Pokémon Rumble U: Rettet Pikachu Nintendos Wii U?

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Achtung, Achtung! Dieser Artikel wurde von jemanden geschrieben, der noch nicht einmal weiß, wie man Pokemom, eh Pokémon schreibt. Mein Wissen über Pikachu, Woingenau & Co mag überschaubar sein. Wenn Nintendo aber bekannt gibt, dass das im April kommende „Pokémon Rumble U“ erstmals das NFC-Feature des Wii U-Tablets nutzen wird, dann horche sogar ich auf. Immerhin bedeutet diese Ankündigung, dass die Japaner mit dem Pokémon-Franchise, welches sich weltweit über 200 Millionen Mal verkauft hat, nicht länger sehr viel Geld verdienen können, sondern ab sofort RICHTIG viel. Und genau das hat Nintendo gerade bitter nötig.

Pokémon Rumble U: Rettet Pikachu Nintendos Wii U?

Die Sache mit dem NFC-Feature ist weder neu, noch ist sie interessant, wird der eine andere Leser nun sicherlich einwerfen wollen. Stimmt so nicht ganz. Nintendo hat zwar bereits vor einem Jahr bekanntgeben, dass die Wii U die sogenannte Nahfeldkommunikation unterstützen wird, was sie damit aber genau vorhat, nimmt erst jetzt konkrete Formen an. Und diese Formen sind durchaus interessant.

Also was war das doch gleich nochmal, dieses NFC? Man legt irgend so ein putziges Dings auf das Wii U Touchpad und schon erhält man eine digitalisierte Version des Spielzeugs. Die taucht dann im Spiel selbst auf. Natürlich will das Dings vorher einzeln irgendwo gekauft werden und natürlich ist das Dings nur eines von ganz, ganz vielen anderen Dingern, so dass man sein Spiel mit immer neuen Dingern füttern kann und so gut wie nie damit fertig wird.

Dass das weniger mit dem Spielen im klassischen Nintendo-Sinne (die ganz frühen Firmenjahre jetzt mal ausgenommen) zu tun hat und sich in erster Linie an Sammler und Kinder richtet, ist Nintendo natürlich bewusst. Schließlich heißt das hier kopierte Vorbild „Skylanders“ und damit hat Activision mehr als eine Milliarde Dollar verdient.

Pokémon Rumble U: Milliardenspiel Skylanders als Vorbild

Eine Milliarde ist sehr viel Geld. In einer Zeit, in der der Absatz von Retail-Software branchenweit sinkt, ist eine Milliarde aber noch ein bisschen mehr als viel Geld – es ist ein funktionierendes Geschäftsmodell und danach sucht Nintendo derzeit mehr denn je.

Wie wichtig ein neuer, lukrativer Absatzmarkt für Nintendo momentan ist, das zeigt der Blick auf die jüngsten Verkaufszahlen der Wii U. Der Negativtrend der letzten Monate setzt sich erbarmungslos fort. Im Februar mussten die Japaner im Vergleich zum Vorjahr einen Rückgang von 36% im Hardware-Bereich hinnehmen – obwohl der Launch der neuen Konsole gerademal ein paar Monate zurückliegt. Der Verkauf von Spielen ging indes um 25% zurück. Es sieht nicht gut aus.

Auftritt Pikachu. Das erste NFC Pocket Monster-Set umfasst Bisasam, Pikachu, Flemmli, Plinfa, Lucario und Victini. Dazu gibt es noch eine weitere, geheime Figur. Vorerst wird es das scanbare Spielzeug nur auf dem japanischen Markt geben, wo man es „blind“ aus einem Automaten zieht. Für Sammler bedeutet das: So lange probieren, bis man alle Figuren zusammen hat. Jede Figur erscheint mit einem Preis von umgerechnet 1,60 Euro im Handel. Dazu gibt es noch eine Art Brotdose zum Aufbewahren der Figuren, welchen man für etwas mehr als 6 Euro kaufen kann.

Eltern deren Kinder einer Wii U haben, müssen also jetzt ganz stark sein und das Taschengeld genauestens im Blick behalten. Es gibt, habe ich mir sagen lassen, über 700 Pokémon-Figuren. Es kann also teuer werden. In den kommenden Monaten werden wir von Pokémon und der Wii U sicher noch viel hören. Mit „Pokémon Rumble U“ hat Nintendo gerade erst angefangen, diesen Markt für sich zu vermessen. Allerdings bereitet sich auch Disney mit „Infinity“ schon auf die Eroberung der Kinderzimmer vor. Wer das Kinderzimmer am Ende für sich gewinnen kann, wird sich also noch zeigen.

 

 

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