlain und seinem Team auf aktuellem NBA Boden, sondern die komplette Halle inklusive Bildschirmauflösung! verwandelt sich in den Stil der damaligen Zeit. Die Regeln wurden angepasst, es gab damals noch keine 3-Punkte-Linie, der Bildschirm wird qualitativ runtergeschraubt und ähnelt der damaligen Zeit perfekt. Ebenfalls hervor zu heben sind die Kommentatoren die zurückblickend auf die damaligen Stars ihre Dialoge führen und so das Gefühl eines Blicks in die Vergangenheit noch besser rüber bringen. Ob es einem nun Spaß macht die damalige Zeit nachzuspielen oder nicht, die Authentizität die hier übertragen wird ist der Wahnsinn und ein Spielchen allemal wert.


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