Overwatch: Die Entwickler fürchten sich vor der Community

Marvin Fuhrmann

Overwatch-Spieler sehnen sich nach neuen Inhalten für das Spiel. Doch aktuell geht es damit nur langsam voran. Der Grund: Die Entwickler kommunizieren nicht mehr so gern mit der Community, weil sie beinahe schon Angst vor den Reaktionen einiger User haben.

Seit Doomfist ist es um Overwatch eher ruhig geworden:

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Overwatch - Hintergrundgeschichte zu Doomfist

Overwatch ist ein tolles Spiel, ohne Frage. Seit einiger Zeit geht es aber bei der Community drunter und drüber. Trolle und toxische Spieler zerstören das Spielerlebnis der anderen User. Und auch die Entwickler sind davon betroffen, so Jeff Kaplan, Game Director von Overwatch. In einem Blog-Post schreibt er, dass sein Team schon Angst davor hat, überhaupt mit der Community zu kommunizieren.

Lebenslange Sperre für Trolle

Wenn ich einmal offen sprechen darf: Es ist einfach gruselig. Im großen Ganzen ist die Community großartig zu uns. Aber da draußen gibt es auch einige richtig fiese Leute. Unsere Entwickler dürfen alle in den Foren posten, wenn sie möchten. Nur wenige von uns machen es, weil sie eingeschüchtert sind. Es ist sehr einfach, etwas falsches zu posten und leere Versprechungen zu machen. Wenn wir sagen, dass wir an etwas arbeiten, dann dürfen wir es nicht zurücknehmen. Es ist in Stein gemeißelt.

Weil wir offen mit euch umgehen und uns nicht hinter einem anonymen Nicknamen verstecken (diesen Luxus haben nur einige von euch), werden wir oft persönlich angegriffen oder bedroht. Die meisten, großen Entwickler, die ich kenne, wollen nur ihre Spiele entwickeln und spielen. Der Teil des Jobs, öffentlich mit den Fans zu kommunizieren, ist gruselig. Es fühlt sich oft an, als könnten wir nicht dabei gewinnen.

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