Prey 2: Entwickler seit November im Streik?

Robin Schweiger

Gestern erreichte uns die Meldung, dass Prey 2 nicht eingestellt , sondern nur verschoben wurde. Als Grund gab Publisher Bethesda an, dass das Spiel nicht den Qualitätsansprüchen der Firma entspräche.  Gut möglich, dass dies aber nur die halbe Wahrheit war.

Prey 2: Entwickler seit November im Streik?

Shacknews zitiert eine anonyme Quelle. Die besagt, dass sich Bethesda (beziehungs Mutterkonzern ZeniMax) nicht freiwillig zu der Verschiebung entschlossen hätte, sondern vom Entwicklerstudio Human Head dazu gezwungen wurde. Das Studio habe nämlich im November die Arbeit am Spiel eingestellt, weil sie nicht mit dem Vertrag mit ZeniMax nicht zufrieden gewesen waren und Druck aufbauen wollten. Das Ergebnis: Ein Großteil der Entwickler wurde entlassen – allerdings mit Ausblick darauf, dass sie wieder eingestellt würden, wenn ein neuer Vetrag ausgehandelt wurde.

Die Verhandlungen wären gut vorangeschritten, bis sie im Januar fast vollständig versiegten und viele der ehemaligen Entwickler glauben ließen, dass “Prey 2″ niemals das Licht der Welt erblicken würde. Im März wären die Verhandlungen dann wieder aufgenommen worden – darüber hinaus könne die Quelle keine Angaben mehr machen.

Somit scheint hinter der Verschiebung sehr viel mehr zu stecken, als ZeniMax zunächst behauptet hat. Dass “Prey 2″ nicht den Qualitätsansprüchen entspräche und die benötigten Milestones nicht erreicht hätte, ist schließlich kein Wunder, wenn das Team seit fast einem halben Jahr nicht mehr am Spiel gearbeitet hat.

Es gibt auch einen neuen Einblick in die Geschäftspraktiken der Spieleindustrie: Immer wieder erreichen uns Nachrichten darüber, dass die Arbeitsbedingungen bei der Spieleentwicklung teils unzumutbar sind – insbesondere, wenn sich ein Projekt dem Ende neigt. Im Jahre 2011 kam so etwa L.A. Noire-Entwickler Team Bondi in die Schlagzeilen, als sich mehrere ehemalige Mitarbeiter beschwerten

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