Ninja Gaiden: Sigma 2
Die Richtung in Ninja Gaiden: Sigma 2 ist von Anfang an klar: geradeaus. Umwege führen den Spieler zu zahlreichen nützlichen Boni, aber nicht ans Ziel. Als Ryu Hayabusa kämpft sich der Spieler im Singleplayer-Modus durch New York, Venedig und Tokio. Doch die Kulissen verblassen schnell angesichts der sorgfältig inszenierten Kampfszenen. Wie Pinsel über Leinwände gleiten hier Waffen durch die Szenen und hinterlassen Berge von Leichen. Das Kampfsystem des Spiels überzeugt durch Variantenreichtumg und tolle Choreografien.
“Ninja Gaiden: Sigma 2″ glänzt durch neu designte Levels, in denen jede Begegnung mit dem Feind vom Entwickler sorgsam geplant wurde. Die Gruppen von Dämonen und Monstern verlangen dem Spieler mehr taktisches Handeln ab. Das neue Level-Design wirkt sich positiv auf den Schwierigkeitsgrad des Spiels aus: Anfänger finden sich besser zurecht und Profis verzweifeln nicht mehr an unfairen Stellen.
Der weibliche Charakter Rachel bekommt im neuen Teil von Ninja Gaiden Verstärkung von zwei weiteren schlagkräftigen Frauen, die Genre-Fans bekannt sein dürften: Ayane (prügelte schob in Dead or Alive) und Momiji (bekannt aus dem DS-Ableger von Ninja Gaiden) ergänzen den Heldentrupp um Ryu Hayabusa. Allen Frauen widmen die Spielentwickler ein eigenes Kapitel – genug, um sich mit den Kampfstilen vertraut zu machen. Den Missionsmodus kann man zu zweit bestreiten. Dabei steht dem Spieler entweder online ein Freund oder ein KI-Partner zur Seite. Der computergesteuerte Charakter ist häufig jedoch eher ein Hindernis als eine wirkliche Hilfe – oft muss man ihm zur Hilfe eilen, weil er den Monsterhorden nicht gewachsen ist.
Grafisch überzeugt das Action-Spektakel ebenso wie der Vorgänger. Einziges Manko: Die Kamera, die allzu oft dem Tempo des Spiels nicht folgen kann.
Die Story des Spiels ist sicher kein Garant für Action und Spannung. Doch die grafische Umsetzung und der Variantenreichtum besonders der Kampfszenen legt die Messlatte für andere Genre-Titel recht hoch. Faire Schwierigkeitsgrade und die trotz kleiner Macken gute Steuerung überzeugen.
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