Ridge Racer Unbounded Vorschau: FlatOut 3 im neuen Gewand?

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Bereits seit 1993 gibt es die “Ridge Racer”-Serie, doch der wirklich große Durchbruch wollte ihr nie so recht gelingen. Die treue Fangemeinde existierte zwar, jedoch gelang es Namco Bandai nicht, genug neue Käufer hinzuzugewinnen. Ridge Racer Unbounded ist nun eine Neuerfindung der Serie, die das alte Fahrgefühl in ein neues Szenario packt.

Ridge Racer Unbounded Vorschau: FlatOut 3 im neuen Gewand?

„Ridge Racer Unbounded“ wird vom finnischen Studio Bugbear Entertainment entwickelt, die vor allen Dingen mit der FlatOut-Reihe Spielerherzen höher schlagen ließ. Während “FlatOut” von einem anderen Studio mit dem dritten Teil komplett an die Wand gefahren wurde, waren die Finnen damit beschäftigt, “Ridge Racer” eine Generalüberholung zu verpassen. Dabei herausgekommen ist ein interessanter Mix aus den aus “FlatOut” bekannten Zerstörungsorgien und dem serientypischen, driftlastigen Fahrverhalten.

Simples Bremsen hilft hier nämlich herzlich wenig – wirklich schnell kommt ihr nur voran, wenn ihr mit kräftig Anlauf durch die Kurven driftet. So weit, so “Ridge Racer”. Habt ihr mal eine Wand oder ein gegnerisches Auto berührt, seid ihr fürher jedoch wie ein Flummi abgeprallt und habt sämtlichen Speed verloren. Mit “Ridge Racer Unbounded” hat Bugbear Entertainment eine 180 Grad-Wende hingelegt, denn nun werdet ihr tatsächlich dafür belohnt, nicht nur eure Konkurrenz, sondern auch die Strecke selbst zu zerstören. Völlig egal ob parkende Autos, störende Betonwände oder ganze Bürogebäude – mit genug Geschwindigkeit wird alles um euch herum in Schutt und Asche gelegt, was zusammen mit den Drifts wiederum eure Destruction Power auflädt. Diese tritt an die Stelle der handelsüblichen Boost-Anzeige. Zwar könnt ihr auch mit der Destruction Power für einige Sekunden boosten, sie hat jedoch auch noch einen ganz anderen Nutzen: Jeder Wagen, den ihr während des kurzen Boosts rammt, explodiert automatisch. Und nicht nur das: Ist eure Zerstörungskraft voll aufgeladen und ihr verheizt sie nicht direkt für den nächsten Geschwindigkeitsschub, werden euch wie in Split/Second zerstörbare Elemente in der Streckenumgebung angezeigt. Dann könnt ihr etwa geradeaus durch ein Kaufhaus oder eine Polizeistation rasen, statt umständlich drum herum zu fahren.

Anders als in „Split/Second“ sind diese Zerstörungsorgien jedoch nicht geskriptet und werden nicht einfach auf Knopfdruck ausgelöst. Stattdessen nutzt ihr euren Boost, um durch die störenden Gebäude zu brettern. Das gibt dem Spiel ein wesentliches flüssigeres Spielgefühl.  Zerstört ihr also dank der voll aufgeladenen Destruction Power ein Gebäude und rast durch es hindurch, lädt sich eure Zerstörungskraft wiederum genau dadurch wieder auf. Zerstört ihr während des Geschwindigkeitsschubs ein gegnerisches Fahrzeug, lädt sich die Leiste ebenfalls wieder auf. Nutzt ihr die Destruction Power also taktisch klug, könnt ihr das gesamte Rennen mit voll aufgeladener Zerstörungsleiste absolvieren und eine coole Aktion nach der anderen hinlegen. In kaum einem anderen Arcade-Renner stellt sich so ein toller Flow ein, wie in „Ridge Racer Unbounded“.

Neben verschiedenen Modi – so gibt es etwa reine Drift-Rennen, in denen sämtliche Möglichkeiten zur Zerstörung deaktiviert werden – und einem ausführlichen Mehrspielermodus gibt es dann auch noch einen mächtigen Streckeneditor. Dieser erinnert stark an Trackmania – mit unterschiedlichen Bausteinen setzt ihr in verschiedenen Szenarien eure ganz eigene Rennstrecke zusammen. Mehrere Kurse können dann wiederum zu einem Event zusammengefasst werden, das ihr online zur Verfügung stellen könnt.

Ausblick

„Ridge Racer Unbounded“ ist das, was „FlatOut 3“ hätte werden sollen. Das einzige, was hier noch etwas mit „Ridge Racer“ zu tun hat, ist die Fahrphysik, die euch für möglichst lange Drifts belohnt. Ansonsten liefert euch Bugbear Entertainment jedoch eine Zerstörungsorgie allererster Güte, mit der „Ridge Racer“-Fans wohl relativ wenig anfangen können werden. Wer jedoch auf Spiele wie  Blur, „Split/Second“ oder „FlatOut“ steht, der sollte “Unbounded” unbedingt im Auge behalten, wenn es im Laufe des Jahres für Playstation 3, Xbox 360 und PC erscheint.

Ersteindruck: Sehr gut

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Weitere Themen: Namco Bandai Games

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