GIGA Vision – Red Dead Revolution

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Die Wahrsager der GIGA-Redaktion heißen euch Willkommen: Wir wagen ab jetzt regelmäßig den Blick in die Glaskugel, um zu bestimmen, wie die Fortsetzung zu einem unserer Lieblingsspiele aussehen wird. Dabei gilt es allerdings, ein paar Regeln zu beachten: Die Schätzungen und Voraussagen müssen einigermaßen wahrscheinlich und vom jeweiligen Publisher bzw. Entwickler realisierbar sein. Also kein nächstes Final Fantasy im fiktiven dritten Weltkrieg mit Zombie-Nazis, das man mit einem Guitar Hero-Controller spielt.

GIGA Vision – Red Dead Revolution

Den Anfang macht „Red Dead Redemption“. Rockstars Wild West-Meisterwerk erschien am 21. Mai 2010 und ließ uns in der Rolle von John Marston die steppengleiche Gegend rund um New Austin und erkunden. Da wurde geritten, geballert, gepokert und noch mehr geritten. Wir wünschen uns sehnlichst einen Nachfolger und können eine Ankündigung seitens Rockstar nicht mehr abwarten. Hier ist unsere Vision von...

Das Jahr ist 1923 – der technische Fortschritt ist unaufhaltsam, das Automobil wird zum Fortbewegungsmittel der Wahl, Städte wachsen und gedeihen. Währenddessen bleiben große Teile des Landes unberührt – der alte Westen mag zwar am Ende sein, im Herzen einiger Traditionalisten lebt er allerdings weiter. So auch in unserem Helden, einem ehemaligen Sheriff, der seinen Posten an den Nagel gehängt hat, nachdem sein Revier vor einigen Jahren von einer irischen Bande überfallen wurde.

Als einziger Überlebender gab er den Kampf gegen die Gesetzlosen auf und zog in die Stadt. Armut und Hunger trieben ihn dabei selbst oftmals an die Grenze zur Kriminalität. Häufige Konfrontationen mit irischen Einwanderern taten ihr Übriges. Durch die Prohibition gehörte Schmuggel von Alkohol zum Tages- bzw. Nachtgeschäft auf den Straßen. Nun befindet sich unser Protagonist im steten Existenzkampf, gelockt vom einfachen Geld durch Verbrechen, zerrissen von seinem Gewissen und seiner Vergangenheit.

Der pessimistische Blick des Spätwesterns war in „Red Dead Redemption“ bereits allgegenwärtig. Gut möglich, dass Rockstar dies mit dem dritten Teil der Reihe auf die Spitze treibt. Um die romantischen Western-Fassaden endgültig zum Einsturz zu bringen, sind gleich mehrere, neue Stilmittel denkbar. So würde es uns zum Beispiel kaum überraschen, wenn Rockstar der Hauptfigur einen abgehalfterten Stenographen zur Seite stellt, der über die letzten Abenteuer der Revolverhelden schreibt. Vielleicht hält sich unsere Held sogar mit dem Verdienst aus Groschenromanen und Zeitungsartikel über Wasser.

In eine ähnliche Kerbe ließe sich mit einer billigen Wildwest-Show oder einem fahrenden Karneval  schlagen. Man stelle sich vor, unser Held zieht mit so einer Truppe von Stadt zu Stadt und mimt das verblaste Abziehbild einer untergegangen Ära. Vielleicht arbeitet er aber auch als wortkarger Cowboy beim Zirkus – bis ihn die Vergangenheit einholt. Das Motiv einer kommerzialisierten Cowboy-Kultur könnte die Hauptfigur auch in Las Vegas auftauchen lassen, dem Mekka des Ausverkaufs.

Die sicherlich radikalste aller Spielarten wäre aber eine ganz andere: Der Held von „Red Dead Revolution“ ist ein Indianer Nordamerikas und das Spiel in einem der Reservate angesiedelt. Das harte Leben im Lager, die Diskriminierung, die Indianerpolitik der USA und der aufkommende Widerstand der panindianischen Protestbewegungen – alles ziemlich heiße Eisen und auf die steht Rockstar bekanntlich.

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