Pokémon GO: Schon wieder mehrere Spieler in Russland verhaftet

Alexander Gehlsdorf

Zur falschen Zeit am falschen Ort. 18 Pokémon GO-Spieler wurden zusammen mit mehreren hundert Regierungskritikern verhaftet.

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Russland und Pokémon GO haben schon länger ein schwieirges Verhältnis zueinander. So wurde im September 2016 ein 22-jähriger verhaftet, da er in einer russischen Kirche Pokémon GO gespielt hat. Im Juli 2017 wurde er dafür sogar zum Terroristen erklärt.

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Jetzt wurden erneut russische Pokémon GO-Spieler verhaftet, die Umstände waren jedoch etwas ungewöhnlicher. Anlässlich des hundertjährigen Jubiläums der Oktoberrevolution gingen in dieser Woche etliche Menschen auf die Straße, um gegen Vladimir Putin und die russische Regierung zu protestieren. 376 wurden verhaftet, darunter allerdings auch 18 Pokémon GO-Spieler, die lediglich zufällig in der Nähe der Demonstration nach neuen Monstern gesucht hat. Statt zu demonstrieren haben sie sich jedoch nur versammelt, um diverse Raid-Bosse zu erledigen.

Nächste Woche müssen sie sich dafür vor Gericht verantworten. Es drohen Geldstrafen von bis zu 20.000 Rubel pro Person, umgerechnet gut 300 Euro. Ob sich der Richter allerdings von der Erklärung der Pokémon GO-Spieler beeindrucken lässt, bleibt abzuwarten.

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