Plants vs Zombies: EA feuerte angeblich Chef-Entwickler weil er kein Pay-to-Win wollte [Update]

Michael Sonntag
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Wenn es nach dem Schöpfer des beliebten Tower Defense-Spiels gegangen wäre, hätte es das unter Spielern verhasste Prinzip niemals in sein Spiel geschafft.

Update vom 22. November 2017 12.00 Uhr

Inzwischen haben sich sowohl George Fan als auch der ehemalige Producer von Plants vs Zombies 2, Allen Murray, auf Twitter zu Wort gemeldet. Die Annahme, Fan sei aufgrund seiner Aversion gegenüber Pay-to-Win entlassen worden, sei offenbar stark vereinfacht dargestellt.

So wurde Fan tatsächlich entlassen, allerdings im Zuge der Schließung des Studios in San Mateo, gemeinsam mit 50 anderen Mitarbeitern. 

Fan bestätigt, dass er von Electronic Arts entlassen wurde und gibt auch zu, nicht mit den Finanzierungsmodell einverstanden gewesen zu sein. Allerdings gibt es keinen Zusammenhang zwischen beiden Ereignissen. Im Gegenteil, wie Kotaku berichtet war Fan gar nicht an der Entwicklung von Plants vs Zombies 2 beteiligt.

Originalmeldung vom 21. November 2017 14.30 Uhr

Während des YouTube-Podcasts Table Live plauderte Indie-Entwickler Edmund McMillen aus dem Nähkästchen der Branche. McMillen ist als Entwickler für Spiele wie Super Meat Boy und The Binding of Isaac bekannt. Ab einem Punkt erzählte der Entwickler den anderen vier Gästen, wie es dazu kam, dass sein Freund George Fan Plants vs Zombies entwickelte.

Ab Minute 41:00 erzählt McMillen die erfolgreiche, aber auch traurige Geschichte hinter dem beliebten Indie-Spiel:

Laut McMillen wurde Fan vom amerikanischen Studio PopCap Games angeheuert, um mit zwei anderen Entwicklern in einem kleinen Büro an einem neuen Spiel zu arbeiten. Als PC-Spiel war dann Plants vs Zombies kurz nach Release im Jahre 2009 bereits sehr beliebt. Im Juli 2011 kaufte dann das Spiele-Unternehmen Electronic Arts das Studio auf und verhalf dem Spiel zu noch größerem Erfolg. Im Rahmen der Gespräche, wie denn eine mögliche Fortsetzung des Spiels aussehen könnte, schlug EA dem Chef-Entwickler George Fan vor, neben einer Mobile-Adaption auch ein Pay-to-Win-System darin einzufügen. Als dieser sich nicht damit einverstanden sah, wurde er gefeuert.

Dieses Spiel war etwas Persönliches. Die Charaktere waren etwas Persönliches. In jedem kleinen Stück steckte etwas von ihm. Es war sein Baby“, sagte McMillen über seinen Freund. „Und er ging und jetzt macht er wieder Indie-Spiele. Er arbeitet an einem Spiel namens Octagon.

So sieht die Fortsetzung aus – Es ist immer noch Plants vs Zombies, aber nicht mehr das seines Schöpfers:

Plants vs. Zombies - Garden Warfare 2: Alle Charaktere und Klassen in der Übersicht

Electronic Arts steht zurzeit wegen vieler ihrer Entscheidungen in der Kritik, sei es die Schließung des Dead Space-Studios Visceral Games oder die Implementierung von Loot-Boxen und Pay-to-Win in Star Wars Battlefront 2. Spielst du Plants vs Zombies noch? Wie stehst du zur jetzigen Situation um EA? Sag uns deine Meinung!

Weitere Themen: Pflanzen gegen Zombies, PopCap Games

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