Port Royale 3

Als Ascaron 2009 Insolvenz anmelden musste, waren das schlechte Nachrichten für Fans von Wirtschaftssimulationen. Das deutsche Unternehmen Kalypso übernahm jedoch viele der Mitarbeiter genauso wie einige der bekanntesten Marken. Nachdem die Lizenz 9 Jahre vor sich hin geschlummert hat, belebten diese Entwickler unter dem neu gegründeten Studio Gaming Minds die Patrizier-Reihe wieder und machen sich nun daran, mit Port Royale 3 ähnliches zu schaffen.

Die auffälligste Neuerung dabei: Port Royale 3 erscheint ebenfalls für Xbox 360 und Playstation 3 und lässt sich auch am PC problemlos mit einem Gamepad steuern. Dadurch, dass die Konsolenumsetzungen von Anfang an Teil des Entwicklungsprozesses waren, wirkt die Steuerung – wie es bei Strategie-Spielen sonst oft der Fall ist – nicht aufgesetzt. Tatsächlich lassen sich einige Bereiche des Spiels so sogar besser steuern: In den Sehgefechten bekommt ihr etwa die Gelegenheit, euer Schiff eigenhändig gegen Piraten und verfeindete Nationen in den Kampf zu schicken und es mit den Analogsticks selbst zu steuern. Mit Maus und Tastatur kommandiert ihr es dagegen wie in einem klassischen Echtzeitstrategiespiel durch Klicks auf die Umgebung und die Gegner. Alternativ könnt ihr die Seeschlachten auch automatisch ablaufen lassen, wo dann entscheidend ist, wie eure Schiffe ausgerüstet sind und welche Eskorte ihr ihnen mitgegeben habt.

Sämtliche Preise werden also von Angebot und Nachfrage diktiert. Überschwemmt ihr eine Siedlung mit Baumwolle, werdet ihr dort kaum noch etwas daran verdienen.  Wird sie bereits von den Spaniern mit den entsprechenden Ressourcen versorgt, müsst ihr euch entweder ein anderes Städtchen suchen oder aber einen Weg finden, die Spanier zu vertreiben und die entsprechende Ressourcen knapp werden zu lassen.

Handelt ihr regelmäßig mit einer Siedlung, baut ihr euch dort einen gewissen Ruf auf. Ist dieser gut genug, bekommt ihr schließlich die Gelegenheit, eure eigenen Gebäude zu bauen und so wiederum neue Warenketten ans Laufen zu bringen. Auch die Organisation von Festen zur weiteren Festigung eures Rufs oder das Beten in der örtlichen Kirche sind möglich. Sämtliche Siedlungen sind jetzt individuell aufgebaut und begehbar. Dank der selbst entwickelten Grafik-Engine können die sich auch durchaus sehen lassen – genauso, wie auch das wunderhübsch anzusehende Wasser.

 

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