Resident Evil – Revelations Test: Endlich wieder gruseln

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Dass eine bekannte Spieleserie einen Handheldableger bekommt, ist nicht unbedingt selten. Meist wirken diese Spin-Offs jedoch eher wie Direct-To-DVD-Produktionen. Dass ein solcher Ableger sogar qualitativ besser ist, als seine Konsolenvorbilder, ist dagegen schon etwas ganz Besonderes.

Mit Resident Evil – Revelations schafft Capcom das, was mit Resident Evil 5 nicht recht gelingen wollte: Action und Horror gleichwertig miteinander zu kombinieren. Wie auch in den Vorgängern seid ihr meist damit beschäftigt, die Umgebung zu erkunden und Blei in eure Gegner zu pumpen. Trotzdem schafft es “Revelations” in den richtigen Momenten eine gruselige Atmosphäre aufzubauen und euch so immer mal wieder zusammenzucken zu lassen.

Die meiste Zeit steckt ihr in den Schuhen von Jill Valentine und seid auf einem luxoriösen Kreuzfahrtschiff unterwegs. Dort wurde das Signal von Jills Partner Chris Redfield zuletzt geortet und zusammen mit ihrem Kollegen Parker versucht sie nun herauszufinden, was mit ihm passiert ist. Im Laufe des etwa zehnstündigen Abenteuers kontrolliert ihr jedoch auch noch drei andere Charaktere, springt in der Zeit immer mal vor und zurück und erlebt so die Geschehnisse aus verschiedenen Blickwinkeln und von verschiedenen Orten aus.

Während ihr euch auf dem Schiff relativ frei bewegen und so auch an bereits besuchte Orte zurückkehren könnt, um etwa an eine vorher unerreichbare Waffe zu kommen, erinnern die restlichen Spielpassagen wiederum stark an “Resident Evil 5″. Durch vorgegebene Levelkorridore ballert ihr euch durch dutzende Gegner, bis ihr an eurem Ziel angekommen seid. Dadurch gelingt es Capcom zwar, die Story wesentlich verständlicher zu erzählen, sie zerstören damit aber auch immer wieder die vorher aufgebaute Grusel-Atmosphäre. Dann findet ihr euch etwa in einem sonnendurchfluteten Bürogebäude oder einem schneebedeckten Berg wieder, wo auch gar nicht erst versucht wird, Horror zu erzeugen.

Da ist es gut, dass “Revelations” mehr zu bieten hat, als nur ein paar Schockmomente. Dank der konfigurierbaren Steuerung und der Möglichkeit, auch mit gezückter Waffe noch laufen zu können, ballert es sich wesentlich dynamischer durch die Monsterhorden. Im Gegenzug haben diese aber auch einiges dazugelernt. Weder Zombies, noch Majini stellen sich Jill und co. dieses Mal in den Weg. Stattdessen gilt es sich gegen sogenannte “Ooze”-Mutanten zu behaupten.  Die können sich in Form von Schleim unter anderem durch Luftschächte fortbewegen und so einen eben noch sicher gewähnten Flur sehr plötzlich sehr ungemütlich werden lassen. Viele der Mutanten sind schnell zu Fuß unterwegs und werden zudem noch dank ihrer Panzerung an bestimmten Stellen vor Kugeln beschützt. Deshalb werdet ihr dankbar für die Möglichkeit sein, den Rückwärtsgang einlegen zu können, während ihr aus allen Rohren feuert.

Ebenfalls neu ist der Genesis-Scanner. Mit ihm könnt ihr eure Umgebung jederzeit auf ansonsten unsichtbare Munition, Heilkräuter oder andere versteckte Items scannen. Wenn ihr eure Umgebung gründlich durchsucht, findet ihr zudem regelmäßig Upgradepacks für eure zahlreichen Waffen. Diese Verbesserungen lassen sich jedoch auch wieder entfernen und stattdessen einer anderen Waffe zuordnen. So könnt ihr euer Arsenal dynamisch euren ganz eigenen Vorstellungen anpassen.

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