Netzpolitik - GVU räumt richtig auf

Jonas Wekenborg
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Nachdem die GVU letztens die Streaming-Site kino.to zu Fall gebracht hatte, musste nun mit Drei.to ein weiteres großes Portal die Waffen vor der Gerechtigkeit strecken.

Netzpolitik - GVU räumt richtig auf

In einer Pressemitteilung gab die GVU nun bekannt, dass man das Portal Drei.to offline gesetzt habe. Dabei handelt es sich, ähnlich wie bei kino.to, um eine RapidShare-Datenbank mit mehr als 57.000 PC- und Konsolenspielen, Musik, Kinofilmen und Pornos.

Drei.to hieß ursprünglich einmal 3dl.am, wurde jedoch nach vier Jahren Laufzeit 2008 von der SAFE (schweizerischen Vereinigung zur Bekämpfung der Piraterie) unter Beschuss genommen. Es dauerte drei weitere Jahre und die Beihilfe der GVU, um den Netzpiraten das Handwerk zu legen.

Ein ehemaliger Betreiber der Seite, der 2007 bis 2009 verantwortlich war, konnte befragt werden. Laut eigenen Angaben hatte er im Monat umgerechnet knapp 34.000 Euro eingenommen. Als sich die Site nicht mehr rentiert hätte, verkaufte er sie 2009 für 85.000 Euro. Der derzeitige Betreiber gibt hingegen an, dass er den Betrieb erst vor zwei Monaten angetreten sei.

Nach der Pressemitteilung der GVU nahmen die Betreiber der Site öffentlich Stellung, in der es dann auch heißt, man wurde weder hochgenommen noch gehackt. “Bei einem so großen Portal ist es einfach unrealistisch den Gedanken zu hegen, dass dies immer weitergehen kann, ohne dass man von den Behörden ins Visier genommen wird.”

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