Portal 2: Ego-Action-Puzzle für den Mac

Flavio Trillo
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Chell und GLaDOS sind wieder vereint und mit Portal 2 geht der Puzzle-Action-Titel aus dem Hause Valve in die nächste Runde. Die Hauptpersonen sind geblieben: Ein latent aggressiver, leicht sarkastischer Computer namens GLaDOS und Chell, die vom Spieler kontrolliert wird. Auch die vertraute “Portal Gun” findet der Spieler wieder. Neu sind dagegen einige Spielelemente sowie ein Kooperationsmodus, in dem die Spieler zwei Roboter steuern, welche die Level nur gemeinsam bewältigen können.

Portal 2 spielt, wie auch der Vorgänger, in den Räumen der Aperture Science Anlage. Hier besiegte Chell im ersten Teil den intelligenten Computer GLaDOS. Doch gelingt ihr bisweilen auch ein Blick hinter die Kulissen, frei von Kontrolle und ohne ständige Bewachung. Um die neuen Tests bestehen zu können, gaben die Entwickler der Hauptfigur einige neue Werkzeuge in die Hand. Einerseits werden durch die Portale zusätzliche physische Effekte übertragen, wie etwa ein Luftstrom. Damit kann der Spieler Objekte nach Bedarf anziehen oder umpusten.

Katapulte, Gel, Asbest

Ebenfalls neu: Mithilfe des sogenannten “Excursion Funnel“, eines Traktorstrahls aus flüssigem Asbest, lassen sich scheinbar unerreichbare Orte ganz leicht erklimmen. Der sinnvolle Einsatz der Portal Gun spielt dabei eine entscheidende Rolle. Ein neuartiges Gel sorgt beim Kontakt mit einer Oberfläche für verschiedene Effekte. Entweder, Chell wird schneller in der Fortbewegung oder kräftig abgestoßen, wodurch weitere Sprünge möglich sind. Auch andere Objekte können mit dem Gel beschossen werden und nehmen die jeweiligen physischen Eigenschaften an.

Diverse neue Gegenstände, mit denen Chell interagieren kann, helfen ihr dabei, Gefahren wie den “Thermal Discouragement Beam”, einen tödlichen Laser, zu umgehen. So etwa der “Redirection Cube“, ein Würfel mit spiegelnden Oberflächen, oder die katapultartigen “Aerial Faith Plates“.

Gemeinsam sind wir stark

Neben dem herkömmlichen Einzelspieler-Modus gibt es auch eine Koop-Variante, in der zwei Spieler je einen Roboter steuern. Die Kreaturen wurden unter dem Einfluss von GLaDOS “beseelt” und suchen sich ihren eigenen Weg heraus aus der Aperture Science Anlage. Die hierfür zur Verfügung stehenden Test-Räumen sind sehr viel komplexer aufgebaut, als im Einzelspieler-Modus, da aufgrund der vielen möglichen Portal-Kombinationen deutlich kompliziertere Lösungen denkbar sind.

Der Multiplayer-Modus kann entweder am gleichen Rechner mit geteiltem Bildschirm oder über Steam mit Teilnehmern aus der ganzen Welt gespielt werden. Dabei macht es keinen Unterschied, ob die kooperierenden Spieler einem Windows PC, eine PlayStation 3 oder Mac OS X nutzen.

Valve verspricht bis zu 2,5 Mal längeren Spielspaß als beim Vorgänger. Die Dauer der Kampagnen wurde auf ungefähr 6 Stunden geschätzt. Portal 2 ist ab sofort via Steam verfügbar und kostet 49,99 Euro.

Fazit:
Nach vielen Jahren im Handel und nur knapp einem Jahr auf dem Mac scheint Portal 2 ein würdiger Nachfolger des berühmten Puzzle-Action-Spieles zu werden. Bekannte Spielelemente vermengen sich mit spannenden Neuerungen und der Kooperations-Modus verspricht eine Menge Spaß. Die Tester überschlagen sich vor Begeisterung über Gameplay, Grafik und Soundeffekte. Allerdings sei Portal 2, einmal durchgespielt, kaum interessant für eine zweite Runde. Die Rätsel verlieren ihre Spannung, wenn man die Lösung bereits kennt. Insgesamt könne der Titel aber überzeugen und die 40 bis 50 Euro Marktpreis scheinen gut angelegt.

Vorteile:
+ Durchdachtes Spielkonzept
+ Vielseitige neue Charaktere
+ Plattformübergreifender Kooperations-Modus

Nachteile:
- Zwingende Bindung an Steam
- Nicht zum mehrmaligem Durchspielen geeignet

Zusatzinfos:
Entwickler: Valve Software
Distributor: EA Interactive
Systemvoraussetzungen: Mac OS X 10.6.6, Intel Dual Core 2,0 GHz, 2 GB Arbeitsspeicher, ATI Radeon 2400/NVidia 8600M.

Weitere Themen: Mac, Portal, Valve

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