Super Luigi U Test: Bockschwerer Spaß

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Schon kurios, dass Nintendo das Jahr des Luigi ausruft und dann als Flaggschiff dieser brüderlichen Offensive im Wesentlichen einen DLC ins Rennen schickt. Rampenlicht würde ich das nicht nennen, da hat der grüne Klempner mit Luigi's Mansion 2 eine größere Bühne gefunden. Nach Super Lugi U habe ich dafür deutlich mehr Respekt für Marios Bruder, denn das Spiel ist ungleich schwerer als New Super Mario Bros. U – und das ist in der Tat super!

Es ist sehr interessant, die Einträge aus dem Miiverse auf der Weltkarte von „Super Luigi U“ zu sehen. Da wird jeder zweite Level als ultrahart markiert, Tipps werden geteilt und Marios im Vergleich deutlich leichteres Abenteuer wird durch den Kakao gezogen.

Das hat natürlich seinen guten Grund, Super Luigi U kann man nämlich getrost als Hardcore-Remix der bisherigen Stages von „Super Mario Bros. U“ bezeichnen. Luigi steuert sich schon mal deutlich anders als sein Bruder, er kommt etwa nicht so schnell zum Halt, was präzise Sprünge gerade auf engen Plattformen schwer macht. Dafür kann er aber wesentlich höher und weiter springen als Mario. Bei mir ergab sich dadurch das natürliche Verlangen, ohne Anzuhalten durch die Level zu heizen.

Das ist allerdings gar nicht so leicht, wenn gefühlt 80% des Bildschirms nicht berührt werden darf, weil sich dort riesige Piranha-Pflanzen rekeln, gigantische Kugelwillis durch's Bild schießen oder schlicht sehr viel Laval und sehr wenig Boden die Stage füllen. Mehrere Anläufe für einen Level sind Pflicht, gerade wenn man die enorm fies platzierten Münzen sammeln will. Immerhin sind sämtliche Level deutlich kürzer als im Ursprungsspiel, was dem erhöhten Spieletempo zu Gute kommt.

Und genau das ist „Super Luigi U“ – ein schnelles, schweres Jump&Run, das sich deutlich an Mario-Veteranen richtet, die schon immer wissen wollten, was Luigi eigentlich so macht, wenn das Brüderle mal nicht kann. Die Antwort: Er zieht den Kürzeren und muss den deutlich anspruchsvolleren Kurs meistern. Mehr hat dieses Erweiterungspaket allerdings nicht zu bieten – keine neuen Power-Ups, altbekannte Pilzhäuser und ein stetes Deja-Vu ob des gleichen Soundtracks und der gleichen Grafik.

Ach doch, etwas ist neu: Im Mehrspieler kann man statt Mario nun Mopsie. Der lila Hase kann keine Power-Ups benutzen, nimmt dafür aber auch keinen Schaden von Gegnern. Das macht ihn leider ziemlich langweilig und seine Existenz fragwürdig. Wenn New Super Mario Bros. U übrigens noch keine Freundschaften im Multiplayer-Modus zerstört hat, wird das Super Luigi U mit Sicherheit nachholen.

Fazit:

Die Mario-Spiele mögen nicht mehr richtig schwer sein, aber genau für diesen Zweck gibt es jetzt Luigi! „Super Luigi U“ ist ein cooles kleines Erweiterungspaket für „New Super Mario Bros. U“ und bietet eine sehr knackige Herausforderung, die mir überraschend viel Spaß bereitet hat, obwohl ich in den letzten Jahren schon ein paar Mal zu oft Sidescroller-Mario gespielt habe. Dennoch gibt es hier nicht viel Neues, auch wird dieser kurze Nebenauftritt dem großen Jahr des Luigi nicht ganz gerecht – da hätte ich mir ein komplett eigenes Jump&Run-Abenteuer mit Luigi gewünscht. Und warum die Laden-Version von Super Luigi U doppelt so viel kostet wie der DLC, muss mir Nintendo noch mal erklären.

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Wertung

7/10
Getestet von Thomas

Herrlich schwerer Level-Nachschub mit hoher Spielgeschwindigkeit, aber kaum Neuerungen.

Leserwertung
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