Portal & Mirror's Edge - Gemeinsamkeiten zwischen zwei Spielen, die aus der Reihe tanzen

Leserbeitrag
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Portal und Mirror’s Edge sind zwei völlig verschiedene Spiele von zwei völlig verschiedenen Entwicklern. Trotzdem gibt es da gewisse Gemeinsamkeiten, die einem auffallen könnten. Hat Mirror’s Edge etwa von Portal abgekupfert?

Mirror’s Edge dreht sich um eine korrupte Regierung, in der es sogenannte Runner gibt, die sozusagen als verdeckte Kuriere arbeiten, um wichtige Informationen den Augen der Regierung vorzuenthalten. Portal dreht sich um das Aperture Science Enrichment Center, das, außer eines Computers, anscheinend völlig verlassen ist. Was sich spontan nach komplett verschiedenen Spielen anhört, scheint bei genauerer Betrachtung sogar recht ähnlich. Zählen wir auf!

Die Umgebung

Portal: Die Testkammern sind völlig steril gehalten. Nur an einigen Stellen findet man ”Behind the Scenes”-Schlupflöcher.
Mirror’s Edge: Die Stadt glänzt nur so vor Sauberkeit. Auch hier ist alles komplett sauber und steril.

Bei beiden Spielen trägt die Sterilität zu einem ”Überwachungs-Feeling” bei, außerdem soll sie bei beiden Spielen die bösen Machenschaften der Antagonisten verdecken, bei Portal ist dies GLaDOS, in Mirror’s Edge die Regierung.

Der Titelsong

Portal: Der Titelsong nennt sich Still Alive. Er wird bei Komplettierung des Spiels abgespielt.
Mirror’s Edge: Auch dieser Titelsong nennt sich Still Alive. Er ist in verschiedenen Variationen während des Spiels zu hören, spielt sich aber erst bei Komplettierung des Spiels in seiner ”Urform” ab.

Das ist wohl die auffälligste Gemeinsamkeit. In Portal gibt es übrigens auch eine Variation des Titelsongs, die während des Spiels zu hören ist, nämlich in den Radios. Aus den Geräten tönt, wann immer man sie findet, ein Instrumentalremix von Still Alive.

Die Antagonisten

Portal: Ein Computer, der erst vorgibt, behilflich zu sein, einem dann aber doch nicht sehr gut gesinnt ist.
Mirror’s Edge: Die korrupte Regierung, die die Totalüberwachung zu verdecken versucht.

Der größte Unterschied zwischen den beiden Spielen in diesem Punkt ist wohl die Tatsache, dass man in Portal zunächst selber denkt, dass GLaDOS gutmütig ist. In Mirror’s Edge weiß man von Anfang an: Diese Regierung arbeitet nicht mit fairen Mitteln.

Die Protagonisten

Portal: Chell, eine Frau.
Mirror’s Edge: Faith, eine Frau.

Frauen sind nicht sehr häufig in Ego-Shootern, besonders nicht als Hauptcharaktere. Natürlich gibt es da Ausnahmen, aber die bestätigen nun mal die Regel.

Das Spielkonzept

Portal: Es wird weder geschossen, noch getötet. Man muss Rätsel lösen, und das ohne einen Schuss im ganzen Spiel abzugeben (außer aus der Portalgun natürlich).
Mirror’s Edge: Es kann geschossen werden, aber das Spielkonzept basiert nicht darauf. Man soll hier ebenfalls Rätsel lösen und es gibt ein Achievement, das einen belohnt, wenn man das Spiel ohne zu schießen beendet.

Dazu gibt es nichts weiter zu sagen, beide Spiele haben ein originelles Spielkonzept und tanzen sicherlich aus der Reihe.

Fazit

Die meisten dieser Gemeinsamkeiten sind sicherlich zufällig, und ich denke auch nicht, dass Mirror’s Edge mutwillig von Portal abgekupfert hat. Trotzdem scheint auch EA die Gemeinsamkeiten erkannt zu haben und hat nun in einer Pressemitteilung Anspielungen auf Valves Rätselshooter gemacht:
you could say: This was never about guns. It was about its stark originality. Maybe we can back away from some of those older things? and emphasize the smooth play and puzzles and move it toward, if you will, a Portal.”

”Man könnte sagen: Das Spiel drehte sich nie um Waffen. Es lebte von seiner starken Originalität. Vielleicht können wir Abstand von einigen älteren Konzepten nehmen, das flüssige Gameplay verstärken und uns in Richtung eines… nennen wir es ’Portales’ bewegen.”

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