Soundfreaq Sound Step Recharge: Test der Bluetooth-Dockingstation

Daniel Kuhn
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Die Auswahl an Audio-Dockingstationen ist inzwischen fast nicht mehr zu überschauen – zumindest für iPods und andere iOS-Geräte. Wer allerdings ein Android-Gerät besitzt, findet kaum eine angepasste Lösung – abgesehen vielleicht von der auf der IFA vorgestellten Philips AS111. Da viele Dockingstationen aber eine Bluetooth-Verbindung besitzen, ist es zumindest theoretisch möglich, auch Androiden mit ihnen zu nutzen. Die Firma Soundfreaq war so nett, uns eine SFQ 02 – Sound Step Recharge bereitzustellen, anhand derer wir einmal testen wollen, wie gut diese theoretische Verbindung in der Praxis klappt – dabei haben wir diese natürlich auch gleich einem ausführlich Test unterzogen.

Soundfreaq Sound Step Recharge: Test der Bluetooth-Dockingstation

Verbindung mit Android

Für die Verbindung zwischen Android-Geräten und der SoundStep Recharge Dockingstation stehen zwei Wege zur Verfügung, die beide denkbar einfach sind.

Verbindung über Bluetooth

Es könnte kaum einfacher sein: Einfach die Dockingstation anschalten, auf Bluetooth stellen und „Pair“ drücken. Dann am Android-Gerät die Bluetooth-Verbindung aktivieren und in den Einstellungen „Verbinden mit Sound Step Recharge“ auswählen. Kurz darauf sollte die Verbindung hergestellt sein und dem Musikgenuss nichts mehr im Wege stehen.
Lediglich bei einigen Geräten mit CyanogenMod kann es zu Problemen kommen, da nicht für alle Bluetooth-Chips Open Source-Treiber bereitstehen – was für das CM-Team ein absolutes K.O.-Kriterium darstellt. Das Samsung Galaxy S von Amir hat die Verbindung ohne Widerworte hergestellt, während mein LG Optimus Speed mit installierter CM7 den Dienst verweigert hat. Mit StockROM funktionierte die Musikübertragung dann aber problemlos – hier heißt es also ausprobieren.

Verbindung über Kabel

Falls Probleme bei der Bluetooth Verbindung bestehen, kann man immer noch den kabelgebundenen Weg einschlagen und den Headset-Ausgang des Android-Gerätes über ein Klinke-auf-Klinke-Kabel mit dem AUX-Eingang der Sound Step Recharge verbinden und dann den AUX-Button drücken. Fertig.

Gehäuse & Anschlüsse

Das Gehäuse der Soundfreaq Sound Step Recharge ist aus Kunststoff gefertigt, fühlt sich aber trotzdem recht hochwertig an. Ein kleiner Nachteil ist allerdings die Klavierlackoptik, die Staum und Fingerabdrücke magisch anzuziehen scheint. An der Front befinden sich zwei kleine Stereo-Lautsprecher, die durch einen auf der Rückseite befindlichen Subwoofer ergänzt werden. Bei den Tasten handelt es sich, mit Ausnahme der Power-Taste, um relativ kleine runde Touch-Buttons, die nicht immer ganz einfach zu treffen sind. Anschlussseitig steht neben dem Dock-Anschluss und dem Video-Out für iPhone, iPad und iPod auch ein 3,5 mm-AUX-Eingang, einen Anschluss für das Netzteil und einen USB-Port, mit dem man zum Beispiel ein Android-Gerät aufladen kann, bereit. Das finden wir sehr praktisch – ebenso wie die Gummiabdeckung für den Dock-Anschluss, der Platz und Halt für Smartphones bietet. An der Unterseite des Gehäuses findet sich außerdem Platz für kleine Fernbedienung, so dass diese unterwegs nicht verloren geht.



Sound

Dass man von so kleinen Lautsprechern keinen audiophilen High End-Klang erwarten kann, sollte eigentlich klar sein. Trotzdem klingt die Sound Step Recharge erstaunlich gut – vor allem bei niedrigeren Lautstärken. Bei höheren Lautstärken kommt das gute Stück schon mal an seine Grenzen: Dann klingt es etwas kratzig und überbetont in den Höhen – was durch die ansonsten gute Soundfreaq UQ3-Raumklangverstärkung auch nicht kompensiert werden kann. Man sollte die Dockingstation also nicht unbedingt zur Beschallung eines großen Wohnzimmers nutzen; für kleine Räume wie Küche oder Schlafzimmer eignet sie sich aber sehr gut.

Fazit

Die Soundfreaq Sound Step Recharge macht Spaß. Der Klang ist gut, die Verbindung zu Android-Geräten ist denkbar einfach und der eingebaute Akku macht die Dockingstation darüber hinaus auch noch einigermaßen portabel. Das Design ist natürlich Geschmackssache – mir persönlich gefällt die kubische Erscheinungsform sehr gut. Es gibt sicherlich günstigere Dockingstationen mit Bluetooth-Verbindung; aber ob diese ähnlich gut klingen und die Verbindung genauso unkompliziert herstellen können, sei an dieser Stelle mal dahin gestellt.

Bewertung

  • Verarbeitung und Haptik: 4/5
  • Sound: 4/5
  • Mobilität: 3/5
  • Konnektivität: 5/5
  • Alltagstauglichkeit: 5/5
  • Gesamt 4,2

Pro

  • Guter Klang
  • Sehr einfache Verbindung über Bluetooth
  • Akku
  • USB-Port um Geräte aufzuladen

Kontra

  • Design ist Geschmackssache
  • Gehäuse aus Plastik

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