Review - Red Dead Redemption

Leserbeitrag
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Wenn das Team von Rockstar hinter einem neu erscheinenden Spiel steckt, kann man schon damit rechnen, dass es ein Knaller wird. Wenn es dann auch noch ein Grand Theft Auto im Western-Style ist, dann läuft manchen Spielern schon das Wasser im Mund zusammen. Ich will jetzt hier aber nicht nur in Lobgesängen mein Review schreiben. Es sollte ja auch einigermaßen neutral bleiben, auch wenn die meisten Leute dem Spiel schon einen riesigen Hype entgegensetzten.

Es werden im Review manche Spoiler aufgezeigt, die aber nur die Hauptgeschichte ohne jegliche Details beleuchten. Außerdem werden kleine Beispiele genannt.

 

Welcome to the Wild-Wild-West (Story):

In dem Western-Shooter Red Dead Redemption spielt man den ehemaligen Gesetzlosen Amerikaner John Marston, der im Jahre 1911 in das Grenzgebiet des Wilden Westens Amerika-Mexico geriet um auf seine Ehemaligen Mitglieder Jagd zu machen. Warum? Die ?Regierung? hat seine Familie entführt und erpresst ihn nun, die anderen Führer der Gang umzubringen. Und das macht John Marston auch ohne lang zu zweifeln. Seine Familie liegt ihm sehr am Herzen. Dabei sieht man auch warum das Spiel ab 18 Jahren freigegeben ist. Es spart nicht an Blut oder schrecklichen Szenen. Z.b kann man im Hintergrund einer Szene eine brutale Exekution von mexikanischen Männern und Frauen verfolgen.

 

Im Spiel trifft man auf viele grundsätzlich verschiedene Charaktere, die unter anderem den Reiz des Spiels ausmachen: Da wäre zum Beispiel ein edler, englischer ?Wissenschaftler?, der im Wilden Westen sein Glück mit Wundertränken versucht, was nicht bei allen Freude verbreitet. 

Umso mehr braucht er ein Vorführobjekt, das im Notfall helfend zur Hand gehen kann. Diese Rolle übernehmen sie als John Marston. Doch dieser lustige Engländer, der stets heiter ist, ist nur eine der realistischen Figuren im Spiel. Ein winziger negativer Punkt wäre jedoch, dass man die langsam ans Herz gewachsenen Menschen schnell verlassen muss. Diese Personen weisen ihnen langsam den Weg ans Ziel, indem sie Missionen für sie erledigen müssen um Informationen zu bekommen. Dies führt sie sogar nach Mexiko, wo sie anfangs ziemlich unbeliebt sind. Jedoch wird jeder schnell zum Freund, wenn man seine Arbeit erledigt. Im laufenden Spiel wird man sogar die Chance haben eine andere Person zu spielen, die aber wegen Spoilergefahr nicht genannt werden sollte. Die Hauptmissionen sind, obwohl man nur im Western Setting spielt, was das Spiel ja auch aus macht, ziemlich abwechslungsreich und reichen von Konvoibeschützungen, über Wettrennen mit Pferden bis hin zu Überfällen auf Gefangenentransporten. Jedoch wird das Schießen bei Missionen auf Dauer ermüdend, was aber bei einer sehr großen Auswahl an Waffen einem recht egal ist.

So macht es ein Cowboy:

Neben den Hauptmission sind die Nebenmissionen oder Minispiele sehr beruhigend und bringen eine weitere gewisse Abwechslung in das Spiel. So muss/kann man einer Frau helfen ihr entführtes Kind zurückzuholen, man kann eine lustige Runde Poker oder 5 Finger Fillet gegen sympathische ?Gringos? spielen, oder man geht auf die Jagd. Diese Jagd macht zwar Spaß, man kann Falken vom Himmel mit seinem Revolver holen oder ein paar Wölfe erlegen, jedoch bringen die abgezogenen Häute, Federn, oder das Fleisch unnötiges Geld in die Hauskasse. Man erhält nach jeder abgeschlossenen Hauptmission genügend Geld um sich Waffen, Munition oder nützliches Zubehör zu kaufen. Was aber den Spielspaß nach den rund 30h Spielzeit nochmal gut und gerne verlängt ist z.B. das Schatzsuchen. So kann man spezielle Karten dafür in Läden kaufen, die es in jeder Stadt gibt und sich auf die Schatzsuche begeben. Das gibt noch einmal einen gewissen Ansporn.

Atmosphäre ist alles:

Wie schon in der Überschrift geschrieben, ist die Atmosphäre ein wichtiger Bestandteil eines jeden Spiels. Davon bekommt man in Red Dead Redemption genug: Es ist traumhaft schön, wenn man mit seinem muskulösen Pferd dem Sonnengang entgegen reitet.

Hört sich schnulzig an? Sieht aber wundervoll aus. Außerdem gibt es Tag-Nacht und Wetterwechsel. Dabei sieht man verstärkt die Top Grafik, die das Spiel noch extrem gut abrundet. Wenn man dann in einer Schlacht Rebellen bei Regen in die Flucht schlägt und neben sich die Kugeln einschlagen hört ist man völlig ergriffen. Ich meinerseits hatte manchmal beim Spielen das Gefühl beobachtet zu werden, bzw. man selber beobachtet: Ich habe das Phänomen gesehen als ich meine Kamera an einem regnerischen Tag gen Himmel ausrichtete. Es fielen Tropfen auf die Scheibe. Wenn man dann wieder auf die Normalposition ging verschwanden die Tropfen. Ich fühlte mich wie der Regisseur eines Westerns. Das sind die kleinen Dinge die eine starke Atmosphäre zu einer Top-Atmosphäre machen.

 

Kurzes Gameplay:

Die Steuerung ist für Grand Theft Auto Veteranen vertraut und erfordert keine großen Kentnisse, auch nicht für Anfänger, da sie nach kurzer Einspielzeit einem schnell im Gedächtnis bleibt. Die Pferdeführung ist sehr gut umgesetzt, außerdem kann man gut sehen wie sich jeder Muskel bewegt. Darauf legten die Entwickler besonderen Wert. Mit dem Pferd legt man die meiste Zeit lange Strecken zurück, während man aber auch mit dem Zug fahren oder zu Fuß gehen kann.

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