PAC-MAN Friends: Weder PAC-MAN - noch Friends (Test)

Martin Malischek

Als alter PAC-MAN-Freund freute ich mich über die Freemium-App „PAC-MAN Friends“, leider war ich aber sehr schnell enttäuscht. Und das lag nicht an den In-App-Käufen.

PAC-MAN Friends: Weder PAC-MAN - noch Friends (Test)

Kurz vorab: Auch wenn Freemium-Spiele des öfteren über die Stränge schlagen und massig für Münzen und dergleichen verlangen: Ich bin ihnen wohlgesonnen. Und das nicht, weil ich die teils überteuerten Preise für vorteilhaftes Inventar klasse finde. Sondern eher, weil ich vorher weiß, worauf ich mich einlasse.

PAC-MAN Friends: Eines von vielen

Kurz zum Spiel: PAC-MAN Friends gehört zu einem der zahlreichen Ableger des gelben Allesfressers, die sich neben dem „Original“ im Play Store finden. Was ich erwartet habe: Knifflige Rätsel mit mehreren Spielfiguren zeitgleich. Was ich bekommen habe: Vollkommenes Steuerungs-Chaos, eine unübersichtliche Übersichtskarte und ellenlange Tutorial-Animationen, die sich nicht wegklicken lassen. Das habe ich mir nicht gewünscht.

Nein, mit PAC-MAN verbinde ich ein schnelles Spiel, mit einfacher Steuerung. Wie in den alten Konsolen-Zeiten: Wurde der Joystick des Automatens nicht mehr bewegt, stand auch die Figur, oder besser der PAC-MAN still. Bei PAC-MAN Friends“ fühlt es sich an als würde man im Dauerrausch spielen, da die Figuren immer noch etwas nachziehen.

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Steuerung mal anders

PAC-MAN-Friends-Steuerung

Außerdem wurde auf die Steuerung ein dermaßen schlechtes Augenmerk gesetzt, dass ich mich frage, ob die Entwickler das wirklich Ernst meinen. Bei der Aktivierung der Touchscreen-Steuerung bekommt man beispielsweise On-Screen-Buttons angeboten. Und das bei einer einfachen links-rechts- sowie oben-unten-Steuerung.

Zusätzlich wurde die Spielweise total verkompliziert und die unübersichtliche Levelkarte gibt dem Ganzen noch den Rest. Da trösten auch nicht die Goodies hinweg, die einem beim täglichen Spielen zusätzlich angeboten werden.

Drumherum in Ordnung – das Spiel ist einfach schlecht

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PAC-MAN Friends
PAC-MAN Friends (00:59)

Versteht mich nicht falsch: die Werbung ist erträglich, die In-App-Kaufpreise sind fair und an dem ganzen System habe ich nichts auszusetzen. Sonst sollte ich wohl lieber auf kostenpflichtige Spiele für Android setzen. Es stört mich auch nicht, dass das Spiel nicht sehr viel mit dem eigentlichen PAC-MAN-Ableger zu tun hat.

Bei PAC-MAN Friends nervt mich die Tatsache, dass zig Ableger in den Play Store geworfen werden, damit auch wirklich niemand an den Spielen vorbeikommt, der nach „PAC-MAN“ sucht. Wohl mit Erfolg: Das hier getestete Spiel verzeichnet eine halbe Millionen Downloads.

Hier wurde augenscheinlich nur etwas schnell programmiert, ohne sich viele Gedanken zu machen. Hauptsache nochmal vertreten, Hauptsache nochmal in der Topliste auftauchen, Hauptsache nochmal kurz Werbeeinnahmen. Und dabei kann es Bandai Namco wesentlich besser!

Bandai Namco – du kannst es doch!

Das PAC-MAN-Original, welches ihr ebenfalls kostenlos im Play Store bekommt, lässt sich ordentlich mit der Touch-Steuerung bedienen – ganz ohne eingeblendete Buttons. Ebenso kann das SEGA, die einen Freemium-Ableger des Spiels Crazy Taxi City Rush veröffentlichten. Dieser lässt sich ordentlich spielen, die In-App-Käufe sind, wie bei diesem Spiel, angemessen.

Crazy Taxi macht sogar Spaß und motiviert, was natürlich auch dem Hersteller in Form von Werbeeinnahmen zugute kommt. Gute App gleich viele Werbeeinnahmen. Irgendwie wurde bei PAC-MAN Friends an etwas nicht gedacht…

Hier geht’s zum guten Original:

PAC-MAN

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