Need for Speed: Hot Pursuit Test - Wie gut ist Need for Speed: Hot Pursuit wirklich?

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Mit Need for Speed: Hot Pursuit besinnt sich Electronic Arts auf alte Werte und legt das Hot Pursuit aus dem Jahre 1998 noch einmal neu auf. Back to the roots – das dachte man sich bei EA wohl, als man sich für das mittlerweile vierzehnte Need for Speed den Burnout Paradise-Entwickler Criterion Games mit ins Boot holte. Ob es Publisher wie Entwickler gelungen ist, auch tatsächlich zu ihren Wurzeln zurückzufinden, zeigt das folgende Preview. Worum geht es?

Im neuen „Need for Speed: Hot Pursuit“ wird das alte Katz-und-Maus-Spiel neu aufgelegt. Wie im zwölf Jahre alten Vorgänger entscheidet man sich vorab dafür, ob man entweder selbst als rasanter Fahrer die Straßen unsicher oder lieber als Cop die Gesetzesbrecher dingfest machen will. Um dies zu bewerkstelligen, können die Cops entweder ganze Nagelbänder auswerfen, Straßensperren errichten, Helikopter zur Hilfe rufen oder sogar EMP-Ladungen zünden, um hemmungslose Raser kurzzeitig außer Gefecht zu setzen. Diese sind jedoch auch nicht wehrlos und halten sich die Gesetzeshüter durch ihre agile Fahrweise vom Hals. Zwar sind die Cops insgesamt schneller und robuster, dafür können die Raser aber ihr Auto mittels Nitrospritzer erheblich beschleunigen, dank modernem Tarnschild unsichtbar werden oder aber besonders nervige Verfolger mit ganzen Fahrzeugattrappen täuschen. Je nachdem, für welche Seite man sich letztlich entscheidet, stehen einem zwei völlig unterschiedliche Karrieremodi mit jeweils eigenen Missionen bevor. Mit der Zeit spielt man sich so immer wieder neue Wagen frei, mit denen man sich sogar online mit Freunden messen kann.

Wie sieht es aus? Die Welt in „Need for Speed: Hot Pursuit“ kann sich mit einer befahrbaren Strecke von ungefähr 160 Kilometern mehr als sehen lassen. Bei Spitzengeschwindigkeiten von über 250 km/h fährt man aber nicht etwa durch belebte Städte, sondern abseits davon durch malerische Landschaften, an denen man sich auch nach vielen Rennen nicht satt gesehen hat. Auch die Autos können allesamt in puncto Aussehen und Geschwindigkeitsgefühl überzeugen. Würde ansonsten auch ewig dauern, mit einer alten Schrottkiste auch nur einen Bruchteil des Spiels gesehen zu haben.

Was uns gefällt Ein besonderes Feature des neuen Need for Speed-Teils ist der so genannte Autolog. Dieser greift den Social Networking-Gedanken des Web 2.0 auf und orientiert sich etwa an Vorbildern wie Facebook. So kann man einen Chat nutzen, Statusmeldungen schreiben, Fotos veröffentlichen oder aber auch lesen, was Freunde gerade so machen. Schlägt ein Freund die eigene Bestzeit, wird man per Autolog sofort darüber informiert und kann versuchen, diese Zeit zu schlagen. Auf diese Weise ist es nicht mal erforderlich, zur gleichen Zeit online zu sein, um auch gegeneinander zu spielen. Das macht nicht nur Spaß, sondern erhöht auch gleichzeitig den Wiederspielwert.

Was uns nervt Schade ist, dass sich die verschiedenen Autos lediglich vom Aussehen her ändern, von der Leistung her aber alle recht ähnlich sein sollen. Einerseits ist so eine gewisse Spielbalance gesichert, aber irgendwo will man ja auch mit der Zeit noch bessere Wagen sein Eigen nennen. Und diese Spielbalance kann ohnehin schon gefährdet sein: Im Onlinemodus können insgesamt bis zu acht Mitspieler gegeneinander fahren. Im Extremfall wird ein einziger Raser dann von sieben Cops verfolgt – der Frust ist quasi vorprogrammiert. Allerdings bleibt abzusehen, ob hier nicht eventuell noch nachgebessert wird.

Fazit „Need for Speed: Hot Pursuit“ macht alles richtig, was sein Vorgänger vor zwölf Jahren schon vorgemacht hat, nur eben im Jahre 2010 in zeitgemäßer Optik und insgesamt noch richtiger.

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