5 Gründe, warum Pokémon immer erfolgreich sein wird

Lukas Flad

Seit 20 Jahren begeistert Pokémon die Massen und ein Ende dieses Phänomens ist nicht absehbar. Meiner Meinung nach werden die auch immer so erfolgreich bleiben wie bisher – hier sind fünf Gründe, die dafür sprechen.

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4 kurze Fakten zu Pokémon Sonne und Mond

Mit Pokémon Sonne und Mond erscheint die Tage die neueste Generation der beliebten Videospiel-Reihe. Seit nunmehr 20 Jahren begeistern die niedlichen Wesen Spielerinnen und Spieler auf der ganzen Welt und es scheint fast so, als würde diese Hochstimmung der erfolgreichen Serie keinen Abbruch finden. Aber wie denn auch? Pokémon zählt zu den sich am besten verkaufenden Videospielmarken überhaupt – weltweit wurden bisher über 270 Millionen Einheiten verkauften. Andere Spiele können nur davon träumen, eines Tages die japanische Spieleserie zu beerben und auch Pokémon Sonne und Mond, die beiden neuen Editionen, konnten uns in unserem Test überzeugen.

Ebendeswegen ist es an der Zeit nach Gründen zu suchen, warum Pokémon so gut funktioniert oder, um mich mal etwas weiter aus dem Fenster zu lehnen: Es wird Zeit herauszufinden, warum Pokémon immer erfolgreich sein wird.

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1. Keine Frage der Generation

Streng genommen handelt es sich bei der Zielgruppe von Pokémon um eine junge Kundschaft. Der Grund dafür, dass die Marke auch viele erwachsene Fans hat, liegt ganz einfach daran, dass diese damals die ersten Editionen gespielt haben und viele dementsprechend das Gefühl der Nostalgie verspüren, wenn sie die kleinen Monster sehen. Es ist eine Spirale: Personen, die früher bereits Abenteuer mit den Pokémon erlebt haben, werden höchstwahrscheinlich auch ihre Kinder in die Welt einführen und diese Kinder dann ihre und so weiter. Pokémon verbindet dadurch Generationen. Selbstverständlich setzt diese Verbindung voraus, dass man etwas mit dem Prinzip des Fangens und Kämpfens von Monstern anfangen kann.

Zwar weist die Story selten eine große Komplexität vor, aber dafür verhelfen die teils anspruchsvollen Kämpfe der Reihe einen gewissen Anspruch zu wahren. Und besonders wenn man dann auch noch den Kampf gegen andere (menschliche) Trainer sucht, offenbart das Spiel, dass es durchaus Tiefgang besitzt, mit dem man anfangs gar nicht gerechnet hat.

2. Etwas für jeden

Pokémon ist taktisch. Und damit ist nicht das übliche Einsetzten von Wasser-Pokémon gegen Feuerwesen oder andere effektive Kombinationen gemeint, sondern vielmehr die strategische Zusammenstellung eines Teams. Beschäftigst Du Dich einmal intensiver mit der Materie der Zucht von Pokémon und den unterschiedlichen Möglichkeiten, sie zu trainieren, wird schnell deutlich, dass die meisten beim Spielen nur an der Oberfläche kratzen.

Allerdings ist das ja auch gar nicht schlimm. Die Pokémon Company versteht es seit Jahren ein Spielerlebnis zu kreieren, das sowohl für Taktiker als auch Gelegenheitsspieler etwas bietet und präsentiert das anschließend in einem hübschen kunterbunten Gewand. Du kannst tagelang nach der besten Zusammenstellung Deines Teams suchen, und tüfteln, und wieder verwerfen, und weiter ausprobieren, bis Du am Ende zufrieden ist. Anschließend eröffnet sich mittlerweile auch die Möglichkeit, gegen Trainer auf der ganzen Welt zu kämpfen, und somit immer wieder neuen Herausforderungen zu begegnen.

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3. Die erfolgreiche (unabhängige) Verbindung mehrerer Medien

Pokémon sind mittlerweile längst nicht mehr nur im Videospielbereich daheim, sondern freuen sich über zahlreiche Ausflüge in andere Medien oder Branchen. Vom ebenfalls beliebten Anime, über etliche Kinofilmadaptionen, bis hin zu Manga, Plüschfiguren und thematischen Restaurants. Es gibt fast nichts, was nicht auf irgendeine Art und Weise mit den Monstern in Verbindung gesetzt werden kann. Es ist unter anderem genau diese Verschmelzung verschiedener Medien zu etwas Größerem, das die Marke Pokémon so erfolgreich macht.

Verschiedene Produkte begünstigen erstens unterschiedliche Einnahmequellen, zweitens öffnen sie die Marke andererseits aber auch einem breiteren Publikum, welches Pokémon zuvor nicht als etwas wahrgenommen, das auch außerhalb der Welt der Videospiele existiert. So wird kontinuierlich die Möglichkeit geschaffen, nahezu überall für eines der größten Standbeine von Nintendo werben zu können, ohne offensichtlich Werbung zu betreiben, sondern vielmehr Alltagsgegenstände, Bücher oder Filme anzubieten. Das ist schlau, da Interessenten so nahezu unbewusst in Kontakt mit der Marke treten und Nintendo gleichzeitig verschiedene Gruppen von Menschen abholt; beispielsweise den Sammler von Mangas, den Liebhaber von Anime oder aber den Videospieler.

Pokémon Sonne und Mond: Pokédex mit Liste aller Pokémon der 7. Generation

4. Keine großen Revolutionen

Viele Freunde von Videospielen werfen den großen Studios heutzutage vor, dass sie sich nicht mehr trauen etwas Neues zu wagen, keine richtigen Innovationen erkennen lassen und folglich zu stagnieren scheinen. Ähnliches könnte man auch über die Pokémon-Spiele sagen. Allerdings würde das der Serie nicht gerecht werden, denn sie motiviert noch immer. Einer der Gründe, warum Nintendo und The Pokémon Company das Grundprinzip von Pokémon seit der Erstveröffentlichung der roten Edition 1996 in Japan nicht geändert hat, ist schlicht und einfach, da es funktioniert. Das Fundament der Reihe zieht mich immer noch in diese Spirale, mit dem Drang immer weiter zu spielen. Das Fangen neuer Monster, das anschließende Ausbauen des eigenen Teams, der Kampf gegen etliche Trainer. Die Quintessenz von den heutigen Editionen ist dieselbe wie zu den Anfangszeiten. Aber die Fans erwarten auch nicht wirklich großartige Änderungen. Das Konzept ist bewährt und es funktioniert immer noch, da es eben schon an die Perfektion getrieben wurde.

Und dann kommt es trotzdem hin und wieder vor, dass sich die Pokémon Company kleine Änderungen einfallen lässt, die den Anschein erwecken, dass man auf einmal ein ganz neues Spiel in seinen Händen hält. Dieses Jahr wurden in Pokémon Sonne und Mond beispielsweise die klassischen Arenen aus dem Spiel geworfen und dafür sogenannte Prüfungen implementiert. Diese sorgen in Kombination mit der komplett neuen Inselregion, die auch optisch eine frische Brise durch das Spiel ziehen lässt, für kein komplett neues, aber dennoch verändertes Spielerlebnis.

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5. Nintendo als erfahrenes Unternehmen

„Nintendo macht Spiele für die ganze Familie.“ Mit dieser Aussage stimmt vermutlich jeder überein, der schon mal einen Titel des japanischen Unternehmens gespielt hat. In den Spielen von Nintendo geht es ruhig zu. Sie sind familienfreundlich. Die Eltern müssen sich keine Sorge machen, dass ihre Kinder während des Spielens mit Inhalten konfrontiert werden, die auf irgendeine Art unangemessen sein könnten. Nintendo achtet auf sein Image und das ist auch die Stärke: Du weißt, was Du erwarten kann, wenn Du ein Spiel des Unternehmens in die Konsole schiebst.

Die vorhandene Erfahrung erlaubt es Nintendo genau zu wissen, was funktioniert. Nicht umsonst erschien die Hauptreihe der Pokémon-Spiele auf den hauseigenen Handhelds; portablen Konsolen, durch die der Begriff Pokémon erst so richtig an Bedeutung gewann. Die kleinen Wesen sind überall mit dabei. Nintendo versteht es den Markt zu analysieren und dann angemessen darauf zu reagieren. Ich möchte hier keine Diskussion im Bezug auf die Wii U und die kommende Nintendo Switch entfachen, daher lass es mich so ausdrücken: Es läst sich nicht leugnen, dass Nintendo seit Jahrzehnten im Geschäft ist und daher weiß, was man sich erlauben kann und was garantiert nicht funktionieren wird.

Ein gutes Beispiel ist der App-Markt. Nintendo hat erst relativ spät damit angefangen, Spiele für das Smartphone zu entwickeln. Dafür wurde zusammen mit Pokémon GO, dass zusammen mit Niantic und der Pokémon Company entwickelt wurde, ein wahres Brett geschaffen, das immer noch zahlreiche Spieler begeistert. Und auch das bald erscheinende Super Mario Run verspricht erfolgreich zu werden. Nintendo versteht den Markt. Das Unternehmen wird also auch in der Zukunft genau wissen, wie es Pokémon einsetzten muss, um mit der Mark einen Erfolg zu erzielen.

Was heißt das alles im Detail?

Die kleinen Monster wird es immer geben. Das ist keine gewagte These, sondern lediglich eine konsequente Schlussfolgerung. Wenn The Pokémon Company und Nintendo den derzeitigen Kurs beibehalten, dann werden sich die Unternehmen – zumindest im Bezug auf Pokémon – mit keinen Problemen konfrontiert sehen. Die Begeisterung bei den Fans wird mit den kommende Woche erscheinenden Editionen Pokémon Sonne und Mond sicher erneut Einzug halten und den Weg für weitere Ableger ebnen.

 

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